04. Juni 2017

Soweit ist es also, mir fällt jetzt schon kein Titel ein und sowieso auch nicht wirklich was zu schreiben. Ich glaube mich zu erinnern, dass es am Anfang immer so war, also nach langen Tagebuchpausen. Sperrig fühlt es sich an. Wortlos. Rumlungern und nix zu sagen haben. Hmpf. Ärgerlich finde ich. Auf der anderen Seite habe ich neulich auf der Suche nach einem alten abgelaufenen, aber nicht existenten Personalausweis versuchsweise mal in ein paar alten Tagebüchern aus der Teenagerzeit geblättert. Evtl. hätte ich mich festgelesen, wenn ich nicht eh keine Zeit gehabt hätte. Ich fand es ziemlich gruselig und ein bisschen tragisch, diese Sammlung von Eltern doof, verliebt in xy, schlechte selbstgeschriebene Gedichte und das Gefühl, niemals nicht irgendwo reinzupassen. Und das Ganze gewürzt mit seltsamen Andeutungen an Ereignisse, die mir seit Jahrzehnten entfallen sind.

Es ist Pfingstsonntag und ich habe morgen ladenfrei, der Herzliebste muss arbeiten trotz Feiertag. Bis ich mir überlegt habe was ich alles mit der kostbaren Alleinezeit anfangen will, ist der halbe Tag vorüber und plötzlich ist dann der Herzliebste wieder da.
Wir waren ja gerade anderthalb Wochen weg, erst zur goldenen Hochzeit der Eltern (auf der ich eine gelungene Rede gehalten habe, obwohl ich sie erst drei Tage vorher im Hotelzimmer geschrieben habe). Danach dann das erste europäische Janome-Nähmaschinenhänder-Treffen.
In Portugal. es war anstrengend und spannend und nett und sonnig und sonnenverbrannt. Au. Wir hatten erst Freizeit, dann Kurse und gemeinschaftliche Veranstaltungen, dann wieder Freizeit. Ich habe im Atlantik gebadet und im Hotelpool. Ich habe mir den Rücken ganz doll verbrannt, obwohl ich mich morgens mit Lichtschutzfaktor 50 eingecremt hatte. Aber ewig hält der eben auch nicht. vor allem nicht, wenn man wegen des freundlichen Windes am Meer gar nicht merkt, wie warm es eigentlich ist.

Nun gut, die ersten drei Arbeitstage zurück waren völlig in Ordnung. alle sind recht gut ohne mich zurechtgekommen. Meine Sommerpläne beinhalten ordentliche Mittagspausen – das muss ich noch ganz gewaltig üben – und nicht länger als Öffnungszeit im Laden zu sein. Außerdem alles ein wenig entspannter zu sehen und jetzt – wo erstmal nicht viele neue Stoffe kommen vor Herbst – richtig reinzuhauen und vorhandene Artikel in den Onlineshop zu legen. Heute z.B. noch Nähfaden aus Wolle/Akryl zum Verzieren und Sticken, sowie Handnähnadeln. Abgesehen davon muss ich mich natürlich meinen Hausarbeiten vom Kursleiterkurs widmen. Das geht nämlich ganz schnell, plötzlich ist Ende Oktober und ich muss mein Kursleiterprüfungsthema abgeben. Mit dem ich mich bisher noch nicht weiter beschäftigt habe, weil eigentlich möchte ich jetzt gerne die Quilts machen. Und mehr schreib ich jetzt besser gar nicht, weil wenn ich mir vor Augen führe was ich alles machen will, dann dreh ich durch, haha.

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