1 a Aprilwetter

Stündlich kann ich gucken, wie sich das Wetter ändert: Jetzt gerade hagelt es in Erbsengröße, einen Teil der Tulpen hat es schon zerlegt. Und das, nachdem ich vorhin im strahlenden Sonnenschein zum Copy-Shop gegangen bin und mal eben 81 Kopien von Zeugnissen gezogen habe. Allein das olle Diplom-Zeugnis hat ja schon inkl. Urkunde 4 Seiten. Und alles 5x. Aber ich bin ja noch zuversichtlich, dass das bald was wird.

Sollte irgendjemand Fragen zum Thema Bewerbung, Potenzialanalyse und Selbstdarstellung haben, ich helfe da gern auf die Sprünge, weil gerade voll im Thema

Ansonsten geht’s mir gerade erstaunlich gut. Nach den 80 Minuten letzte Woche hab ich mich wesentlich schlechter am nächsten Tag gefühlt, als heute nach den 90 Minuten gestern. Trotzdem bin ich noch nicht so wirklich optimistisch, was die 21 km am 2. Mai angeht. Weil 2:30 Stunden ist die Sollzeit, danach könnte man evtl. von den ‚Besenwagen‘
von der Bahn gefegt werden, weil dann ja schon die Inliner ihren Marathon machen. Und ich wollte schon gern noch rechtzeitig ins Ziel kommen.

Aber ich glaub, da mach ich mir jetzt einfach zu viele Gedanken drum. Wird schon.

Worüber ich mir ja auch Gedanken mache: Kann man gleichzeitig eine positive und negative Grund-Lebenseinstellung haben? Oder nur entweder oder? Oder wie definiert sich eine positive? Ist es schon positiv, wenn ich grundsätzlich finde, es geht schon irgendwie oder so? Bzw. wenn ich dann noch zusätzlich erstmal nicht erwarte, dass was klappt und
trotzdem meine, geht schon irgendwie…ist das dann positiv oder negativ?

Ich lese ja nun schon einige Jährchen das ein und andere Diary, welche dann teilweise zum Weblog wurden oder auch nicht. Und nun sind zusätzlich zu diesen auch noch 20six-Logs dazugekommen, zwangläufig, weil ich halt selbst eines habe. (Hab ich schon mal erwähnt, dass ich dort den Altersschnitt von Anfang 20 total versaue?)

Ich finde es sehr beruhigend, dass es viele gibt, die stimmungsmäßig eher schwankend sind. Und ebenso wie ich von jetzt auf gleich völlig grundlos am Boden zerstört sind oder eine Glücksattacke haben.

Weblogger und Chatter sind ja eine Welt für sich. Was ein Chat ist, weiß ja nunmehr fast jedeR, wenn ich dagegen kundtue, dass ich ein Weblog habe (ich mag ja ganz altmodisch Diary immer noch lieber und werde NIE NIE den Unterschied begreifen), kommt in mindestens 90% der Fälle ein ‚Was is das denn?‘ zurück. Ich will das nicht erklären
müssen. Bäh.

Lustig finde ich auch, wie sehr es mir schon was ausmacht, wenn welche von meinen FreundInnen gar kein Interesse daran haben, hier mitzulesen. Dabei schreib ich doch außer für mich für meine FreundInnen. Wobei sich in meinem Freundeskreis vielleicht 10% freiwillige Computer-User befinden. Alle anderen nutzen Computer nur, weil sie müssen (Email oder beruflich) oder kennen gerade mal den An-Knopf.

Wobei mir wieder einfällt, auf der Messe gab’s ja nett Schnick. Nämmich, zum Messen gibt’s ja schon länger Laser-Messgeräte. So kleine Kästchen, die ich nur noch zwischen die Fensterleibung halte und dann hab ich ein exaktes Maß. Die neuen haben eine Bluetooth-Schnittstelle und leiten die Maße gleich weiter auf den Pocket-PC in eine Excel-Tabelle. Und das wiederum ist dann mit dem Fensterkalkulationsprogramm verknüpft undich kann das gleich zum weiterrechnen benutzen. Ohne auch nur noch eine Zahl von Hand aufschreiben zu müssen. Cool. Das wär ja glatt noch was für mich, um wieder Spaß an Fenstern zu kriegen.

Ich werd jetzt mal schnell die nächste Runde Sonnenschein ausnutzen und die Bewerbung in den Kasten werfen.

Kommentare sind geschlossen.