20 Blogstöckchen-Dinge, die ich noch sagen wollte

Oooohhh ja, ich liebe Stöckchen, es wirft mir nur nie jemand eines rüber, weil ich hier so inselmäßig vor mich hinblogge und einfach nicht die richtigen Leute kenne. Oder so.
Deswegen ergreife ich es jetzt einfach und plaudere 20 Dinge über mich aus, die noch keiner kennt. Oder so. Vielleicht hab ich es in den letzten 10 Jahren schon mal gesagt, aber das macht ja nix. Und wer mich schon kennt, kennt das vielleicht auch schon alles?
Gelesen habe ich über die 20-Dinge-Stöckchen bei Creezy, die aber selber keine schrieb. Weswegen ich es dann googelte und es dann bei der Kaltmamsell, der ich schon ewig folge und beim NUF, der ich bisher nicht folgte, gelesen. Und jetzt bin ich dran 🙂

1. Ich bin 41 und ergo erwachsen. Meine Lieblingsautorin Tamora Pierce schreibt Jugendbücher mit starken Mädchenfiguren. Eine Teil der Bücher habe ich nicht nur als deutsche und englische Ausgabe, sondern auch noch als E-Buch.

2. Hörbücher kann ich nicht ausstehen, die lesen so furchtbar langsam und das macht mich ganz raschelig.

3. Außerdem bin ich nicht multitaskingfähig, kann also nur eine Sache zur Zeit. Bedeutet, ich kann nur etwas machen oder zuhören. Außerdem muss ich im Auto die Musik ausmachen, wenn ich irgendwo hin will wo ich noch nie war. Wenn ich beim Gehen irgendwas genauer angucken möchte, muss ich stehen bleiben.

4. Ich habe mir noch nie was gebrochen oder mehr als oberflächlich verstaucht und lag genau drei Mal im Krankenhaus, bei meiner Geburt, als Kind beim Nasenpolypen rausmachen (das waren noch die Zeiten in den 70ern, wo man Kinder aufforderte den tollen schwarzen Gummi-Ballon aufzublasen,in dem das Narkosemittel war. Pah!) Das dritte Mal mit Blinddarmentzündung 2003. Da habe ich am Tag nach der OP geweint, weil ich immer noch nichts ordentliches essen bekam außer irgend so eine chemische Schleimsuppe.

5. Meine Sinne sind sehr ausgeprägt. Abgesehen vom Tinnitus höre ich Frequenzen, die viele andere nicht hören. Fiepen von Geräten im Standby. Den Rauchmelder im Nachbarhaus auf der anderen Straßenseite als ich in der Küche stand.
Als ich mit 30 zum Augenarzt ging, weil ich schlecht gucken konnte – blaue Leuchtschrift wurde auf 50m unscharf – meinte er nur, man müsste sich daran gewöhnen, dass man irgendwann kein Adlerauge mehr ist.  ‚Mild‘ gewürzt beim Inder ist für mich gerade noch tragbar. Vieles ist mir zu süß, herzhaft ist einfacher. Von Parfüms und Düften aller Art im Zerstäuber muss ich furchtbar husten. Wenn ich dann durch den Mund atme auch, weil dann schmecke ich das Zeug im Hals. Kleine Schürfwunden sind unglaublich schmerzhaft. Und erstaunlich viele Leute riechen aus dem Mund – was vor allem dann stört, wenn ich im Stoffladen an der Kasse arbeite und nicht ausweichen kann.

6. Ich habe ein Entsorger-Gen und fühle mich zunehmend von Besitz belastet. Es bereitet mir keine Schwierigkeiten, mich von Dingen zu trennen, die ich nicht regelmäßig benutze. Gerade die DVD-‚Sammlung‘ auf die Hälfte dezimiert, schon wieder ein Stapel Quiltzeitschriften zum Verkaufen klar und vor Weihnachten sind die Bücher noch mal dran. Klamotten für dieses Jahr hab ich schon durch.

7. Seit ungefähr 15 Jahren besitze ich keinen Fernseher mehr. Ich gucke auch kein Onlinefernsehen. Wenn ich dann bei anderen gucke, dann bin ich gelangweilt, weil nur so schwachsinnige Sachen laufen oder in Reportagen alles nur oberflächlich angeschnitten wird. Oder ich werde gestresst, weil die Bildschnitte so schnell sind und ich nix mitkriege.

8. Ich führe auch ohne Nachrichtensendungen ein erfülltes Leben.

9. Dafür gucke ich auf YouTube X-Faktor USA und UK und finde das toll.

10. Ich erwarte überall Gleichstellung und Gerechtigkeit und bin dann überrascht wenn das nicht so ist.

11. Das halte ich für ziemlich naiv.

12. Glaube aber trotzdem immer an das Gute im Menschen.

13. Halte mich außerdem für überdurchschnittlich intelligent, was ich eingebildet finde. Schäme mich trotzdem nicht, bin dankbar.

14. Ich habe Angst vor Spinnen, kämpfe aber dagegen an. Am liebsten ist mir, sie verziehen sich irgendwo, dann kann ich sie ignorieren. Wenn ich ihnen nicht ausweichen kann, dann muss der Mann sie wegmachen, weil ich sie nicht raustragen mag, mich aber als Tiermörderin fühle, wenn ich sie zertrete oder wegsauge.

15. Auf dem altsprachlichen Gymnasium habe ich gelernt, dass ich eigentlich nix gut kann. Und intelligent aber faul war. Den Großteil meines Erwachsenenlebens habe ich damit zugebracht zu glauben, dass ich eigentlich gar nichts richtig kann. Und es würde bald jemand herausfinden. Und dann wäre ich entlarvt und niemand würde mehr was mit mir zu tun haben wollen. Wenn ich irgendwo gut war, dann nur weil alle anderen so schlecht waren oder so ähnlich.

16. Zielsicher habe ich mir solche Jobs rausgesucht, in denen ich maximal durchschnittlich war, damit die ‚Nichts-können‘-These bestätigt wurde.

17. Ich endete in einer Depression, was ich gar nicht verstand, denn es ging mir doch gut – Job, Haus, Herzliebsten, Freundinnen. Das wiederum verstand der Psychologe nicht und trat mir kräftig gegen das Knie. So bildlich.

18. Das half. Die kognitive Therapie und der Jobb beim Stoffladen aber auch. 🙂

19. Mittlerweile finde ich mich ziemlich gut in einigen Dingen. Außerdem fand ich mich schon immer gutaussehend. 🙂

20. Ich ignoriere Hausarbeit so lange, bis der Mann sie macht oder ich festklebe oder es anfängt zu riechen. Vor Prüfungen dagegen putze ich gern mal. So Prokrastination pur quasi.

 

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