Archiv Juli 2010

Wer nicht hören kann…

Wer nicht hören kann muss fühlen…oder so ähnlich.

Bestraft worden für das weitestgehende Ignorieren der Erkältung und des Fiebers. Heute morgen schnief und hust und schlecht gehört und Ohr-Aua und Tinnitus doppelt so laut wie sonst.
Also doch leidend zur Arztwacht, bzw. den Mann weinerlich gezwungen, doch mal die Freundin vor die Arbeit zu stellen in der Wichtigkeitsrangfolge.

Leicht vor mich hingeweint beim Einsehen, dass die für morgen angesetzten Urlaubspläne mit Norwegenautotour kaum umsetzbar sind in dem Zustand.

Mit Penicillin-Rezept die Arztwacht verlassen, nach Hause schlafen und dann gegen Mittag schweißgebadet mit dem Buss in die Stadt – weil Jeep beim Service.
Unterschätzt, wie anstrengend eine einfache Bussfahrt sein kann.

Wieder zuhause dann die komplette Dröhnung, die erste Tablette vom Antibiotikum und – auf Anraten sowohl der Ärztin und deer Apothekerin – 600mg Ibux und 1g Parazet (insgesamt 6 Tabletten).
Dann ins Bett und schlafen.

Panik schiebend wg drohendem Gehörverlust und die Sorge, dass der Tinnitus nicht wieder leiser wird.
Sich nicht belastbar fühlend und die Sorge, in jeder normalen 100%-Stelle in der freien Wirtschaft nach kurzer Zeit einzuknicken.
Sich fragend, wie Träume sich verwirklichen lassen, ohne dabei den Hungertod sterben zu müssen mangels Einnahmen, bzw. ohne Kapital.
Dann doch lieber wieder die ‘Unter dem Weltenbaum’-Saga vor die Nase nehmen und in einer Fantasiewelt verschwinden.

Im Fieberrausch

Fieber seit Sonntagabend, damit dann trotzdem arbeiten gewesen, denn bin ich nicht da haben die Jugendlichen nix zu tun.
Ergebnis immerhin fertig mit allen Arbeiten auf dem Övrebö Friedhof, alle Wasserstellen gemalt, alle Geländer, alle Torpfosten, den Schuppen. Fotos folgen, sind auf dem Mobil.
Das Mädel beginnt morgen im neuen Job, den jungen Mann heute dann endgültig erfolgreich zu den Sommerjobbern abgeschoben, mit Zustimmung vom Grünamtschef.

Mein Plan sieht damit gesund werden in den nächsten zwei Tagen vor. Bütte bütte, ich schone mich auch, versprochen.
Samstag will ich zu einer kleinen Tour aufbrechen, Grimstad Quilt holen und Kerstin treffen, Oslo-Forumsbesuch, Hardangervidda, Odda-Forumsbesuch, nach Hause evtl. über Stavanger mit Kurzbesuch bei den ersten Übernachtungsgästen.
Zeitdauer: eine knappe Woche sollte reichen.

Ach und vorher noch zwei Ölwechsel beim Jeep. Muss sein, ich fahre nicht 1000 km mit dem tiefschwarzen Motoröl und dem nicht mehr vorhandenem Achsöl.

Sorry wenn hier was doppelt ist, ich bin so ein bisschen mattscheibig.

Halsschmerzkonzert

Das erste Mal seit vielen vielen Jahren, dass ich ein Konzert größer 500 Besuchende in Planung habe, bzw. eigentlich seit gefühlten hundert Jahren das erste große Konzert überhaupt. Maximal zehntausend passen rein, ich wage zu bezweifeln, dass es ausverkauft ist. Norwegen ist klein und das Sørlandet sowieso.

P!nk macht ihr einziges Norwegenkonzert auf Odderøya in Kristiansand, keine Ahnung wie die Veranstalter das geschafft haben. Dazu ist es das letzte Konzert einer dreijährigen Tounee, verspricht also spannend zu werden.

Das Problem: es geht mir gar nicht gut, ich habe Megahalsentzündung und würde viel viel lieber wieder im Bett liegen und vor mich hindösen als zum Konzert zu gehen. Bah. Ist das nicht typisch? Einmal was ‘richtiges’ vor und dann sowas.
Schon mal eine schnellwirkende Ibuprofen eingeworfen, die zweite dann bevor wir fahren und die dritte sicherheitshalber in der Tasche.

Wetter: bewölkt aber trocken und angenehm warm.
Keine Ahnung mehr, was man zu solchen Konzerten anzieht. Muss man was mitnehmen außer sich selbst? Hm..einen halben Liter mit Wasser krieg ich vermutlich nicht rein denk ich? Potenzielles Wurfgeschoss?
Der Mann nimmt den Neffen mit, der gerade bei seiner Mutter zu Besuch ist.

So, ich zieh mich dann mal an. Um. Wie auch immer.

Licht am Ende des Projekttunnels

Das Mädel im Projekt hat die Stelle bekommen, die wo da ich maßgeblich beteiligt bin *stolzguck*. Sind die Vermittlereigenschaften noch nich ganz weg *gg*.
Jedenfalls ist nun also nur noch der die Lust langsam verlierende junge Mann da ab Mitte nächster Woche.
Jetzt mal huschhusch die 4 Wasserstellen auf dem Friedhof 2x lasieren, ergo 2 Tage, sowie zwei torpfosten mit Endanstrich und 2 Geländer grundieren und Endanstrich. Dann sind wir da auf dem Friedhof auch so weit fertig.
Und dann tritt Plan B in Kraft, da Plan A – vermitteln des Knaben – bisher wegen Baubetriebsferien nicht erfolgreich gewesen ist.
Plan B geht davon aus, dass ich das Kerlchen per meiner Überzeugungskraft gegenüber des NAV und des Grünamtleiters ins Grünamt zu den Sommerjobbern abschiebe, da hat er wenigstens Gesellschaft.
Und Plan B beinhaltet, dass ICH dann wieder mehr Zeit für meine etwas vernachlässigten Bewerbungen habe und außerdem vielleicht doch noch endlich mal eine Woche in-Norwegen-rumfahr-Urlaub machen kann, gleich jetzt Anfang August.
Hach wär das schön…

Und btw., neben mir stehen gerade die ersten 6 kleinen Gläser mit frischer Marmelade. Geschmacksrichtung Stachelbeer-Kirsch. Ziemlich säuerlich weil zuwenig eingezogen weil eh schon so spät, aber trotzdem sehr lecker. Morgen gibt es noch eine Ladung. Wenn…ich bis dahin nicht zuviele der äußerst leckeren Knubberkirschen vertilgt habe :-D

Katzen und anderes Alltägliches

Nandi liegt zusammengerollt auf dem Bett und kümmert sich ausnahmsweise mal um nichts.
Das Snackfutter – ordinäres Whiskas – ist alle. Deswegen ist jetzt ganz normales Trockenfutter – Mischung Hills und RoyalCanin Perser – in der mystischen pinkfarbenen Dose, die immer so schön klappert und bei deren Geräusch/Anblick Nandi immer ganz aufgeregt um die Beine scharwenzelt. Warum diese Katze sich nun mehr von mir beschummeln lässt, naja, zur Intelligenz von Persern hab ich mich ja schon ausgelassen. Aber trotzdem. Es erschließt sich mir nicht so wirklich, warum man das Futter lieber vom Boden am Kühlschrank mühsam seitlich aufschnobert, statt es gelassen aus dem Napf zu fressen.

Kittie hatte heute den Rein-Raus-Nachmittag, raus zur offenen Haustür, rein über das von mir zu öffnende Küchenfenster. Scheint sie sehr erschöpft zu haben, lag sie dann doch ziemlich lange dösend auf der Terrasse rum. :-)

Ich dagegen hatte den ‘Arme-und-Schulter-Aua’-Nachmittag, nachdem ich den ganzen Tag mit Hammer und Drahtbürste Rostflecken unter alter Farbe eliminiert habe. Körperliches Arbeiten bekommt mir einfach nicht mehr so richtig. Ich bin schon wieder kurz vor ner Sehnenscheidenentzündung und wache morgens mit tauben Händen/Armen auf. Jedenfalls bin ich mir sehr sicher, dass ich mit Werkstattarbeit gar nicht erst wieder anfangen brauche. Und ich habe überhaupt Null Lust, mir die rechte Hand auch noch operieren zu lassen.
Dann mache ich lieber was anderes und außerdem taugt es hervorragend als Ausrede, wieso ich nicht mehr als Handwerkerin vollberuflich unterwegs sein möchte. Besser als ’7-Uhr-anfangen-ist-mir-zu-früh’.

Es war zwar in dem Projekt nicht so gedacht, dass ich die ganze Zeit voll mitarbeite, aber heute hatte der junge Mann wohl einen Kater, hat jedenfalls unentschuldigt gefehlt. Und da ist es einfach Mist, das Mädel in Øvrebø abzusetzen und dann selber die Fliege zu machen. Und ein bisschen Spaß macht es ja schon, es ist nur einfach sehr belastend.

Den zweiten Übernachtungsbesuch hatte ich, eine Frau mit Kind. Gefällt mir sehr, dieses Angebot vom Kurzzeitübernachten.  Ich krieg netten ‘Besuch’ zum Quatschen für ein paar Stunden, kann etwas Leute betüddeln und krieg auch noch Geld dafür. Hervorragend.
Sowas könnte ich mir durchaus als Teilzeitberuf vorstellen. Fehlen dem Mann und mir nur unwesentliche 4,5 Nill. Kronen plus Renovierungsgeld, um das zu einem Bett&Frühstück-Angebot nötige Anwesen zu kaufen. Z.B. derzeit im Angebot in Hagen/Torridal, nicht weit von uns, direkt am Fluss und ruhig gelegen. Ideal, sag ich nur. Aber weiter geträumt…Geld geht halt zu Geld.

Der Mann kämpft gerade mit dem Abfluss, der Bodenablauf von Waschmaschine bis Küchenhauptablauf ist wohl ziemlich verstopft, mein Wasser im Badwaschbecken läuft kaum noch ab. Ursache vermutlich die vielen Katzenhaare der letzten Jahre, denn alles was die Waschmaschine passiert, läuft halt in den Abfluss. Ohne Zwischenfilter, was aber vermutlich schlau gewesen wäre. Najo, ist des Mannes Job, definitiv. Alles was furchtbar stinkt – Ablauf, verweste Mäuse, Biotonne an die Straße und ähnliches – ist Mann-Arbeit. Mir kommt da nämlich sofort der Brechreiz, derweil der Mann fast gar nix riecht. Raucher halt.

Zum Nähen komme ich gerade nicht viel, ich warte auf Vlies aus D für die Krabbeldecke für Ex-Chefin, dann kann ich ihr auch sagen, was kost’ und dann kann sie bestimmen, ob sie den haben will und einen hellblauen für nen Jungen dazu. Wenn nicht ist nicht schlimm, dann mach ich die als Anschauungsobjekt fertig.
Dann will ich dringend meine Kurstasche – also die für die Schneidematte und Zubehör – vergrößern, auseinandergefummelt, also Nähte getrennt,  hab ich die schon. Jetzt kriegt die einen richtigen Boden und Seiten und einen Zwischentrennstreifen mit extra Taschen. Oder so. Weiß noch nicht genau, wie das aussehen soll. Dann ist noch die Tasche für Miriam, eine rot-orange für mich, hm…und diverse andere Projekte halt.
Ich habe immer noch nicht Bescheid bekommen, dass mein Flanellquilt fertig ist hmpf. Ich glaub, da geb ich nix mehr hin, dauert mir zu lange und ich krieg keine Auskunft vorher, wann ich das abholen kann. Tss.

Langsam verstehe ich auch den Unterschied zwischen diesen ganzen Longarmquiltmaschinen, also Freihand geführt und Computergesteuert und Schablonengesteuert. Aufregende Welt in jedem Fall und ich bin sowas von scharf drauf das zu lernen….ich hoffe so sehr, dass sich da mal ne Chance ergibt.

Die Tage gemerkt: schlechte Angewohnheit. Soviele Jahre kein/wenig Geld gehabt und rumgejammert und chronisch alle paar Tage alle Konten gecheckt, ob sich noch was von a nach b verschieben lässt und so, dass ich das ganz schlecht abstellen kann, obwohl es ja jetzt fast vorbei ist. Gucke also chronisch auf der deutschen Bank, ob die Zahl immer noch grün ist (ja klar, weil ich da ja immer was hinüberweise und außerdem nur 2 feste Sachen jeden Monat abgehen, Berufsunfähigkeitsversicherung und Bausparen). Und chronisch auf allen anderen Konten checken, obwohl ich genau weiß, dass da nirgendwo ein Minus ist, wenn auch kein großes Plus.
Ich kann zwar keine großen Sprünge machen und es sind immer noch ein paar Sachen, die gemacht werden müssen und die sich halt angehäuft haben weil ewig verschoben (z.B. Inspektion und dringende Ölwechsel beim Jeep), aber generell kann ich alle meine Rechnungen sofort bezahlen. Das hab ich allerdings immer, kann mich rühmen bisher immer zum Verfallsdatum überwiesen zu haben, bis auf zwei oder drei, die schlicht verbummelt wurden, z.B. die erste neue Müllrechnung hatte ich hundertpro nicht bekommen, bis sie dann beim Aufräumen irgendwo ganz unten auftauchte.

Jedenfalls will ich mir das ein bisschen abgewöhnen und etwas entspannter werden, wobei das natürlich bei Mitte August erfolgendem Wechsel von 100% Krankengeld auf 61% Arbeitslosengeld leichter gesagt als getan ist. aber das wird schon, ich merk nur langsam, dass ich eigentlich doch echt mal richtigen Urlaub brauche.
Reif für eine kleine Norwegentour quasi ;-) .
Mal schauen. ich werde versuchen, mir nach dem 13. August 10 Tage frei zu nehmen aus dem Projekt. Mal gucken ob das klappt. Einfach wieder zu früh angefangen würde ich mal sagen.

Letztes WE Oslo

Ein sehr nettes Wochenende.
Auf minimalistische Designhotels steh ich allerdings nicht so, vor allem, wenn man auf dem Klo keine Privatsphäre hat wegen der tollen durchsichtigen Glasscheiben hinter und neben dem VOR dem Bad liegenden Waschbecken.
Mit Fernglas hätte man von den Wohnungen der anderen Straßenseite bis auf unser Klo gucken können, ganz klasse.

Das Schönste am Reisen ist das nach Hause kommen und wieder im eigenen Bett liegen.

Bin reichlich sonnenverbrannt weil vier Stunden im Vigelandpark rumgelümmelt am Sonntag. Sehr nett anzusehen, alles was auf dem Rasen lag waren Osloer und alle die rumliefen waren Touristen. So ziemlich jedenfalls. :-) )
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Und jetzt geh ich mal zum Schweden, das letzte Mal ist ein paar Wochen her und eigentlich weiß ich gar nicht, worüber wir überhaupt noch reden sollen. Hmpf. Ich kann ihm ja vom NAV-Projekt erzählen.
Dem Mädel hab ich die Gelegenheit zum Vorstellungsgespräch verschafft, das ist jetzt gleich um 11 Uhr. Ein Netzwerk ist schon was Feines. :-) Ich hoffe nur, das wird was, denn dann würde ich nämlich meinen Knaben versuchen auf Dauer bei den Sommerjobbern vom Grünamt abzuladen. Ich treff mich ja erst am 9.August wieder mit dem Leiter vom NAV und das ist mir zu spät.
Ich komm irgendwie nicht mehr so richtig in den Quark, mich um meine eigenen Bewerbungen zu kümmern, verdammt.

Vorletzter Vorhang UDI

Der Mann hat um 8.05 h die Nummern 16 und 17 gezogen.
Um 8.30 h wurde der erste Schalter geöffnet.
Wir waren dann die dritten am EU-Schalter, nachdem ich mich dezent frech an zwei Frauen vorbeigeschoben hatte – die auch nix protestiert haben, dafür gespuckt haben dürften als es sich bei uns ewig hinzog, hehe.
Alle Papiere abgegeben, Quittung erhalten, 6 Monate max. Wartezeit. Bin ja gespannt ob ihnen auffällt, dass ich gar nicht mehr beim Arbeitgeber bin, dessen Arbeitsvertrag ich beigelegt habe.
Abgesehen davon, dürfte sich das Problem in 6 Monaten eh erledigt haben *lol*, mal gucken wo ich dann arbeite.

Insgesamt waren wir nach einer Stunde wieder raus, das finde ich durchaus akzeptabel für die Behandlung von 2 Anträgen auf dauerhaften Aufenthalt inkl. Kopieren einiger Unterlagen.

Block 3 – ‘Bauernhoffreunde’

Block 3

Und lange währt das UDI

Der erste Versuch, die Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern, endete damit, dass ich irgendwann Mittags aufschlug, die Nummer 80 zog, derweil an der Leuchttafel 25 stand.
Daraufhin die Nummer zerknüllt und die Lokalität verlassen.

Der heutige zweite Versuch endete mit einem ähnlichen Ergebnis, als ich um 8.10 Uhr die Nummer 22 und 23 zog. 20 Minuten BEVOR die Ausländeramt-Außenstelle überhaupt öffnete.
Nur, dass ich diesmal jemand anderen mit der Nummer beglückt habe.

Ab nächste Woche ist der EU-Schalter aus den Ferien zurück, dann werde ich mein Glück noch ein drittes Mal versuchen *grr*. Oder ich verschiebe es gleich mal auf August. Immerhin läuft meine Aufenthaltserlaubnis eh erst am 26.8. aus und die Bearbeitung der neuen – eine dauerhafte – dauert ungefähr 6 Monate. *lol*.

Neues vom Projekt

Gestern den Bescheid bekommen, dass das Land den Geldhahn erstmal wieder zugedreht hat. Somit kommen also keine weiteren Teilnehmenden in meine Gruppe. Und sollte die beiden sich einen Job finden, dann bin ich den meinen los. *gg*. Sehr albern. Ich kann umso weniger verstehen, wieso man diese Maßnahme nun unbedingt noch im Juli in den Ferien starten musste, statt bis August zu warten. Tsstss.