Arbeitsärger

Hatte ich schon von der geplanten Personalkürzung geschrieben? Sicherlich nicht nur einmal.
Jedenfalls – bevor ich mich hier wahnsinnig und völlig sinnlos aufrege – kam dann so schwupps der neue Arbeitsplan und ich habe gleich gesagt, ich würde den nicht akzeptieren und mich erstmal informieren.
Neue Chefin plant in Landeschef-Auftrag völlig unbeschwert und rechtsbefreit vor sich hin, kürzt mir in gutem Glauben 5 Stunden die Woche, mit genauso vielen Arbeitstagen wie vorher, ich habe noch genau zwei  Siebenstunden-Schichten, der Rest sind kurze ohne Pause, über die Hälfte von 15-20.30 h. Nein danke.
Die Gewerkschaft ist kontaktiert, mein Gefühl hat mich nicht getrogen, die Kürzungen sind so nicht legal. Habe dann heute nach Absprache den halben Tag mit Nachweis meiner Stunden erbringen und wie es war und Erklärungen verbracht und der Gewerkschaft eine Mail geschickt und die helfen mir hoffentlich – oder ganz sicher – die richtigen Briefe zu verfassen und  Einspruch einzulegen.

Das kann ja noch heiter werden. So oder so werde ich mich ab Herbst nach neuen Stellen umgucken, will aber eigentlich gerne da bleiben, sofern ich auch (wie die anderen festen Kolleginnen) meine 80%-Stelle behalten kann.
Aber so unverschämt wie der Landeschef ist und so desinformiert wie unsere neue Chefin ist, werde ich mich in jedem Fall so lange auf die Hinterbeine stellen wie geht und mir meine Rechte ggf. einklagen. 🙂

2 Kommentare

  1. Erstmal ruft die HK-Trulla meine Chefin an. *lol*. Wir beginnen schonend. Das Gute an allem Wehren hier ist, dass ich mich ja nicht gegen meine rechtlich und generell ahnungslose neue Chefin wehren muss (die mir sowieso leid tut, weil sie ja erst quasi am ersten Arbeitstag erfahren hat, dass sie gleich mal Kürzungen durchführen darf, von Rechtslage hat sie eh keine Ahnung, woher auch, und eingearbeitet wurde sie im Turboverfahren in zwei Tagen). Aber der Landeschef dürfte schwer spucken. Andererseits kann ihm dann ja auch egal sein, bei wem die Stunden eingespart werden.
    Die nach mir gekommene von der Deko hab ich mal gefragt, was sie denn machen würde, wenn man ihr 20-40% kürzen würde, die sie im Laden hat (die Dekostelle ist nur 60%), sie meinte entweder was Neues suchen oder wenns mit der Kohle des Gefährten reicht eben nur 60% arbeiten. Öh ja, dann brauch ich mir auch keine Kopp machen. Und die Vikarin hat schon lange gewusst, dass sie keine richtige Stelle kriegt, auch nicht mein Problem, wenn sie sich immer wieder Hoffnungen auf 100% gemacht hat, die ja keiner bei uns hat und kriegt.
    Die eine Aushilfe sagt, ach, ich bleib so lange sie mich wollen, wenn nicht ist auch gut. Und die anderen drei Aushilfen sind jung und gehen zur Schule oder studieren. Ergo, niemand wegen der ich ein schlechtes Gewissen haben müsste 😀

  2. Recht haste – wehr dich! möglicherweise mobben sie dich trotzdem raus, dann aber zu deren Lasten. Bei wurden sie damals ganz schnell etwas kleinlauter, als ich mit dem Gewerkschaftsanwalt da aufgelaufen bin – hat an der Kündigungs-/ Mobbingsthematik nichts geändert, sie aber reichlich Geld gekostet und mir die bezahlte Freistellung gebracht.
    *daumendrück*