Barcelona – Essen

Vier Tage lang leckeres Essen. Ich hab mich noch nicht getraut zu gucken, ob das Spuren hinterlassen hat. 🙂

Die Norweger klagten ĂĽber das spärliche FrĂĽhstĂĽck. Hm….verschiedene Brötchen und 2 Sorten Brot mit Toaster. Eier. Joghurt. FrĂĽchte geschnitten und ganz. Viele Marmeladen. FrĂĽhstĂĽcksflocken 5 Sorten plus getrocknete FrĂĽchte und NĂĽsse.
Unendlich viele sĂĽsse Teigteilchen.
Aber ja, da war der Haken….nur 2 Sorten Wurst und eine Sorte Käse. Uff. Ich fands lecker und okay das FrĂĽhstĂĽck.

Generell war ich ĂĽberrascht, wieviele meiner norwegischen Mitreisenden Probleme mit dem Essen hatten bzw. der ‚kenn ich nicht, mag ich nicht‘-Fraktion angehörten. Und ich dachte immer, ICH wäre mäkelig mit dem Essen….

Der Herzliebste und ich haben jedenfalls vier Tage geschwelgt.

Mittag- und Abendessen sind sehr reichhaltig ausgefallen, vermutlich weil die spanische Art (mittags viel weil lange Pause) mit der norwegischen Art (warmes Abendsessen) kombiniert wurde.

Zuallererst gab es immer Knobi-Tomaten-Brot. Entweder fertig oder zum selber machen.
Dazu geröstetes Weissbrot mit einer Knobizehe einreiben, dann mit einer halben Tomate kräftig abreiben, dann Salz draufstreuen und mit Olivenöl beträufeln.

essen1

Am ersten Tag hatten wir bei den Vorspeisen/Tapas frische Calamarisringe (auf dem Foto leider schon aufgegessen), frittierte Sardinen und frittierte Babytintenfisch, so anderthalb bis zwei Zentimeter gross und kleine scharfe grĂĽne Paprika (von denen hab ich allerdings auf des Herzliebsten Rat hin die Finger gelassen) –> wenn er etwas scharf findet, tränen mir die Augen.

essen2

Danach dann Salatherzenblätter mit Lachs und Minitomaten/Möhrenraspel.
Danach frittierte Kartoffelspalten mit irgendeinem mir mässig schmeckendem Stück Rind.
Als Nachspeise mit dem Strohhalm zu schlĂĽrfenden frischen Zitronenschaum.

Lecker und pappsatt.

Am Freitag hatten wir eine kleine Fahrradtour zu einem Weingut. Ich habe Mandelbäume mit Mandeln dran gesehen, eine frisch gepflückte Dattel gegessen, sowie grüne und blaue kleine aber sehr saftige Weintrauben direkt vom Rebstock gekostet.
Nach der Führung (und der Weinprobe *gähn*) mit dem Bus zu einem kleinen Landgasthaus gefahren worden. Dort gab es u.a. diesen sehr leckeren Salat, mit Ziegenkäse auf geröstetem Weissbrot und in Balsamicoessig eingelegte Rosinen und Nüsse als Dressing.

essen3

Danach dann Pommes mit Aioli (mit Knobi und Ei verrĂĽhrtem Olivenöl, ähnlich wie Kräuterbutter, nur mehr Mayonaise-Konsistenz) und Fleisch. Das BlutwurststĂĽcken habe ich dem Herzliebsten rĂĽberegreicht *schauder*, die andere Wurst war sehr nah dran an guter grober deutscher Bratwurst (Norweger neben mir ’nee, die ess ich nicht, da weiss ich ja nicht was drin ist‘.). Dann ein StĂĽck Lamm (sehr fettig) und ein StĂĽck Kaninchen (ganz okay).

essen4

Nachtisch: Creme Brulee oder irgendwas anderes ekelhaft Süsses. Ich bin einfach kein Fan von Nachspeisen. Aber immerhin probiert hab ich 🙂

Für die übrige Zeit kann ich mich noch an zwei Stücke Frischkäse in Räucherlachs gewickelt erinnern, sowie lecker Salat, und an ein internationales Buffet bei der Flamenco-Show. Das Buffet war auch sehr lecker, aber doch eben sehr auf ein Weltpublikum eingerichtet. Von deutschem Kartoffelsalat über spanische Tapas zu Käse- und Kartoffelkroketten und tintenfischschwarzem Reis. Und verschiedenen Nachspeisen.

Auf jeden Fall lecker und da fahr ich wohl noch mal hin. Und keinesfalls zu vergleichen damals 2003 mit dem Restaurant-Reinfall in Bilbao mit einem Freund, als ich ein ganzes Brathuhn und er einen grossen Kartoffelkuchen, beides ohne alles, serviert bekamen. 🙂

Kommentare sind geschlossen.