Bewerbungstel und Putzwut

Ich habe soeben endlich bei dem Küchenerneuerer angerufen. Und damit dann ein 15-minütiges Bewerbungsgespräch auf Norwegisch hinter mich gebracht, ohne auch bloß nach einem Wort zu suchen und ich habe fast alles verstanden, bis auf wieviel die Kilometerpauschale beträgt *gg*. Was ja auch erstmal nicht sooo wichtig ist. Wobei halt jeder Monteur ein eigenes Varebil (steuerbegünstigtes 2
Personen-Auto, z.B. Opel Combo oder sonst ein Kleintransporter) haben muss. Also, nicht von der Firma gestellt, sondern selber besitzen. Was hier aber wieder völlig normal ist.

Jedenfalls will er keine Unterlagen mehr, sondern ist mit den von mir erhaltenen Infos erstmal zufrieden und meldet sich dann nächste Woche, wenn sie beschlossen haben, wen sie treffen wollen. Und ich bin auch
schlauer und habe alle Fragen beantwortet bekommen. War ein netter Plausch und ich fand ihn zumindest am Telefon sympatisch.
Ich finde es hier in Norwegen immer wieder erstaunlich, wie wenig Wert auf Papierkrams gelegt wird und wie hoch die Selbstständigkeit hier bewertet wird. Ist mir in Deutschland nie so bewusst geworden. Im
Gegenteil, ich hatte immer Jobs, wo ich eigentlich immer den Chef fragen musste und selbst eh nix entscheiden durfte. Oder wie im Gleichstellungsrat, wo wir untereinander viel diskutiert haben und dann
zusammen entschieden wurde. Wobei aber letztlich auch nix ohne die Gleichstellungsbeauftragte gemacht werden konnte.

So. Stunden später.

Nach dem Gespräch hat mich dann die Putzwut gepackt und bis auf Wohn-Küchen-Bereich ist alles frisch und fit. Jetzt noch mal schnell was essen und dann ist noch Personalmøte in der Post. Mit dem Punkt
‚Zukünftige Besetzung der Post‘. Da bin ich ja mal gespannt.

Jedenfalls geht’s mit jetzt nach dem Telefonat wieder gut. Alles Schlimme weg 🙂

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