Bürobeschreibung

Ich komme drauf, weil gerade wieder die Möwen um mich herum schreien.
Unser Büro ist mitten in der Fussgängerzone, nur ein Quartal, bzw. eine Querstrasse von meinem alten Arbeitgeber entfernt.
Ich werde solange es geht mit dem Bus fahren, denn da Fahrtkosten schon in meinem Gehalt enthalten sind (nicht legal, aber naja, noch verhandelbar), sehe ich nicht ein, dass ich mit dem Auto in die Stadt fahre und dann die horrenden Parkgebühren zahle. Aber das regelt sich schon, wenn es dann soweit ist.

Das Gebäude in dem wir sind ist aus den End60ern, dementsprechend wenig schön ist das Treppenhaus. Im Erdgeschoss (und Kellergeschoss) sind Geschäfte. Im ersten bis vierten hat sich die Kommune eingemietet mit der staatlichen Flüchtlingsaufnahme, sowie irgendwelchen pädagogischen Diensten. Die 5. Etage ist vor 10 Jahren nachträglich aufgesetzt und enthält neben 2 Physiotherapeut-Praxen eben unsere Büros.
Fenster auf 3 1/2 Seiten.

In meinem Büro habe ich genau 5 Fenster an zwei Seiten, alle mit Holzjalousien, die ich auch fleissig nutze, denn ich habe gleich morgens um 8 Uhr Sonne auf dem Schreibtisch bis irgendwann mittags. Schön und gar nicht störend, weil halt Jalousien.

Der Schreibttisch ist ziemlich gross und noch ziemlich leer, das Einzige nervige ist die alte Maus mit Kugel, aber ich werde mir morgen eine neue mit Laser kaufen und die Quittung abgeben.
Der Unterscheid zu modernen Mäusen ist echt gewaltig, alleine der Widerstand beim Bewegen ist fühlbar.

Hinter mir steht ein Haufen IT-Krams, alte Computer sowie Werbebroschüren. Aber wo ich mich gerade umdrehe und gucke was sonst noch so da liegt sehe ich, dass der Haufen schon kleiner geworden ist.

Sie haben hier ziemlich viel Kirschefarbenes Holz verarbeitet, vom Parkett (mit Einlegearbeiten) über Türen und Rahmen. Eigentlich recht angenehm.
Durch die Holzjalousien kann man die Fenster leider nicht ganz aufmachen, aber vermutlich bin ich eh die Einzige, die hier je ihr Fenster aufreisst. 🙂

So, gleich kommt ein Architekt und ich soll mit dem Chef und ihm über ‚mein‘ Grundstück für 2 Einfamilienhäuser sprechen. Das Gründstück enthält bisher Garagen, ist aber schon vor 10 Jahren umreguliert worden. Bisher hat sich keiner drum gekümmert, es war halt ein Teil des Firmenguthabens, aber jetzt soll es endlich bebaut werden und wird dann wohl mein erstes ‚eigenes‘ Projekt werden, an dem ich mir die Zähne ausbeissen darf.
Daneben bin ich noch an einem ziemlich grossen Neubaugebiet mit beteiligt und recherchiere gerade für ein Thema, mit dem sich die Firma in Zukunft eventuell beschäftigen möchte. Total spannend.
Ich habe dazu schon Freundschaft mit dem Statistischen Zentralbüro geschlossen, die haben ganz fantastische Datenbanken, wo man sich die Daten die man braucht selber zusammenstellen kann, sofern es die da schon gibt. Gibt es die nicht, dann kann man denen eine Mail schicken und die suchen das dann zusammen. Sehr fein.

So. Jetzt gehts ans Arbeiten.

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