Archiv für die Kategorie ‘andere Tiere’

Katerbesuch und Wachsunfall

Gestern Nacht wache ich vom Knurren unter dem Bett auf.
War es das Wimmel, welches sich nicht wieder beruhigen wollte.
Knipse ich mühsam meine Augen auf den Türspalt, leuchten mich da zwei unbekannte Katzenaugen an. Ein schwarzes Langhaarmonster von Kater.
Ich schieße angesichts der Frechheit, sich durch die ganze Wohnung bis nach unten in den Keller gewagt zu haben empört aus dem Bett hoch, der Kater die Treppe hoch, ich hinterher.
Im Wohnzimmer verlier ich ihn aus den Augen, kein Wunder, ist ja dunkel. Knipse Licht an und denke noch ‘Gar nicht die Katzenklappe gehört’, als es mächtig knallt aus Richtung Schlafzimmer.
Hat sich das Katermonster wohl vertan und ist beim Hechtsprung nach draußen an die Scheibe geknallt.
Er wartend auf dem Bett, ich Balkontür aufreißend und ihm beim Raushechten noch einen Klapps auf den Po versetzt.

Hoffe er ist so erschrocken, dass er nicht wieder kommt. Grr. Ist also wieder Saison für nicht kastrierte Kater auf Liebesjagd. Immerhin kommt es nicht oft vor, dass fremde Katzen die Katzenklappe oben auf dem Balkon entdecken – nur erreichbar über die Klettertour über das mürbe Rankgitter.
Findet man nur, wenn man die Besitzerkatzen dabei beobachtet. :-)

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Heute mit Freundinnen essen gewesen. Dazu Freundin A vom Rande des Nichts abgeholt, dabei festgestellt, dass des Combos Zusatzscheinwerfer von mächtig Licht werfen.
Meine nagelneuen – heute erst fertig genähten – Oberteile, eine einfache Weste aus Thaiseide, sowie ein Schlabberteil aus dunkelrotem Viskose-Jersey, haben dabei leider Schiffbruch erlitten.
Als – typischer Frauenfehler – Freundin B quatschend nach der stoffgebundenen Speisekarte griff, auf deren Rand aber der 35cm hohe Kerzenleuchter mit Kugelkerze stand.
Die dann trotz unbewusst ausgeführtem Hechtsatz meinerseis auf der Bank auf mir landete. Bevor ich mitkriegte, dass ich eine brennende Kerze auf dem Schoß habe, hatte Freundin A diese bereits wieder aufgerichtet.
Derweil ich – Wachs von Arm, Fingern und teilweise Gesicht pellend – um meine Fassung rang, um nicht Freundin B an dieser Stelle mit unfreundlichen Worten die Freundschaft zu kündigen.
Die linksseitig ziemlich mitgenommenen Klamotten dann auf dem Frauenklo gegen meine Sweatjacke getauscht, damit ich nicht den Rest des Abends pellend da rumsitze. Und diese Klamotten dann Freundin B für Wachsentfernung in die Hand gedrückt. Pffft….
Aber das Essen war echt lecker, und obwohl es indisch war, war es echt nett mild. ich glaub ich habe ziemlich viel Curry im Mangohuhn gehabt, aber ich habe überlebt ;-)
Kann man durchaus allein schon wegen der sehr feinen Einrichtung und Atmosphäre noch mal hingehen.
Preise wie überall in Norwegen recht üppig.

Der Dachs

Jahaha, wir leben ja auf dem Land. Quasi.
Und da gibt es neben vielen Katzen, Hunden, Mäusen und Ameisen auch noch andere Tiere. Gut, die Vogelpopulation hat Kittie etwas geschrumpft die letzten Jahre, aber na gut. Dafür haben wir ja zwei Vogelimbisse-nistkästen und helfen beim Nachwuchs produzieren.

Jedenfalls es gibt hier auch Tiere, die ich so als Großstadkind eher seltsam finde. So habe ich doch tatsächlich schon einen schwimmenden Biber gesehen bei uns im Fluß, kannte ich ja nur vom Bild bisher. (Ist das jetzt eigentlich peinlich?)
Und in unserem Garten, bzw. in unserem Wohnviertel lebt ein Dachs.
Unter dem Johannisbeerstrauch -baum ist eine Winterhöhle.
Die Tage muss ihn irgendwas gestochen haben, jedenfalls flitzte er von gegenüber über die Straße vorbei am Mann und zwei Nachbarn im Plausch und unseren Hang runter. Ich hab es leider nicht gesehen.
Und vor ein paar Nächten – so gegen Mitternacht – hörte ich ihn gar ganz schauerlich grunzen und brüllen, sah seine Augen im Licht reflektieren und er flitzte durch die Dunkelheit quer über unseren Hang zum Nachbarn und weiter.
Eigentlich kann ich den Weg nur anhand seiner Geräusche beschreiben.
Sehr schauerlich und ich hoffe nur, dass Kittie sich nicht eines Nachts von ihm erwischen lässt. Auch wenn Dachse angeblich Schisser sind, Kittie ist auch eine Angstkatze und dann kommt es wohl drauf an, wer mehr Angst hat. Oder so.

Jedenfalls hoffe ich nun im Sommer mal selber einen Blick auf das Tier werfen zu können. Kenn ich ja nur aus dem Fernsehen. Oder dem Zoo. :-D

Viele viele Ameisen

Als die Untermieterin sagte, sie hätte da irgendwie ein paar Ameisen in ihrem Küchenteil, da sagte ich, ja ja, ich kauf dir ein Mittel dagegen und sah das Ganze noch relativ gelassen.
Das es sich nicht um die kleinen normalen Zuckerameisen handelte, sondern um eine Nummer größer – naja, was soll’s.

Als sich die dann allerdings plötzlich in größerer Anzahl auch in unserer Küche einfanden – und NICHT etwa an der Außenwand….da kriegte ich gleich mal einen kleinen panischen ‘Wir brauchen einen Kammerjäger und verkaufen das Haus’-Anfall.
Nicht dass mir Ameisen an sich was ausmachen – ABER NICHT IN DER KÜCHE und schon gar nicht wenn nicht auszumachen ist, wo sie herkommen. Bzw. wenn es so aussieht, als würden sie aus der Zwischendecke oder Zwischenwand kommen, also schon einen verdammt langen Weg im Haus zurückgelegt haben.
Und nein, ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, ob es sich dabei um eine der holzfressenden Arten handelt (eigentlich weiß ich es auch immer noch nicht, aber egal, zuviel Wissen ist eh nicht gesund).

Der Ameisentötungsfachhandel gibt drei Sorten Gift her. Solches welches in Wasser aufgelöst wird, eher unpassend der Gedanke mit der Gießkanne die Arbeitsplatte zu wässern. Dann Pulver zum Ausstreuen, auch nicht so ganz einfach. Wie sieht denn das aus, wenn sich an unseren Fußleisten ein Sandweg langzieht und unter die Küchenschränle komme ich damit auch nicht. Und dann noch die neugierigen Katzen, wo Nandi doch eh schon alles rumliegende Plastik in sich reinschlingt. Ja nee.
Blieb nur die traditionelle Dose mit Lockmittel. Eigentlich nur für die ganz kleinen Ameisen gedacht. Hm.
2 Stück kosteten unglaubliche 135 NOK/ ca. 12 Euro. Humpf.
Hab ich dann unter der Spüle am Abflußrohr unter die Schränke gewürgt, krieg ich auch ganz sicher nie wieder raus, aber macht ja nix, wenn da so ein paar Leichen rumliegen. Ameisen stinken ja sicher nicht wenn sie denn tot sind oder so.
Nun hab ich zwar auch welche im Flur entdeckt, aber die Küche scheinen sie immerhin zu meiden.
Hm….vielleicht kauf ich doch noch mal das Pulver?
Oder ich warte noch zwei Wochen und wenn dann keine mehr da sind, dann hat die Dose wohl doch geholfen und wir haben einen Ameisenstaat vernichtet.
Krieg ich ja gleich ein schlechtes Gewissen bei, aber was müssen die sich auch unser Haus aussuchen.
Der Garten ist doch groß genug, sollen sie da hingehen, da ist genug Platz und da können sie dann auch in Ruhe und Frieden leben.

fliegende Springmäuse und der Tagesplan

Dachte ich irgendwie, nach zerpflückten Vögeln kann es nicht schlimmer kommen?
Vorgestern erwische ich Kittie dabei, wie sie bis über die Schultern in meiner Tasche steckt. Diese Nylon-Collegetasche, die ich mit zur Arbeit nehme. Ich denk schon, jetzt vergreift sich dieses freche Biest schon an meinem Brot oder dem Schinken, der da in der geøffneten Originalpackung drinliegt.

Als ich dann mühsam die Katze aus der Tasche zerre, seh ich es gerade noch im Taschenchaos braun wuseln. Hat diese Katze doch irgendwie schon wieder an uns vorbei eine lebende Maus ins Haus geschafft?
Und diese hatte noch nicht mal den lähmenden Schock, den die anderen immer hatten. Als ich nämlich wild fluchend meine Tasche zur Terrassentür trage und dabei ein Teil nach dem anderen rausnehme, um diese Maus auch zu finden, wuselt es munter weiter. Und wo ich dann mit der Tasche draussen bin und eine neugierige Kittie neben mir sitzt, springt die Maus plötzlich mit einem Megasatz aus der Tasche, überbrückt die 3 m zum Abhang mit zwei weiteren Sprüngen und ich seh noch, wie sie ausgebreitet über den Abhang fliegt. Kittie hinterher und weit weniger elegant. Ich glaub, sie hat die Maus nicht mehr gekriegt.

Der Deutschkurs gestern ging gut, Ralf war zu Besuch und wir haben quasi ein deutsches Gespräch geführt. Für das letzte Mal wurde dann Kuchen angefordert, ausserdem bin ich schon dabei, mir ein paar Sprachspiele auszudenken, damit die Zeit nicht so lang wird.

Der Plan für die nächsten Tage: Heute länger arbeiten weil Inventur, nebenbei soviel an Privatkrams fertigmachen wie geht, z.B. meine vor Monaten bestellte Tür, die schon zum zweitenmal jetzt beschädigt wurde, Sockelleisten für die andere Seite der Küche, wo Küchenoberschränke ein Dasein als Unterschränke fristen.
Fussleisten fürs WoZi und Abdeckleisten für die Haustür aussen. Møglichst auch noch Feuerholz schneiden. Samstag bei der Post, nachmittags unseren Flur streichen. Sonntag zusammen mit Ralf noch zwei Zimmer Parkett beim Laborarzt verlegen und falls dann noch freie Zeit ist, beim Streichen helfen. Die Familie des Laborarztes möchte ja demnächst einziehen :-)

Nächste Woche Überstunden in der Firma, bzw. wir müssen noch die 15 Stunden einarbeiten, die wir im Februar in Dublin waren. Und die möchte ich gerne vor den Ferien weggearbeitet haben. Besser ist. Ich habe noch nichts von dem Küchenmann gehørt, also drückt mir bitte die Daumen. Diese Stelle hätte ich nämlich gerne…

Also, an dieser Stelle schon mal ein schönes Wochenende, ich muss jez mal arbeiten.