Da twittert man so harmlos und dann?

Ja dann hat man einen Journalisten im Nacken der zwischen den Zeilen liest. Grrr.
Hatte ich doch vor einigen Tagen recht spontan einen Dolmetschauftrag in einer Behörde in einer norwegischen Stadt ein paar Fahrtstunden von Kristiansand weg. Das war doch jetzt schön neutral gesagt oder? *lol*.
Jedenfalls, wenn man so einen Auftrag kriegt, dann weiß man nur wo man wann bei wem sein muss. Ich twitterte dann auf dem norwegischen neuen Account, ich wäre unterwegs nach Stadt X, nach Jahren mal wieder dolmetschen.
War dann auch sehr interessant und lief in meinen Augen sehr gut, auch wenn ich fachlich nicht viel verstanden habe. Habe dann abends Zuhause erst mal gegoogelt, um was es eigentlich ging und dabei festgestellt, dass es eine größere Betrugssache ist. Dann noch schnell mal was online nachgeschlagen und zu dem Ergebnis gekommen, dass es irgendwie spannend ist mehr zu wissen als in der Zeitung steht. Diesen Satz getwittert ohne Nennung von Namen aber mit dem dementsprechenden Vermerk. Was dann einen lokalen Journalistdeppen hat aufmerken lassen, der mich heute morgen dann gleich mal angerufen hat und mir ganz leutselig Details aus den Rippen leiern wollte. Woraufhin ich ihn auf meine Schweigepflicht hingewiesen habe, er dann meinte, ich hätte ja schon alles getwittert und da wäre das dann ja quasi schon gesagt. Ich habe dann nix gesagt und mich auch nicht austricksen lassen und nur etwas rumgejammert und armesHasi-Getue. Er hat dann wohl gemerkt, dass er von mir nicht viel Info kriegt, und wollte sich dann noch mal melden, wenn er vom Dolmetschdienst die Freigabe kriegt.
Die Dolmetschchefin weiß Bescheid, die haben natürlich auch Schweigepflicht und da sie meint, ich hätte mich super verhalten und auch nicht meine Schweigepflicht gebrochen, kann ich mich ja wieder abregen.

Trotzdem. Immerhin was gelernt dabei 🙂 Schreibe immer neutral und benutze keine Hashtags 🙂

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