damals..Tischlergeschichten

Wenn ich nicht langsam mal aller Welt erzählen kann, dass ich nächste Woche probearbeiten dann platz ich noch. Wobei ich es besser nicht in der Post erzähle 🙂 Jedenfalls nur dem Schneckchen und meiner Lieblingskollegin, die sind auf ‚meiner Seite’. *gg*

Ausserdem will ich ja auf der anderen Seite eigentlich gar niemandem das erzählen, weil wenn es schief geht, dann is wieder doof.

Wie kann man eigentlich mit 32 nach unzähligen Jobneuanfängen noch so aufgeregt sein? Unglaublich. Wahrscheinlich kann ich mich noch freuen, dass sich das so spontan ergeben hat und ich nicht noch eine leere Woche dazwischen habe.

Sondern nur einen Sonntag. Ich hab furchtbar Angst, dass ich es vermassel.

Wann hab ich das letzte Mal was an einem 4-kanthobel gemacht? Muss so in der Ausbildung 94 gewesen sein. Wir waren die Gruppe, die aufgrund von Terminschwierigkeiten erst Mitte des dritten Lehrjahres den Maschinenschein gemacht hat. Normal ist Anfang/Mitte des zweiten Lehrjahres. Das Dumme daran war, dass ich so ziemlich als einzige eine Firma hatte, an der ich ohne Maschinenschein keine Maschine anfassen durfte. Und was ist daran schon sinnvoll, in der Ausbildung zum Tischler mehr als ein Jahr nur mit Handmaschinen zu arbeiten.

Geschweige denn, dass meine Firma überhaupt irgendwas an modernen Maschinen gehabt hätte. Alle Hobelmaschinen hatten keine Bremse und sind endlos nachgelaufen. Ebenso wie die Kreissäge, an der jegliches Schutzzubehör fehlte. Beim Maschinenlehrgang hab ich mich dann auch voll blamiert, weil ich diese ganzen Schutzsachen noch niemals vorher gesehen hatte.

Eine Woche vor unserem Lehrgang hat sich übrigens jemand mit der Kreissäge in den Fuss gesägt. Dachte, er müsste sich auf den Schlitten setzen und das auslaufende Blatt mit dem Schuh bremsen. Ja hallo?? 99% der Tischlerunfälle passieren aus persönlicher Dusseligkeit. Weil man die Schutzeinrichtungen umgeht oder ignoriert.

Unser Teilzeitazubi (weil er so oft gefehlt hat) wollte was von der Furnierpresse runterholen. Ist dazu nicht auf die Leiter sondern auf die Stanze geklettert. Abgerutscht, mit dem einen Turnschuh (!) hängen geblieben, mit dem anderen unten die Druckluft ausgelöst. Und gestanzt. Glück gehabt, die Stanze hat genau zwischen seinen beiden Zehen den turnschuh ausgestanzt. 🙂 Dabei sind Tischlergeschichten meistens blutig. Da gab es doch noch…..genau, die Geschichte vom Meister, der Abends alleine in der Werkstatt seinen Arm in die Fräse gesteckt hat und verblutet ist. Okay, ich hör ja schon auf 😉

Und kümmer mich mal um Postsachen jetzt 🙂

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