der Dänemarktag und endlich Frühling

Dänemark war sehr nett am Freitag.

Die Schnellfähre für den Hinweg: Die Geschwindigkeit ist schon beachtlich, aber auch bei sehr ruhiger See sehr schwankend. Also nicht die Geschwindigkeit, sondern das Boot selbst. Man sitzt eigentlich wie
im ’nem Reisebus und großartig was machen kann man während der zwei Stunden Überfahrt auch nicht. Sich den Wanst vollfuttern oder sich durch den ziemlich winzigen Shop schlängeln. Und natürlich gibt es
reichlich Spielautomaten für die Norweger zum Daddeln.

In Hirtshals dann Sonne und Wärme und echter Frühling. Die Läden hatten teilweise für die Norweger geöffnet, es gibt auch einen dänischen Schlachter, der hier in Ksand immer Werbung macht für seine Ware. Klar, ist ja alles auch wesentlich günstiger da und 10 kg Fleisch/ Fleischwaren/ Käse darf man ja pro Person auch bei Fahrten unter 24 Stunden Aufenthalt importieren in Norwegen.

Hirtshals ist echt ein super schönes kleines Städtchen mit wunderschönen STEINhäusern (wusste gar nicht, dass ich Steinhäuser so vermisst habe). Wir sind ein bisschen spazierengegangen durch den Ort,
haben die Bunkeranlage begutachtet und sind dort auf den Wegen direkt am Strand etwas lang.

Bei dem Versuch von den Klippen oben direkt an den Sandstrand zu gelangen, bin ich auf einem großen Stein leider abgerutscht und mit dem Schuh im grauen Matsch versunken.
Sie waren dann nicht mehr hellblau, sondern matschgrau und nass und glücklicherweise eigentlich wasserfest, aber etwas Matsch ist in den schuh gelaufen und an meine Hose und deswegen bin ich am Strand dann barfuß gelaufen und deswegen jetzt also wieder ziemlich erkältet.

War aber voll schön und hat Spaß gemacht und schöne Steine und Muscheln haben wir natürlich auch gesammelt. Schon faszinierend, was einer da so vor den Füßen liegt und wo das herkommt und und und. Muscheln und Steine aus dem Meer haben einfach was total Spannendes finde ich.

Die Rückfahrt dann auf der Christian IV mit den üblichen 4,5 Stunden. Erst ein schlechtes Gewissen gehabt und den dann trockenen Matsch etwas auf den Teppichen verloren. Wir haben dann draußen auf Deck gesessen nach der Abfahrt, weil noch genügend Sonne und windabgewandte Seite. Bei dem Versuch, am Stahlgeländer unten mit den Füßen gegenzuschlagen und meinen Matsch loszuwerden, hab ich mir dann ganz pfiffig die Hacke an eine Strebe geschlagen und da das natürlich einige Leute gesehen haben, hab ich meine ganze Energie verbraucht um nicht Rumpelstilzchenartig rumzuspringen und Schmerzenslaute von mir zu
geben. Still stehen kann ja so anstrengend sein. Die Ferse ist jetzt ziemlich blau und dick und tut immer noch weh. Dumm gelaufen. Oder eben auch nicht 🙂

Der Hauptteil der Fahrt war fetter Nebel und man konnte absolut nix mehr sehen. Außer am Kielwasser die Fahrtspurkorrekturen des Kapitäns. Muss stressig sein, nur nach Radar zu fahren und selbst nix zu sehen.

Wir haben dann noch etwas mehr als die erlaubte Menge Zigaretten geshoppt und außerdem einen 3 kg schweren Käse. Weil wir haben hier ja nix zu essen 🙂

Apropos Essen. Ralf ruft, dass der Kassler fertig ist und den werde ich jetzt ganz lecker zusammen mit Kartoffelpü und Brokkoli vertilgen. Bis die Tage oder so. *wink*

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