Der erste Schnee und die Selbstständigkeit.

Okay, okay, jetzt wird es also wirklich Winter. Bah. Es schneit in kleinen Flocken.
Dafür sind es nur noch zweieinhalb Wochen, bis es wieder heller wird, immerhin etwas.

Weihnachten verbringen wir hier, außerdem liegt das so doof am Wochenende, dass ich eh die meiste Zeit arbeite um Weihnachten drumrum. Im Moment überlegen wir, ob wir eigentlich wirklich einen Weihnachtsbaum brauchen odere ob wir auch ohne auskommen.

Letzten Sonntag habe ich erfolgreich im Keller verbracht. Den neuen W-Lan-Laserdrucker installiert.  Ganz fantastisch, kann ich doch jetzt entspannt von oben drucken und mir das später aus’m Keller holen, bzw. brauche ich den Rechner nicht mehr runterschleppen zum Bestellung fertig machen.
Alle restlichen Artikel im Shop eingepflegt, sowie das Lager aufgeräumt und die letzten Kisten mit Stoffrollen beschriftet. Die letzte Lieferung preislich durchgerechnet, dabei ist mir aufgefallen, dass ich auch auf die Fracht meinen Faktor aufrechne, irgendwie dumm gelaufen. Kein Wunder, dass ich mich ab und zu wundere wie hoch mein Verkaufspreis sein muss *seufz*. Ich gelobe Besserung für die nächste Auslandslieferung.
Und ich merke, ich muss mir dafür mal eine Tabelle machen.
Außerdem steht bald die Inventur an, da brauche ich glücklicherweise nur die Warenlagerliste ausdrucken und die Anzahl eintragen. Bei der Meterware halte ich streng Kontrolle und vermindere die Lagerliste wenn ich was verkaufe. Ist zwar noch etwas aufwändig und wird so auch nicht mehr gehen, wenn ich noch weitere Meterware nächstes Jahr kriege, aber das wird schon noch.

Generell ist es ein ewiges Auf und Ab, der November lief recht gut und hat mir wieder Auftrieb gegeben, generell frag ich mich aber, wie ich mehr Leute erreiche. Ich versuche weiterhin Stoffe zu finden, die andere nicht haben und mich an mein Konzept zu halten, nicht zuviele Meterwaren einzukaufen.
Sehe aber, dass ich nicht ganz umzu komme, weil man auch für die Verarbeitung von Pre-Cut noch Beistoffe braucht für Ränder oder Abschlusskanten.

Generell hab ich manchmal das Gefühl ich bin meiner Zeit voraus, sei es die Erwartung nach Onlinebestellung (Wie? Der Vertriebler muss mir das persönlich zeigen und hat keine Artikelnummern online parat? Wie lange soll ich denn auf dessen Besuch warten, wenn allein das Warten auf die Ware schon 4-5 Wochen dauert?) oder auch was meine Waren angeht.
Ich sehe aber Folgendes: alle meine Lieblings-USA-Shops bei denen ich ‚früher‘ privat bestellte haben mittlerweile Fertigschnitte im Programm, auch die, die das 2010 noch nicht hatten.
Schnitte für Fertigzuschnitte sind dabei, endlich die deutschen Quiltmagazine zu erreichen und abgedrukt zu werden.

Also wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis das auch zu uns rüberschwappt. Und ich bin der festen Überzeugung, dass – wo doch so viele Schwierigkeiten mit der Auswahl zu einander passender Stoffe habe – Rollen und Stoffpäckchen eine gute Zukunfft haben. auch mit Hinblick darauf, dass man viele verschiedene zueinander passende, bereits geschnittene Stoffe erhält. Spart ja auch einen Haufen Zeit. Die wir jüngeren – also die zwischen 30 und 50 – für gewöhnlich nicht haben. 🙂

So, und jetzt muss ich mal los zur Arbeit. Und bei dem Wetter brauch ich wohl 10 Minuten länger denke ich.

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