Der Nachteil

Die Zahl der Mitlesenden steigt. Der Nachteil wird mir immer mehr bewusst. Es wird schwieriger aus dem Leben zu erzählen, besonders dem Arbeitsleben. Ich bin eben nicht anonym hier unterwegs. Viele kennen mich. Das war zwar früher kein Problem, weil a) die mich kannten nichts mit Norwegen zu tun hatten und b) ich nun mal nur bedingt mit Menschen gearbeitet habe.
Nun lesen viele mit, die wissen wo ich was arbeite. Die mich in N kennen. Ich kann eigentlich nicht mehr über die Arbeit nörgeln. Ich kann mich weder über meine Chefin auslassen wenn mir mal danach ist, noch über meine Kollegen oder die Firma an sich. Ich kann auch weniger aus dem Alltag erzählen, weil es sich nicht mehr um Haustüren und Maschinen sondern um Kunden und Angestellte handelt.
Klar kann ich sagen, dass mir manche Ausländer (okay, vorwiegend andere Deutsche, mit denen hab ich eben am meisten zu tun) echt total auf den Sack gehen aber damit hat es sich auch schon. Ich kann nicht die Situation näher beschreiben, auch wenn es manchmal einfach nur zum Kringeln ist. Niemand soll sich hier beleidigt oder auf den Fuß getreten fühlen, jedenfalls nicht so direkt. 🙂

Aber somit bleiben die lustigsten oder vor allem auch nervigsten Geschichten in der Familie. Vielleicht bin ich auch einfach erwachsen, wie öde. 🙂
Sollte ich mich irgendwann für ein anderes Aufgabengebiet oder eine andere Stelle interessieren…schlecht, kann ich hier nicht erzählen, weil könnte bis zur Firma die Runde machen. So ist das eben.
Und ein ’neues‘ ‚anonymes ‚ Blog a la ‚Aus dem Leben einer Personalvermittlerin‘ geht schon mal gar nicht. Wie viele deutsche Frauen arbeiten schon in N als angestellte Personalvermittlerin? Das lässt sich vermutlich an zwei Händen abzählen.

Also bleiben die Themen vorerst Katzen, renovieren und weiteres oberflächliches Bla. 🙂 Wo ich eh gerade eher weniger Lust zum Schreiben habe, ist das nicht weiter schlimm. Insofern erstmal horrido für heute und bis die Tage. Ich hoffe morgen oder übermorgen regnet es, denn ich muss draußen ein paar Pflanzen umsetzen (Himbeerwurzeln, eine japanische kleine Weide, einen halbtoten Ginster und irgendwas undefinirbares, was aber letztes Jahr ganz gut aussah :-)) und Regen wäre besser als Frost. 🙂

Kommentare sind geschlossen.