Die verdammte Rückfahrt vom Sonntag DK-N

Im Nachhinein betrachtet ist ja immer alles halb so schlimm, aber am Sonntag hätt ich echt jemanden erwürgen können.

Sonntagmorgen um 6 Uhr aufstehen, um 7 Uhr los. Denn die Fahrt von Südwest-Dänemark bis Hirtshals hatte sich schon auf der Hinfahrt länger erwiesen als gedacht.
Somit waren wir also ganz pünktlich um kurz vor 11 Uhr an der Fähre, welch wir für 12.15 h gebucht hatten.
Extra deswegen, damit wir schon am Nachmittag zuhause sind und uns erholen können.

Nun hatten wir ja verbaselt, Ralfs Mama mit zu buchen, da unsere Buchung ja schon ewig feststand, bevor wir wussten, dass sie mit zu uns kommt für eine Woche.
Samstagabend um kurz vor 18 h hatte ich dann per Internet auf dem Mobiltel ColorLines Nummer ausfindig gemacht und hing gut 15 Minuten in der Warteschleife. Leider, verfluchte Dusseligkeit, kam ich irgendwie auf abbrechen. Nochmal anrufen ist ja kein Problem. Tja…wenn nicht der Kundenservice am Samstag nur bis 18 Uhr besetzt ist, ich also quasi schon auf Überstunde im System hing *plärr*. Auf meine nächste Telefonrechnung bin ich schon gespannt.

Sonntagmorgen pünktlich um 10 Uhr gleich angerufen. Der Herzliebste bekam nur die Auskunft das Boot wäre ausgebucht. Super. Ich habs dann noch mal etwas später versucht mit der ‚Peinlich, aber ich hab die Schwiegermutter vergessen zu buchen‘-Ausrede. Hat auch geklappt, sie hat sie dazugebucht, die ach so nette Kundendienstmitarbeiterin und mir eine SMS mit Buchungsnummer geschickt.

Nun standen wir also am Auto-check-inn und warteten. Und warteten. Viel los, weil Ferienende in Norwegen und irgendwie ist die Konkurrenz die Nacht vorher wohl auch nicht gefahren.
Wir kommen also endlich dran. Plappert die Dame auf Dänisch auf mich ein und es dauert etwas bis es bei mir klickert. Die ach so nette Kundedienstdame hat sich leider im Datum versehen und die Schwiegermutti auf den 5. Dezember gebucht. Ja suuuper.
Nein, sie könnte mich so nicht einchecken (dann hätten wir ja eine Person zuviel im Auto), ich müsste wieder rum fahren, ins Terminalgebäude gehen und dort nachfragen, ob wir noch eine Person mehr mitnehmen können.

Ich also schon geladen ob der Dämlichkeit ins Gebäude, noch mal 10 Minuten warten nach Nummern ziehen. Sagt die Dame dort, nee, is nicht. Sag ich, gut dann muss halt der Herzliebste da bleiben und eine Fähre später nehmen. Einchecken wollte sie mich nicht, nein dass müsste ich unten am Auto-check-inn machen.
Ich wutschnaubend wieder runter, der Herzliebste also raus aus dem Auto, ins Gebäude.
Ich wollte noch was sagen, er Telefon vergessen, ich mit seinem Telefon hinterher. Musste ganz rein, weil er war schon am Schalter. Dort also diskutiert, sagt die Dame, er könnte bis 10 nach 12 h warten, vielleicht wird ein Platz frei.
Ich also wieder runter, in die immer noch lange Schlange gestellt. Wart. Wart.
Ich ja unwissend, dass etwas später noch die zweite Superspeed einläuft *grummel*. Wir warten also so und es sind noch 2 Autos vor mir. Es ist kurz nach 12 h. Ich sehe, wie die Bugklappe der Superspeed 1 langsam runterfährt und denke, nein, das ist jetzt nicht wahr.
Der Herzliebste ruft an und sagt, er könnte wohl mitfahren, es wäre noch ein Platz frei. Sag ich, ja ich glaube fast nicht, dass ich noch mitkomme, denn das Boot is schon zu. Nee, ne?

Ich bin dran, halte in der einen Hand den Herzliebsten am Ohr, sagt die check-inn-Schnalle zu mir, ja da sind sie aber ein bisschen SPÄT! Ganz falscher Hinweis, ich werde hypersauer und werfe ihr an den Kopf, dass das doch nicht mein Problem ist, wenn diese Colorline-Deppen mich mehrmals hin- und herschicken und dass sie halt das verdammte Boot wieder aufmachen sollen. *riesengrummelnerv*.
Tja, war dann aber doch mein Problem, sie wollten das Boot nicht mehr aufmachen für mich, schlugen dafür vor, ich könnte ja mit der Superspeed 2 nach Larvik fahren um 13 h, völlig idiotisch weil für uns viel zu weit weg. PAH!

Somit ist also keiner von uns mit der gebuchten Fähre mitgefahren und wir mussten uns verdammte 10 Stunden auf einem Sonntagnachmittag in Hirtshals um die Ohren schlagen, bei zuviel Wind um draußen zu sein.
Das dämliche Boot war dann nicht nur eine Stunde verspätet wg dem schlechten Wetter, nein wir waren dann auch noch die letzten die drauffahren durften weil wir wg der Schwiegermutti einen Aufzug brauchten (schlecht mit Treppen steigen).
Kamen dann also als letzte auf die gebuchten Restaurantplätze, mit plärrenden Kindern um uns. Außerdem liegt das Restaurant am Bug, sehr klasse wenn so schlechtes Wetter. Ich musste dann frühzeitig mit dem Essen aufhören, mich ein Stündchen nach draußen in die Kälte setzen mit Buch und die restlichen Stunden dann zusammengekrümelt am Schiffsheck in einem Treppenaufgang verbringen. Damit beschäftigt, mein Essen bei mir zu behalten. *schaukel*.
Da hat mir der alte Christian wirklich gefehlt, mit Kabinen wo es dunkel ist und an sich bei zuviel Geschunkel einfach mit Ohrstöpseln hinlegen kann und ein paar Stunden in Ruhe schlafen kann.

Mein Laune war zwischen 12 Uhr und 2 Uhr nachts einfach nur exorbitant schlecht und gut, dass mir dann keiner mehr dumm gekommen ist, auch nicht der Zoll, der eh dann in der Nacht nur noch spärlich mit 3 Leuten besetzt war.

Soviel zu unserer äußerst missglückten Rückreise. Am meisten bedauer ich, dass ich völlig umsonst so verdammt früh aufgestanden bin und der Abschied von den Eltern so kurz und dunkel war. 🙁 *schnief*. DAS hätten wir auch netter haben können.

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