Dienstag, 22.10.03, 17:56 Uhr

Tjo, sieht so aus, als wäre ich bald wieder arbeitslos. nachdem ich heute den Einarbeitungsplan für die nächsten zwei Wochen bekommen habe, der mich ab morgen erstmal in der Werkstatt sieht, hab ich meinem Chef vorgeschlagen, doch erst noch zwei Stunden im Glashaus zu machen zwecks Übergabe und so.
Die Gelegenheit hat er gleich genutzt, um mich gleich mehrfach zu
kritisieren. Positiv natürlich. Was wohl sonst. Pah.
1. Obwohl ich nun meine besten Klamotten hier trage, sind die scheinbar immer noch nicht gut genug und sie hätten doch lieber Röckchen, Hosenanzug oder Blazer. Bah. Verkleidung.
2. haben wohl einige hier Probleme damit, dass mir zwischendurch mal das Du rausrutscht, aber anstatt mir gegenüber den Mund aufzumachen, haben sie sich beim Chef ausgeheult. Woraufhin der mir erstmal einen Vortrag gehalten hat über die Sitten und Gebräuche dieser Firma und überhaupt und im Allgemeinen (woraufhin ich ihm erstmal gesteckt habe, dass dies meine erste Firma ist, in der sich gesiezt wird). Dabei geb ich mir echt Mühe, nun die meisten hier zu siezen. Ist halt nicht so einfach, wenn man das nicht kennt. Wenigstens Nachname und du sollte wohl in einem Team und in einer Gemeinschaft erlaubt sein.
3. Cheffe hat sich allen Ernstes über meine Frisur beschwert. Ich würde morgens auf dem Kopf etwas fusselig aussehe. So nach dem Motto, ob ich mich nicht kämmen würde. Dabei klatsch ich da jetzt schon immer Gel rein, damit die nicht so elektrisieren. Aber letztlich kann ich echt nix dafür. Die kurzen Haare stehen halt immer etwas raus aus dem Zopf, das ist nun mal der Anteil an Natur. Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist das ganz schlimm, da hilft auch Gel nix.
Mein Fazit:
Eigentlich passe ich hier von meiner Art nicht die Bohne rein. Ich
habe keine Lust mich zu verbiegen. Ein bisschen Mühe geben ist kein Problem, aber ich werde mich nicht verkleiden in ein Kostümchen (weil, selbst wenn er neulich meinte, sie wollen kein Püppchen, eigentlich suchen sie doch so jemanden) oder so. Hosenanzug. Ich glaub es hackt. Abgesehen davon wollen die vermutlich auch nicht eine neue garderobe sponsorn.
Mit denen aus der Werkstatt komm ich im Übrigen prima aus. nur
mal so am Rande.

Also weiter auf der Suche nach dem idealen Job. Anfang November, wenn die nächsten zwei Einarbeitungswochen rum sind und mein Chef aus seiner einen Urlaubswoche zurück ist, haben wir mal wieder ein Feedbackgespräch (man kann’s ja auch übertreiben mit solchen Gesprächen, ich hatte in den zwei Wochen zwei oder drei). Und da werde ich vermutlich feststellen, dass ich nicht diejenige bin, die die sich vorgestellt haben. so rein äußerlich.
Fachlich sicher. Und ich hab die Power da was zu verändern und eigentlich grundsätzlich hab ich da auch Lust zu. Aber dazu müssen die anderen auch mitziehen. Und vor allem brauche ich dazu den Freiraum, so zu sein wie ich bin.
Bisher konnte ich noch alle Kunden gut beraten, die bei mir waren. Manche mit Hilfe, weil mir das fachliche Wissen fehlte, aber bei normalen Sachen schon.
Um es mal beim Namen zu nennen in der gerade aktuelen Wutschnaub-Phase: Die können mich mal!!

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