Dienstag, 28.10.2003 17:57

Endlich Feierabend. Diese Woche und die nächste arbeite ich ab sieben Uhr morgens. Gibt der Einarbeitungsplan vor und bei denen im Büro ist das halt so. War aber heute sehr gut, weil ich a) mal zwei der Kollegen besser kennengelernt habe, war unter anderem mit denen mal essen in der Mittagspause und b) die mich auch mal etwas kennengelernt haben. Und ich schon mal besser weiß, was die so machen. Und was andere vor mir gemacht haben. Was schlecht ist und was die voll annervt in dieser Firma. Sehr interessant, was Zuhören so bringt.

Von Sonntagmorgen ab Oldenburg bis Montagnachmittag Abfahrt Richtung Hannover bin ich aus mir nicht ganz schlüssigen Gründen über 300 km gefahren. Die 60 km von Oldenburg zur Wohnung in Bremen sind ja noch klar. Dann den Sonntag gestrichen. Eigentlich haben Thorsten und ich fast alleine gestrichen. Der Sch*zensur*kerl von Zwischenmieter hatte trotz Versprechen noch nix gestrichen (wollte Küche und Flur machen), dann morgens bevor wir gekommen sind die ihm zur Verfügung stehenden Farbe mit Wasser (!) verdünnt, damit sie länger reicht und mit dieser Pampe dann grundiert. Aber nicht den gelben Flur oder die orange Küche, sondern das hellgelbe Wohn- bzw. das hellgrüne Schlafzimmer. Außerdem stand noch der ganze Krempel, den er von mir mitnehmen wollte, wie z.B. Holzreste, die Ytongs oder welche von den Boden-Messe-Kissen, in der Wohnung.
Naja, jedenfalls hat durch diese Aktion seinerseits dann meine schweineteure (15 Liter für 41 Euro) Farbe doch nicht gereicht, so dass klar war, dass ich Montagmorgen noch zum Baumarkt musste.
Es folgten folgende Kilometer: von meiner Wohnung zu Frank, den Schlüssel von Marians Wohnung holen. Abends dann erst noch Krams zum Zwischenmieter mitnehmen, damit der aus der Wohnung weg ist. Der Krams. Lag eh auf dem Weg die Wohnung. Dann weiter aus Bremen raus, Richtung Ritterhude.
Es stand gerade das vom Lieferdienst gekochte Essen, Lasagne und Pizza auf dem Tisch, als das Mobil klingelte und sich jemand meldete: „Hallo, ich bin X und stehe hier mit meinem Mini in Daverden mit kaputter Lichtmaschine. Dein Name stand auf der Breakdown-Liste.“ (Für Nichteingeweihte: Diese Liste ist eine auf Freiwilligkeit basierende Aktion unter Minifahrern. Wer mag, lässt sich vom lieben Frieder oder selber online eintragen mit Name, Ort und Tel.Nr., um Minifahrern in Nöten evtl. zur Seite zu stehen.)
Najo. Jedenfalls bin ich dann Abends um zehn noch mal wieder Richtung Daverden aufgebrochen, habe des Minimenschen Mini mit meinem Mini abgeschleppt. Dank der Anhängerkupplung kein Problem. Mit 80 Km/h auf dem Pannenstreifen. Nachdem sein Restlicht für Warnblinker aufgebraucht war, war hinter mir Dunkel. Vielleicht leichtsinnig, aber besser als auf der Landstraße. Außerdem war ja nicht viel los und hat ja geklappt. Hab ihn zu Rainer, dem Miniservice in Bremen-City gefahren, dann mit nach Ritterhude genommen und er hat dann auf dem Sofa übernachtet.
Sonntagmorgen dann zu dritt nett gefrühstückt. Thorsten in der Wohnung zum Weiterstreichen abgesetzt (hatte noch Restfarbe von Frank erhalten, zum Vorgrundieren, besser als nix), Timo zum Miniservice gefahren, der sagte nur, ‚dauert‘. also wieder in meine Wohnung. Auf halben Weg festgestellt, dass ich ja eigentlich zum Hornbach in die Neustadt wollte, also kehrt und dahin, noch weitere 5 Liter von der sauteuren Farbe gekauft (die aber im Übrigen supergut abgedeckt hat, das quietschflurgelb auf Anhieb).
Timo und Thorsten haben dann den Rest gestrichen, derweil ich kurz zur Deponie war, mit Holzresten, Ytongs (Zwischenmieter: ‚Ach nee, die brauch ich dann doch nicht mehr.‘ *halsumdreh*) und alter Abtönfarbe.
Deponie war auch heiter. Kostet 8 Euro pro Anfuhr (und das mir, mit dem kleinen nicht mal halbvollen Mini). Was ja kein Problem ist. Aber der Typ sieht mein Oldenburger Kennzeichen, fragt ob ich nen Perso dabei hab, weil sie ja nur Bremer Müll annehmen. Ich dachte ich hör nicht richtig. Ich fahre ja auch bestimmt mit dem bisschen Krams von Oldenburg nach Bremen. Er: ‚ja, weil hier kostet das weniger‘. Hab dann angefangen meine Reisetasche vom Grund des Minis zu zerren, weil da war Geldbörse mit Ausweis drin. War nicht einfach, weil voll verkeilt zwischen Ytongsteinen und Holzstangen. Hab dann beim buddeln erzählt, wo ich wohn und wieso und überhaupt, was ihn dann wohl überzeugt hat. Jedenfalls meinte er dann ganz panisch, ich solle weiterfahren, er würde mir schon glauben. Eventuell hat’s auch an den Fahrzeugen hinter mir gelegen. *gg*.
Die Wohnungsübergabe war dann problemlos. soviel aufwand für sowenig Beachtung. Eigentlich schon eine Beleidigung. Aber ich hab mich eh immer ganz gut mit dem Hausmeister verstanden, vor allem, seitdem ich ihn mal ihn nem Mördertempo mit dem Mini auf der Autobahn überholt hatte *lol*. Das fand er ziemlich spaßig.

Jetzt hab ich nur noch eine einzige Wohnung und muss das ganz dringend mal allen bekanntgeben, die hier nicht mitlesen. Was ja immer noch der Großteil ist *lol*. Dabei ist doch Selbstinformation alles 😉
Ich komm bestimmt auch diese Woche noch dazu, endlich alle liegengebliebenen Mails mal zu beantworten, versprochen.

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