Donnerstag, 14.08.2003 22:04

He, jetzt bin ich doch glattweg 31. Ist mir gerade so eingefallen. Genausogut könnte ich die nächsten fünf Jahre behaupten, ich wäre 30. Merkt eh keiner. Ich könnte auch immer noch guten Gewissens behaupten, ich wäre 26. *gg* Schließlich verfolgt mich das doch eh mein Leben lang, dieses jünger aussehen. Bin mit 14 noch manchmal für den Kinderpreis Bus gefahren. Musste manchmal mit 20 noch den Ausweis an der Disco zeigen. Bei der Einschulung war meine Freundin locker einen Kopf größer als ich und die Schultüte nicht unwesentlich kleiner als ich. Ich war immer die Kleinste und mittlerweile sind ja selbst Grundschüler größer.
Aber klein sein hat Vorteile.
Ich kann immer rotzfrech sein und mir ziemlich viel erlauben, ohne das jemand sauer ist (geht auch beim Minifahren :-)).
Ich kann mich in Menschenmengen unter den Ellenbogen der Männer durchdrängeln, wenn ich noch etwas in die Knie gehe. Ich sehe im Supermarkt die günstigere Ware, weil das Teure nicht mehr in meiner Sichthöhe steht. Und ich sehe nicht, dass Männer in meinem Alter langsam ihre Haare verlieren auf dem Kopf.
Ich bin schwindelfrei, weil ich überall raufklettern muss, um an die hohen Sachen zu kommen oder was zu sehen.
😉 Mir fällt bestimmt noch mehr ein.

Weitere Geschichten aus cantera-town:
Die Hitze hat übrigens unserem Nadeldrucker-Methusalem sehr zugesetzt. Er kann jetzt chinesisch, zwischendurch setzt er die Punkte nicht so wie es sich gehört, sondern verzerrt die Worte. Dann gibt es Zeiten, wo der Druckkopf getrunken hat und die Zeilen links oder rechts von der Rechnung fallen. Dann heisst es, Drucker aus, Drucker an, Druckkopf wird neu justiert. Oder das Druckerpapier wird zu hoch oder zu tief angesetzt und muss Origami-mäßig gefaltet werden, damit die Anschrift im Fensterumschlag noch lesbar ist. Was bedeutet, man verplempert endlos Zeit damit, Rechnungen doppelt zu drucken und dann weg zu schmeißen.
Heute Abend hat es mich dann in den Fingern gejuckt und ich habe dem Oberbuchhalterhelden, mit dem das Nichtmögen sicher auf beiden Seiten vorhanden ist, und dem Junior eine Mail geschrieben, mit dem Hinweis auf die immensen Kosten, die durch diese Zeitverschwendung entstehen und ob man das nicht reparieren könne. Welch Genugtuung, dass daraufhin eine mail (in Kopie an mich) an Oberbuchhalter ging, ich hätte da ja nicht ganz unrecht *sonn*. Passieren wird aber mit Sicherheit nix. Ebensowenig wie bei den meisten anderen Sachen, die ich so mal zur Verbesserung und Einsparung angemerkt habe.
Bereits seit vor meiner Zeit klackert der Laserdrucker wild vor sich hin, aber angeblich gibt es derzeit das Ersatzteil nicht. Bestimmt! Ist immerhin ein HP, da gibt es natürlich nie Ersatz für. Aber es druckt ja noch. Der Kopierer jat laut Service-Techniker mittlerwiele über 2 Millionen Kopien gemacht und regelmäßig fällt was aus oder kopiert schwarz oder so. Wird eines Tages stumpf in 1000 Teile zerfallen. Oder die Tatsache, dass wir unsere Briefmarken von Hand kleben. Ist ja nicht so, dass wir nicht im Schnitt vielleicht 20 Briefe am Tag haben. Dafür kaufen wir dann regelmäßig Briefmarken und pöcken die dann von Hand auf. Als Hilfe gibt es dann ein mottenzerfressenes oranges Schwammding, damit man wenigstens nicht alle von Zunge anschlappern muss. Kein Frankierding ist ja schon traurig genug, aber dass Oberbuchhalter dann immer extra große Sonderbriefmarken besorgt, damit wir noch mehr Zeit beim Frankieren verplempern, ist echt nur der Hammer. Hat ja früher immer der Azubi gemacht das Frankieren. Ebenso wie Kaffee kochen, Spülmaschine füllen und leeren, alle Mülleimer leeren, Ablage grün nach Nummern und Ablage rot nach Namen ablegen, Unkraut jäten und so weiter. Ein Wunder, dass sich nicht alle Azubis vor unsere LKW geworfen haben.

Im Übrigen: Nachdem neulich noch der Junior verlauten ließ, dass wir ja verkaufen sollen, auch für weniger als Listenpreis, bzw. wir hätten ja dafür unterschiedliche Preisstaffelungen, damit wir halt etwas Spielraum haben, musste ich mich heute vor dem Senior rechtfertigen, wieso ich denn den einen Stein für weniger als Liste verkauft habe. Wo der Kunde doch von sooo weit weg kam und der nur eine Tonne wollte. Stand ja nicht schon extra drauf: ‚heftiges Feilschen des Kunden‘, damit ich genau das schon mal ausschließe.
Die positive Nachricht des heutigen Tages ist, dass mich heute morgen um viertel vor acht (gut, ich hab noch geschlafen) Schollglas angerufen hat, um mich schon mal darauf hin zu weisen, dass mich nächste Woche noch ein Gespräch erwartet und sie sich das so rein grundsätzlich prinzipiell und überhaupt eventuell vielleicht schon mit mir vorstellen könnten. (Soll vermutlich heißen, wenn mich der Techniker mag und wir uns irgendwie einig werden und ich nicht noch voll auf den Kopf falle oder was anderes dazwischen kommt).

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