ein besorgter Chef

Ralf hat ja Diabetes und spritzt Insulin. Eigentlich tut er genau das, was ein solcher nicht tun sollte: Er verrichtet sehr schwere körperliche Arbeit, isst wenn er Lust hat und das worauf er Lust hat.

Nun ist es so, dass er aufgrund von extrem vielen Überstunden den letzten 4-6 Wochen und unregelmäßigem Essen letzte Woche arge Magenprobs hatte und krank war. Als er dann wieder auf dem Bau war, meinte der eine Kollege zu ihm, der Chef hätte ihn aufgefordert, ein bisschen auf Ralf aufzupassen und er sollte ihn dazu bringen, doch bitte alle drei Stunden eine Pause zu machen und was zu essen und sich zu spritzen. 🙂

Heute war der Chef dann selbst noch auf der Baustelle und hat Ralf das direkt noch mal selber gesagt und ihn sogar noch gefragt, ob er das schriftlich möchte, dass er alle drei Stunden eine Pause machen
soll/darf. Was Ralf dann aber abgelehnt hat.

Ich finde das jedenfalls total lieb und nett, dass er so besorgt ist. Kennen wir beide aus Deutschland jedenfalls nicht. Das sich die Geschäftsleitung Sorgen um die Gesundheit der Mitarbeiter macht…und
dann noch ein Auge drauf hat…

Der andere Chef meinte beim letzten Abgeben der Stundenzetteil zu Ralf, er solle bitte nicht so viel arbeiten, das wäre nicht gut für die Gesundheit und er sollte sich auch mal erholen. 🙂 Ein eindeutiges
Zeichen, dass es in Norge doch noch den meisten Firmen gut geht.

Ich habe heute meinem Chef von der Trevare erklärt, dass ich eigentlich noch eine große letzte Verpflichtung in der Post habe und in der nächsten Woche leider nur bis 13.30 h arbeiten könnte, weil ich von 14-17 Uhr einen Kollegen ersetzen muss, der Urlaub hat. Hat er kein Problem mit, Glück für mich.

Heute hab ich dann festgestellt, dass ich mir wohl selbst nen Bock geschossen habe, weil ich die Sprossentür am ersten Tag so gut gemacht hatte. Jetzt habe ich ein sehr kompliziertes Türblatt in Arbeit mit extrem vielen Aufsätzen und verschiedenen Winkeln und nix passt und die andere Tür, die schon fertig ist (von jemand anderem), sieht schlecht aus. Jedenfalls hab ich da heute die kompletten 7,5 Stunden mit
zugebracht und sie ist gerade mal zur Hälfte fertig. Ich kann voll nicht einschätzen, ob ich noch in der Zeit liege oder schon viel zu lange brauche und ich weiß auch nicht, was die Tür überhaupt gekostet
hat. vielleicht sind wir daran ja schon voll im Minus.
Ein Kollege meinte jedenfalls, dass wir wohl einen Großteil solcher Einzelstücke haben, viel für Altbau produzieren.

So, ich muss unbedingt ins Bett.

Ach ja, mit dem Katzen fahr ich morgen wegen der zweiten wurmkur noch mal bein TA vorbei, hier in Vennesla hat eine neue Klinik aufgemacht. Muss also nicht mehr eine 3/4- Stunde bis zum Sørlandsparken fahren.
Bei der Terminabsprache hab ich dann noch H. von Manpower getroffen und geschnackt. Wie das jez mit’m Vermitteln ist und dass Ende Juli der Erste kommt 🙂 Ich freu mich für den total, weil der war am Tel echt nett. Außerdem spricht er bereits Dänisch/Norwegisch, war also nicht wirklich schwer, den hierher zu vermitteln.

Jedenfalls möchte H., dass ich mich weiter engagiere und das bedeutet, dass ich jetzt neben der Trevare und der Post noch einen dritten Job habe. Mal gucken, wie lang ich das aushalte. 🙂

Cya.

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