ein Freitag im Büro

Guten Morgen und hallo um kurz vor 8h.

Der Chef und alle aus dem Büro sind zur Hausmesse von ’snekker’n‘, einem Verbund von Tischlern. Wir stellen da zwei Türen und ein paar Rahmen aus, die -jetzt ganz neu und exklusiv nur bei uns erhältlich- Glasprismen und Farbglas im Scheibenzwischenraum enthalten. Sowas wie Bleiglasimitat. Eine Tür sieht ganz gut aus, sehr traditionell, aber die restlichen Scheiben finde ich megakitschig. Den meisten Norwegern wird es deswegen wahrscheinlich gefallen.

Zum Frühstück gibt es gerade Kakao und eine Handvoll Cracker. Immerhin 🙂 Ausserdem ist Freitag der Tag, an dem dauernd Kunden anrufen und nach ihren Türen fragen. Hust. Hab da gerade schon mal vor mich hingelogen und gesagt, dass eine Tür gesendet wird heute, die aber leider noch im Maling hängt, also trocknet. So’ne olle 2-farbige. Dachte echt, weil ich ne Frachtbriefnummer habe, dass die schon weg ist. Aber wenn ich nicht ‚track’n trace‘ von NorCargo – der Spedition – anklicken kann, dann sind die noch nich weg. Dumm gelaufen halt.

Hm. Jetzt ist bereits 13.30h. Ich krieg ja nich wirklich was geschafft. Dauernd klingelt das Telefon, irgendjemand will was, ich nehme Ware an oder surfe rum. aber da ja heute Pause ausfällt, weil keiner das Telefon nimmt, wenn ich hier rausgeh, finde ich das nich so schlimm, wenn ich nebenbei ein bisschen was privat rumsurfe.
Dabei wollte ich ja eigentlich vom Konzert gestern Abend erzählen. Wir hatten Andreas nämlich zum Geburtstag dazu eingeladen, mit uns ins Symfoniekonzert zu gehen. Und da gab es dann also gestern ‚Von Mozart bis Sci-Fi‘.
als Einstieg Musik aus ‚Captain Blood‘, einem Piratenfilm aus den 40ern oder 50ern. Dann Teile aus ‚Psycho‘. Sehr spannend. vor jedem Stück hat der Dirigent Rolf Gupta (ein Schwede mit viel Pfeffer und immer guter Laune und masse Humor) ein bisschen was dazu erzählt. Dazu gab es dann ein paar Dias während des Stückes.
Nach dem Einstieg gab es Mozarts Symfonie Nr. 39, welche auch im Film ‚Amadeus‘ auftaucht. Die Symfonie hat mir nicht soo gut gefallen, nur einer von den 4 Sätzen war ganz toll. Nach der Pause gings dann weiter mit ØJerry Goldsmith (1939-2004): Star Trek Voyager Erøffnungsmelodie, John Williams (f 1932): Harry Potter und John Williams (f 1932): Star Wars.
Von Harry Potter kannte ich nichts, weil ich die Filme nicht gesehen habe. Es waren vier Sätze aus dem Stein der Weisen. Ich kenne aber die Bücher und die Musi passt auf jeden Fall dazu. Total spannend und verzaubernd. Der Dirigent kam übrigens auf einem Nimbus 2000-Besen auf die Bühne. Bei Star Trek musste ich die ganze Zeit nur grinsen, weil ich das kannte und ich die Voyager-Filme auch sehr mag.
Die vier Sätze zu Star Wars waren auch klasse. Sehr mitreissend. Der Dirigent kam im Übrigen mit einem Darth Vader- Helm auf die Bühne. Und er erzählte, dass Star Wars damals eigentlich als Stummfilm gedacht war und daher die Musik quasi VOR dem Film geschrieben wurde. Und sich Teile der Handlung verändert haben, weil die Musi an der Stelle dann eben anderes herausgefordert hat. Ich hoffe, ich hab das jetzt richtig wiedergegeben. Es hat mir in jedem Fall sehr gut gefallen.

Ich hab überhaupt keine Lust mehr, hab aber noch ne Stunde. Bestimmt ruft Cheffe kurz vor vier an um zu testen, ob ich auch da bin *gg*. Ach nee, Norweger sind ja nich so 🙂

So. Und jez mach ich Feierabend. Bin eh die Letzte hier. Schønes Wochenende, denn ich bin ja ohne Modem…wobei, ich kønnte mich zu Fuss ins Netz bewegen mit dem 56k Modem, dem eingebauten. Und ich hab da noch nen Zugang über bgnett…schauen wir mal. Morgen arbeite ich das erste Mal seit ewigen Zeiten wieder in der Post.

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