ein Gruss aus Bilbao

2€ sind 45 Minuten Internet. In der Jugendherberge 🙂

Aber muss sein, ich will ein paar Eindruecke aufschreiben. Mit einer spanischen windoof-Tastatur, auf der es weder sz noch Umlaute gibt 🙂 Macht aber nix.

Bilbao hat bereits den ganzen Tag 15 Grad. Das bedeutet, ich bin sofort als Touristin zu erkennen, weil die Spanier an sich im dicken Wintermantel mit Handschuhen und Muetze rumlaufen, derweil ich im T-Shirt in der Sonne sass.

Vor dem ziemlich beeindruckenden Guggenheimmuseum von Frank o Gehry (verflixte Tastatur). Was wahnsinns Innenraeume hat, derweil mich wie immer die moderne und Gegenwartskunst nur wenig bis gar nicht interessiert hat. Man sollte ja meine, wenn man in einem Museum schon nicht fotografieren darf, dass es dann immerhin als Ausgleich tolle Postkarten gibt. Nix is. Nur ziemlich kitschige gute-Nacht-Karten und ein, zwei von innen. Auf jeden Fall lohnt das Museum echt. 10 € Eintritt sollten sich auch lohnen.

Muss mal schnell den Eintrag hochladen, bevor mir hier was verschuett geht…

So. Gesichert.

Die JH ist gut erreichbar, sehr nett und super sauber. Ausserdem ist sie voellig ueberheizt, weswegen ich im T-Shirt und barfuss im Haus rumlaufe.

Was mich an der Stadt sehr beeindruckt sind die Hauseingaenge. Jedes Haus hat einen Eingang, der aussieht als wuerde er zu einem 5 Sterne-Hotel gehoeren. Naturstein (Marmor oder Granit) in allen Varianten, Gold, roter Teppich etc.

Ueberhaupt wird hier sehr verschwenderisch mit Naturstein gearbeitet.

Was mich hier sehr nervt ist der ewige Laerm. Spanier sind recht laut und der Verkehr ist unglaublich. Da Bilbao in einem Talkessel liegt, ziehen die Abgase nicht weg. Sondern bleiben zum Einatmen da.

Ich hatte sowieso voellig andere Erwartungen. Mir war einfach nicht klar, dass Bilbao nicht direkt am Atlantik liegt, sondern eher wie Hamburg an einer Flussmuendung. Um uns rum ist also Fluss (Wesergroesse) und Berge wohin das Auge blickt. Widerlich *gg*. Wo ich doch Urlaub am Wasser machen wollte. Aber ich krieg schon noch Meer, ist in Planung. Was soll man machen, wenn der Urlaub in Bilbao guenstiger ist als der an der Nordsee. aber ich glaube, ich werde alt. Ich merke doch, dass ich Staedteurlaub sehr anstrengend finde. Zuviele Menschen, zuviele Autos, zuviel Nerv und Laerm. Zuwenig Gruen, zuwenig Ruhe. Aber macht nix, da komm ich schon durch. Kann frau dann ja bei der naechsten Planung beruecksichtigen.

Was noch? Gemessen an Spanierinnen bin ich schwerst blond, so von der Haarfarbe her. Auf dem Weg vom Flughafen sind wir ueber einen Fly over gekommen (fuer Nichteingeweihte, das ist, wenn sich eine mehrspurige Strasse in einzelne Spueren aufteilt die alle ueber und untereinander nach links oder rechts weggehen). Besser als der Bremer Fly Over. 🙂 (Hi Marian).

Der Fussbodenbelag in der Stadt besteht entweder aus Naturstein oder aus Betonplaettchen mit Blumendruck.

Bilbao ist eine stinkende Industriestadt gewesen, bis das Museum eroeffnete und nun tierisch viele Touris hier rumeiern. Den Spaniern hat das aber wohl noch keiner gesagt, weil hier spricht 99% der Bevoelkerung KEIN Englisch. Was das Ueberleben sehr schwer macht, ich dachte heute schon, ich sterbe den Hungertod.

Ansonsten geht’s mir gut, vielleicht bewege ich mich trotz der platten Fuesse noch den berg zum Laufen hoch. Mal gucken. Ist ja noch frueh und wie gesagt, draussen sind’s milde 15 Grad.

Hier gibt’s uebrigens lustige Buchstaben auf der Tastatur. ª Ç ñ ¿

Cya soon, bis die Tage. Oder so. Da ich kein tagebuch mitgenommen habe, warum auch immer, werde ich wohl des Abends ein paar Erinnerungen hier hinterlassen, damit ich mich erinner. Jedenfalls litt ich heute schon unter Internetentzug. Und hatte den Drang zum schreiben, aber leider nix mit ausser dem Skizzenblock.

Ps. Ich hab keine Ahnung, wieso hier so riesen Abstaende zwischen den Absaetzen sind, muss ein Uebertragungsfehler sein. Absicht ist es jedenfalls nicht.

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