ein Halbmarathon

Ich habs geschafft. Ich bin unglaubliche 21 km gelaufen ohne zwischendurch anzuhalten.

Jetzt tun mir die Unterschenkel wie doof weh und eigentlich auch alles andere. Bin leicht steif. Es ist beim Laufen gar nicht so, dass mir irgendwann die Luft ausgeht oder die Kraft. Nur fängt irgendwann irgendwas an zu zwicken oder reiben. Die kleine Blase am Zeh hat mich beim Laufen nicht behindert, ist jetzt aber ziemlich groß und pocht.
Werd ich wohl die Tage eher weniger gehen 🙂

Jetzt gibt es erstmal eine große Paella und einen Film und hochgelegte Füße.

So. Jez aber. Heute morgen hab ich mich gefragt, was zur Hölle ich Sonntagmorgen um 10 Uhr halbnackt im strömenden Regen auf der Straße mache, zusammen mit tausenden anderen Bekloppten. Erst dachte ich, kurze Hose und Top mit Weste wäre die absolut falsche Klamottenentscheidung gewesen. Ich hab mir echt was abgefroren. Wir sind in vier Blöcken gestartet, ich im letzten Block. Wir haben nach dem Startschuss noch 3 Minuten bis zur Startlinie gebraucht. Kurze Zeit später hat es dann für den Rest des Laufes aufgehört zu regnen. Die ersten Kilometer waren echt okay. Mit Musi läuft es sich wirklich gut.
Mir war warm, ich war langsam unterwegs so wie geplant, quasi alles gut.

Die ersten 10 km sind so vorbei gerauscht. Bei km 13 dachte ich, jez kommts, ich war noch nie so weit unterwegs. War ich zwar doch, weil ich ja schon mal so 15 km gelaufen bin im Training, aber egal.

Zwischendurch immer mal einen Marathoni mitgezogen, weil die sind ja anderthalb Stunden vor uns losgezogen und deswegen war immer was los auf der Strecke. Ich fand’s ja gut, so war ich nie alleine auf weiter Flur, aber andererseits bin ich STÄNDIG nur überholt worden, derweil ich auf der gesamten Strecke vielleicht 8 Leute überholt habe.

Naja, ich war artig und habe alle 2,5 km Wasser und/oder Elektrolytgetränk (scheussliches fiesegelbes Zeug) zu mir genommen, sowie alle 5 km Wasser oder Cola und Banane, sowie einmal so’n Erdbeer-Energieriegel.

Irgendwann wurden die Beine schwer, ab km 16 hab ich dann drei Kilometer lang den Schweinehund totgehaun, der mich gefragt hat, was zur Hölle ich hier tue und WARUM? Thorsten tauchte dann plötzlich auf als ob er es geahnt hätte und ist mit dem Fahrrad ein
bisschen nebenher gefahren. Die letzten drei Kilometer gings dann noch, es hat in der Zielgeraden sogar noch zu nem irren Sprint gereicht, wo ich noch drei Marathonis überholt habe. Dabei war der gar nicht beabsichtigt, kam automatisch. Die vielen Leute und die Stimmung, da ist es etwas mit mir durchgegangen 🙂 Und wie ich auf Thorstens
Zielfotos gesehen habe, grinse ich über beide Ohren. Is mir gar nicht aufgefallen.

Jedenfalls habe ich laut Computer 2 Stunden und 33 Minuten gebraucht. Ich bin total platt und werde heute das Haus nicht mehr verlassen. *gähn*. Ob ich mir das noch mal geben muss, weiß ich nicht so recht. Aber das Schlecht vergisst man ja schnell, weswegen ich
vermutlich irgendwann nicht widerstehen kann 🙂

Ach ja, mein Platz in der Gesamtwertung ist 814, sowie 145 in der Klasse W30. Ich hab keinen Plan, wieviel da gestartet sind. Und die 814 sind nur die Frauen. Ab morgen soll das auch im Netz stehen, da mach ich mich dann noch mal schlau.

www.marathon-hannover.de

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