ein Tag ohne Computer

…macht mich echt fertig.

Da sitze ich zuhause und überlege, was ich als nächstes erledige. Zähle 1.,2.,3.,4. auf und stelle fest, dass alles nur mit Computer und Internetanschluss zu erledigen ist. Super. Das kann ja heiter werden.

Jetzt bei Thorsten, weil ich den alten Firmencompi für Bruderherz fertig mache und nebenbei dann ein bisschen was erledigen kann.

Heute 2 Stunden im Arbeitsamt verbracht und Chaos und Ratlosigkeit verursacht. Fahrtkostenantrag für den Dienstag in Flensburg ging erst, als telefonisch geklärt war, dass eben nicht nur der Bildungsträger
dort war, sondern auch der norwegische ‚Arbeitsgeber‘ (in diesem Fall halt Personalvermittler).

Vermittlungsgutschein erhalte ich nicht, weil ich für das Arbeitsamt erst seit April arbeitslos bin (die zwei 450 €-Monate bei Paps wurden angerechnet als ‚in Arbeit‘). Obwohl ich einen Personalvermittler habe,
der mich gerne vermitteln würde. Najo. Nicht zu ändern.

Gestern hat mich die von dem Bildungsträger angerufen, dass der Norweger ein Jobangebot für mich hat und zwar sogar jetzt sofort. Ich kann also morgen los und die 6 Wochen Praktikum machen und wäre dann ab
Juli, wenn es gut läuft, aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden und würde keine weiteren Kosten verursachen. Logisch. Toll, könnte man sagen, nicht jedoch das Arbeitsamt.

Praktika außerhalb Europas sind nicht förderfähig, also kann entweder der Arbeitgeber meine Unterkunft zahlen oder ich selbst. Entweder mache ich die komplette Weiterqualifizierung inkl. der 8 Wochen sprachkurs und Orga und Interkulkturelles Training oder ich lasse es ganz.

Originalton des Arbeitsberaters: ‚Der Arbeitgeber kann ja auf sie warten, wenn er sie haben will.‘. ???? Hallo?? Gehts noch?? Das sind unwesentliche drei Monate, die sich das verzögert. Von welchem Planeten
kommt der denn? Typisch Beamter kann ich da nur sagen, keinen Plan von der Wirtschaft. Die Stelle ist damit schätzungsweise für mich weg, was super schade ist, denn die wäre in Moss gewesen, eine gute Bahnstunde von Oslo weg und dazwischen wohnt Nanchen, meine herzliebste ausgewanderte Freundin.

Immerhin erhalte ich für die ‚Maßnahme‘ einen Bildungsgutschein, obwohl mir mangels arbeitslosen Monaten noch keiner zusteht. Nett. Wie großzügig. Das ganze kostet das Arbeitsamt dann locker 2000 € mehr,
weil a) kostet der 8-Woche-Sprach- und Orgakurs knappe Tausend Euro. Dazu kommen für zwei Monate Unterhaltsgeld (à max. 340 €), Verpflegungskosten (à max. 136 Euro) sowie Fahrtkosten zwischen zweiter
Wohnung und Veranstaltungsort, sowie Heimfahrten am Wochenende.
Und dann wundern die sich, dass kein Geld mehr da ist. Sowas Bescheuertes.

Später mehr. Kurz Besuch.

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