ein ‚wohn-stöckchen‘ – Wohnung 1-5

🙂
Melody denkt über ihre früheren Wohnungen nach. Ja ja, ich find sowas klasse und muss doch auch gleich mal in Erinnerungen schwelgen.

23 Jahre bei den Eltern (in der Ausbildung entschied ich mich für’s erste Auto, bzw. für den ersten Mini statt für eine Wohnung :-)), davon 8 Jahre sehr komfortabel mit 2 Zimmerchen und Bad unter dem Dach, wenn auch die steile Dachtreppe direkt neben der Elternschlafzimmer-Tür lag.
Zum Studium nach Detmold. Mit dem genialen Notenschnitt von der Fachobershcule war mir ein Studiunplatz sicher, so dass ich bereits im Juli/August mit der Suche begann. Tageszeitung per Post und dann vor Ort. Pfiffig, weil massenweise freie Wohnungen. Meine Traumwohnung war dann eigentlich schon 50 Mark über dem Limit. Ein altes umgebautes hm, Bauernhaus. Bzw. eines davon. Heidenoldendorf. Der Stadtteil gehörte fast komplett einem Immobilienhai. Und dieses Haus war wohl mal sein Elternhaus. Naja, jedenfalls alles 1-2 Zimmer-Studentenwohnungen. Meine war sehr lang, mit langgezogener Schräge auf der einen Seite, was mit fast 10 qm mehr Fläche verschaffte. Hell, trocken, 2 alte Balken unterteilen die Länge der Wohnung. ca. 40 qm insgesamt. Rote Fliesen, dieses matte terracotta-farben. Weiße Wände dazu passte gut. Leider waren die Nebenkosten exorbitant und wir wurden vermutlich alle mächtig übers Ohr gehauen. Nach 1,5 Jahren wurde die Miete dann einfach zu hoch für mich und ich zog vom Hinterhaus ins Vorderhaus. Auf 23 qm.
Ich gebe zu, die Wohnung war einfach nur VOLL. Zum Glück hatte ich den Sommer einen Kampf um einen der größeren Kellerräume gewonnen.

Vorn hab ich dann ein ganzes Jahr gewohnt, dann zog ich mit einer Freundin zusammen. In eine ganz spießige 80er Jahre 3 Zimmerwohnung mit dem üblichen fiesen mittelblauen ‚Mieterteppich‘. Oben wir, unten die Vermieter. Sehr nette übrigens. Im Auslandssemester brauchten wir nur halbe Kaltmiete und keine Nebenkosten zahlen.

Das halbe Jahr in Kopenhagen war ich im Studentenwohnheim. Lange bunt gestrichene Gänge mit riesigen Gemeinschafts-Wohnküchen und Fensterfronten auf einer Seite.Das Zimmer hatte einen Vorraum mit Einbauschrank und ein eigenes Bad. Die hintere Wand war fast kompett Fenster in verschiedenen Einteilungen mit Festverglasung und verschiedenen Öffnungsmöglichkeiten. Die Wand war quietscheentengelb. Nur zufällig hatte ich mich vorher unter anderem (okay, massenweise Bücher und ein paar Klamotten) mit dunkelgrünem Stoff für Vorhänge und Tagesdecke, sowie orangen Dekostoffen und dunkelrot-beflocktem Aufblas-Sessel eingedeckt. Es passte supergut zusammen, sehr fröhlich. Damit machten mir auch die 10qm nix mehr.

Nach dem Studium wollte ich nur so schnell wie möglich weg aus Detmold. Nach Bremen erstmal. Wegen des Mini-Freundeskreises und des Freundes (5 Jahre Pendelbeziehung endeten, als ich im 6. Jahr in seine Stadt zog *gg*. Zu nah dran. Nein, das ist eine ganz andere Geschichte…). Das erste Mal in meinem Leben in ein möbliertes Zimmer (Das in Kopenhagen war nicht wirklich möbliert, das hab ich mir so hingebastelt mit ein paar kleinen Schiebewagen aus dem ‚Möbelkeller‘ und einer neu gekauften Matratze, sowie Massen Stoff).
Bei einer Frau mit pubertierenden Tochter und großem Hund. Sozialhilfe-Empfängerin mit dann neuer Stelle. Jedenfalls vermieteten sie ein Zimmer wegen der Finanzen. Es war ziemlich eng, die Matratze tot, immerhin die Wände gelb und ich hab dann erstmal den Schrank repariert und ‚ähem‘, mal wieder die Möbel umgestellt. Genau 2 Monate hab ich da gewohnt. das hat auch gereicht, nicht weil das Zimmer nicht gut war oder so, aber mir fehlten so sehr meine eigenen Sachen.

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