Eine unglückliche Kombination

Nachdem ich gerade mal so die Grobsortierung für den Urlaub vorgenommen habe (ja, ich weiß, es sind noch 2 Tage hin), habe ich auch gleich die Gelegenheit genutzt mich einmal komplett durchzuprobieren (hat jez ungefähr eine 3/4-Stunde gedauert).

Ein paar Oberteile aussortiert. Und die Festtagsklamotten vom letzten ‚julebord‘ (norwegische Weihnachtsfeiern) anprobiert. Wo ich mir für 2 Feierligkeiten (norwegische Weihnachtsfeiern sind oft mit aufbrezeln, also Jungs im Anzug oder mindestens mit Jacket und Mädelz ebenso aufgedonnert) auf den letzten Drücker stumpf 2 weiße Blusen (passen noch), sowie einen schwarzen Rock (tragbar, eigentlich jetzt zu groß, fällt aber noch nicht von den Hüften) und einen Nadelstreifen-Hosenanzug gekauft habe.

Und mir scheint, Hosenanzüge und ich….das ist nicht so die glückliche Kombination. Meinen ersten habe ich 2002 gekauft. Da war ich arbeitslose Sozialhilfe-Empfängerin nach dem Studium und habe zu einem megawichtigen Vorstellungsgespräch in Süddeutschland (waren aber arrogante Idioten von Stress-Messefirma) 124 Euro in einen hellgrauen schicken modernen Hosenanzug investiert. Die Messebau-Firma war eine Ansammlung von arroganten Idioten, die frisch ausgebildete Innenarchitektinnen gerne für ein Praktikantengehalt viele viele Stunden billig schuften lassen. Aus uns wurde also nix, wir mochten uns nicht. Tja, und da hatte ich dann einen Hosenanzug, den ich danach nie wieder Gelegenheit hatte anzuziehen. Und als ich ihn dann mal so vor 2 Jahren aus dem Schrank zog, saß er a) eher wurstpellenartig an mir, obwohl von der pfiffigen Verkäuferin extra mit größerer Hose verkauft (damit er länger passt) und b) war auch gar nicht mehr so modern.

Der zweite Hosenanzug war dann der vom letzten Weihnachten. Hat auch so 100 Euro gekostet, war also verhältnismäßig billig. Recht zeitlos ist er auch, hab ich extra drauf geguckt. Und hab die Hose dann auch in Größe 44 gekauft, weil in bisschen Platz muss ja sein, ich mags eh nicht so eng und dachte mir, dann passt er noch länger. Tjaaaaa……das war aber BEVOR mir meine Kilos gesundheitsmäßig auf den Senkel gingen und ich dann im folgenden Februar ans weniger werden dachte. Und jez? Passt die Hose natürlich nicht mehr. Nicht nur ein bisschen nicht mehr, sondern sie hängt wie ein Sack an mir mit mindestens 10 cm Luft zwischen mir und dem Knopf. TOLL!!! Super. Wo ich doch meine Eltern überzeugen wollte, doch mal schick essen zu gehen, mit aufbrezeln, damit ich den mal wieder anzieh *seufz*. Dann wirds eben nur essen gehen ohne aufbrezeln. Und ich versteck den Hosenanzug erstmal im Schrank, vielleicht ist er zeitlos genug, um mir in x Jahren wieder zu passen, denn ob ich die verlorenen 8 Kilo nicht irgendwann in 2,3,4, Jahren wieder an mir kleben habe steht ja noch in den Sternen. Abnehmen hat auch echt Nachteile. Abgesehen davon hoffe ich, dass die Jeans – die fast neue – lange hält, ich hab immer noch nur noch eine ordentliche Alltagshose im Schrank. Außer den 2 fast toten Bürohosen und 1 Trainingshose.

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