Eine Woche später

Die Kniebeschwerden gingen dann doch nicht über Nacht weg, was mich dann doch dazu bewegte, am Dienstagmorgen bei der Arztwacht herein zu schauen. Ja, die wussten dann ja auch nicht und ich musste dann noch selber entscheiden, ob ich zu krank bin um zu arbeiten, weil sie würde mich ja nicht kennen sagte die Ärztin. Nachdem ich dann noch was von mit Krücken an der Kasse murmelte einigten wir uns auf entzündungsdämpfende Tabletten, zwei Krücken und eine Krankschreibung für den Rest der Woche.
Aber ich sach mal so, ich bin noch nie auf Krücken gelaufen und wenn einem sowieso der Oberarm schon monatelang wehtut beim Arbeiten von wegen die schweren Rollen und immer über Schulterhöhe mit Stoff dran hängend am arbeiten, dann sind so Krücken nicht wirklich der Bringer.
Habe dann also auch zwangsweise mal Auszeit gemacht und nur am Mittwochabend mit wenigen Unterbrechungen an der Longarm den Kundenquilt gequiltet – damit endlich aus dem Haus.
Auf der Habenseite immerhin, dass die am Donnerstag eingetrudelten ersten Weihnachtsstoffe dann bis Freitagabend auch schon alle im Shop waren. Was soll ich sonst so machen, wenn ich nicht gehen und nicht krücken kann. 🙁
Aber jetzt ist schon besser, immerhin genug um Dienstag wieder arbeiten zu gehen.

Am Dienstagabend war die Abgesandte der Gewerkschaft Handel&Kontor bei mir zuhause und ich bin jetzt schon viel schlauer. Und nunmehr die frisch neu gewählte Vertrauensfrau der Kristiansander Abteilung von Stoff & Stil. Na, das kann ja heiter werden den Herbst über. Andererseits darf ich jetzt offiziell mitreden und für uns Angestellte ‚kämpfen‘. Und mir doch egal, ob mich die Norwegengeschäftsführung nun mag oder nicht. Zusammen mit der Chefin krieg ich das schon hin 🙂

Miss Rosali entpuppt sich als kleine Katze Nimmersatt und hat auch schon gut zugenommen. Snacks gehen immer, Wegschlabbern von Schinken- oder Käseduft am Finger endet immer damit, dass Miss Rosali herzhaft in den Finger beißt. Feuchtfutter wird inhaliert, sie denkt alle drei Teller sind ihre. Und wenn die anderen beiden nur die kleine Denkpause einlegen (Soße weggeschlabbert, ess ich noch ein paar von den hässlichen Brocken?), Pech gehabt, Miss Rosali war schneller.
Nachdem sie vorgestern Abend stolz mit der frischen Beute ins Schlafzimmer schleppte und das tote Tier zerriss…musste der Mann einräumen, dass er von nun an doch lieber alles rumliegende Essen abends in den Kühlschrank legt. Hatte sich Miss Nimmersatt doch die offene Packung Räucherschinken vom Tisch geholt, die Verpackung neben dem Esstisch liegen lassen und alle Scheiben auf die Fußmatte neben des Mannes Bett gezerrt, um sie dort zu verschlingen. Durfte sie natürlich nicht.
Noch immer hat sie nicht entdeckt wie die Katzenklappe funktioniert, wir wollten allerdings bald mal den ersten Ausgang auf den Balkon genehmigen. 🙂 Ein bisschen frische Luft schadet ja nicht, hihi.

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