Erster richtiger Offlinesalg – ein Bericht

Gutes Wetter bei der Anreise nach Lillesand – keine Probleme beim Auspacken der vielen Kisten und Körbe.
Der Quilteklubb hält Hof in der Oberetage einer alten Schule, noch mehr Treppen als beim Kristiansander Klubb  und wunderlicherweise niemand der deswegen rumnölt.

Die Frauen vom Vorstand tragen Tische rein, derweil ich mich auf einigen davon ausbreite. Durchschnittsalter wie beim Kristiansander Klubb recht hoch, also über 50. .-)

Nach der allgemeinen Einleitung stelle ich mich vor, einige wissen, dass ich bei S&S arbeite, außerdem erzähle ich, dass ich mit im Ksander Klubb bin.
Dann erkläre ich so ein bisschen, was  ich eigentlich verkaufe, zeige meine Musterdecken und -läufer und erläutere Möglichkeiten.
Versteige mich am Ende zum Vergleich, dass die Precuts vielleicht nicht eine ganz so große Revolution sind wie der Rollschneider damals war, aber doch nah dran. Aua. Man sollte nicht so viele englische Quiltebücher über Precuts lesen *seufz*. Komme ziemlich ins Plappern, kriege aber rechtzeitig noch den Hahn zugedreht, kontere ganz gut die Aussage, dass doch alle dann die gleichen Quilts haben mit den Rollen. Weise darauf hin, dass wir uns erst am Anfang einer Entwicklung befinden und sicher noch Sachen kommen werden, die wir uns jetzt noch nicht vorstellen können.

Am Ende des Abends verschwinden natürlich alle schnell, bis auf den Vorstand, der mir dann auch noch in Abwesenheit der restlichen Mitglieder dankt und eine Blume überreicht als Dankeschön fürs Kommen.
Einpacken ging recht schnell, ich hab erstmal alle Kisten in den Flur gestellt und der fantastische Vorstand hatte dann schon alles runtergetragen als ich fertig war mit Einpacken.
Unglücklicherweise schüttete es draußen, so dass ich nach dem etwas komplizierten Einladen bis zu den Knien nass war, dafür aber die Kisten – auch die ohne Deckel – recht trocken blieben.

Gut:
– eine Portion neutrale weiße Tüten und den Taschenrechner aus der Firma auszuleihen
– der weiße Drahtkorb aus der Dekoabteilung für die reduzierte Ware.
– meine Beschilderung
– das Batikkangebot (1 für 36, 3 für 100, 5 für 150). 🙂
– die Geschichte zum orangen Quilt der mal beige war (Balkonquilt) brachte alle zum Mitleiden und Lachen.
– der selbstgenähte Känguruhbeutel erfüllt ganz fantastisch seinen Geldaufbewahrzweck.
– das ausgedachte System fürs ‚Kontrolle über den Bestand behalten‘ scheint recht gut zu funktionieren, ich habe volle Übersicht hinterher gehabt, bis auf die Charms/Pins und Bücher, weil da ist keine Warenummer dran. Aber davon hab ich ja auch nur je 2 Stk. verkauft.

Schlecht:
– offene Körbe wenn es regnet
– die Stiefelkartons für die 30cm-Stücke taugen nichts, also weiter nach Kunststoffkästen mit geraden Rändern in der richtigen Höhe mit Deckel suchen.
– zuviel geplappert, keine Struktur im Vortrag – nächstmal besser vorbereiten
– das, was links und rechts stand wurde nicht gesehen (Schmuck links, Bücher und 20%-Waren rechts) und damit auch nicht verkauft.
– in den Zeigemodellen keinen Zipfel Stoff verwenden, den man nicht auch bei mir kaufen kann, denn selbst wenn es sich wie bei den 5″-Läufern um einen anderthalb Zentimeter breiten einfarbigen Streifen handelt, wollen die Leute genau DEN Stoff kaufen.

Außerdem:
– für den Schmuck ein drehbares Tischstativ kaufen, so dass alles einfach in Tütchen dranhängt, so wie es jetzt ist, mit offen sichtbar am Rahmen, das ist sehr transportunfreundlich und zu umständlich für mich, erfordert zuviel Arbeit. Einfach nehmen können ist verkaufsfreundlicher als ‚aus Kiste zugeteilt bekommen‘.
– Mein Auto ist groß genug für noch wesentlich mehr Ware, sofern ich keine Möbel mitnehmen muss.
– alles sollte einen Deckel habe wg möglichem schlechtem Wetter.
– auf keinen Fall den Arbeitgeber erwähnen, dass zieht nur Produktfragen nach sich. Hab ich zwar generell keine Probleme mit, aber an dieser Stelle ist das einfach nicht angebracht, ich will ja meinen Krams verkaufen und nicht gratis Reklame für S&S machen.
– Nach dem Septemberverkauf auf der Festung muss ich unbedingt eine Inventur machen!!!

Und ich muss ganz ganz dringend bis zur Kristiansander Ausstellung zwei JellyRoll-Decken nähen, habe ich doch keine einzige in meinem Bestand.

Soviel dazu, vielleicht fällt mir später noch mehr ein.
Alles steht wieder im Keller, rückräumen geht schneller als raussuchen, die Kisten mit den Rollen packe ich nicht aus, die können bis zur Ausstellung in drei Wochen stehen bleiben denke ich mal.

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