Extrem-Tag

Wir haben einen extremen Winter. Sagen die Norweger. Es hätte seit 15 Jahren nicht mehr so geschneit. Schön und gut. Hilft mir aber gar nicht. Vorgestern fast nicht mehr die Einfahrt raufgekommen. Für heute morgen dann schon vorausschauend direkt oben neben Harald an der Einfahrt geparkt.

In der Nacht hat es dann noch mal 20 cm Neuschnee gegeben. Super. Dazu die Schneekante vom Schieber und ich hab fast 20 Minuten den Berg runtergebraucht. Dann noch Ralf angeschoben, der kam auch nicht über die Kante vom Schieben.

Wie immer öfter immer länger zur Arbeit gebraucht. Die Landstraße wird jetzt täglich schmäler, weil die Räumfahrzeuge auch nicht mehr wissen, wohin mit dem Schnee. Schon doof, wenn überall neben der Straße Felswände sind…

Auf der Arbeit dann mal wieder keinen Strom. Bis 10 Uhr rumgelungert und ein bisschen rumgeräumt. Dann mal eine halbe Stunde Strom gehabt, dann wieder keinen. Ich hatte die Megastinklaune, dazu hatte noch meine Lieblings-Kollegin angerufen, dass sie wegen dem miesen Wetter nicht kommt und lieber die Zeit nächste Woche reinarbeitet. Ein anderer Kollege kommt seit zwei Tagen mit dem Quad seines Sohnes, weil auch er sein Auto nicht mehr frei kriegt.

Gegen 12 Uhr dann einen Wutanfall bekommen und die Brocken hingeworfen. Mich abgemeldet und gesagt, dass ich nächste Woche die Zeit einarbeite. Im Schnee-Hagel-Gemenge nach Hause geschliddert. In Vennesla hat es direkt vor mir geknallt, ein übler Auffahrunfall. Entweder hat dieser Mensch voll gepennt oder alles zusammen. 🙂 Jedenfalls hatte ICH genügend Abstand und ABS.

Unseren Hügel einwandfrei hochgekommen, obwohl wenig geräumt. Aber leider nicht bei uns in den Stichweg einbiegen können, weil noch nicht geräumt und also 30 Kante und Schnee. Bis hoch gefahren und dann unter Gequäle gewendet und wieder komplett runter, beim Rimi parken und laufen. Schneematsch-Wasser in den Schuhen gehabt.
Oben dann noch gesehen, dass die Nachbarn vorne ihre Tanne mit einer Leiter vor dem Abstürzen auf die Straße bewahrt haben.

Ralf war gar nicht arbeiten. Bzw., er war schon in der Firma, aber sie hatten kein Firmenauto, weil 2 Kollegen frei und der Dritte nicht erreichbar. Und Ralf meinte nur, er würde nicht mit seinem Privatauto bei den Straßenverhältnissen 50 km bis Mandal fahren. (Er hat alles Werkzeug im Combo und fährt meist eben mit dem Privatauto zu den Baustellen.). Was ich auch voll verstehen kann, denn wenn was passiert, dann steht er dumm da und hat kein Auto mehr, denn der ist nur Haftpflicht und die Firma zahlt nur Kilometergeld.
Jedenfalls hatten sie sonst nix zu tun und haben halt gesagt, dann soll er sich nen netten Freitag machen. *lol*. Das ist so typisch ralfs Firma, echt. Die sind zum Kringeln.

Ich stehe jetzt mit meinem Auto bei den Nachbarn hinter uns. Hatte gefragt, ob die heute noch weg müssen, damit ich auf dem Weg stehen kann, aber er meinte, dass wäre kein Problem, ich sollte mich doch bei ihm auf den Hof stellen 🙂 Voll nett. Weiß gar nicht, was Harald mit denen für Probleme hat.

So, ich muss inne Heia, morgen ist wie immer Post angesagt

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