Fast ein Neuanfang

Da ich mich hab mitreißen lassen vom Novemberregen, die übrigens eine hervorragende Multiplikatorin ist, hab ich quasi die Selbstverpflichtung bis Weihnachten 3x die Woche 300 Zeichen zu schreiben.
Freundlicherweise zählt WordPress Wörter, da haben wir also schon mal die Kontrollinstanz. Für den Rest bin ich selber zuständig.
Und angesicht der Schwere dieser Selbstverpflichtung fang ich einfach mal wieder ganz von vorn an.

Seit 2004 lebe ich in Norwegen. Ich kam zusammen mit einigen anderen, die wie ich in Flensburg Vollzeitsprachkurs von der Agentur für Arbeit bezahlt bekamen (zu Zeiten, als man dringend die Arbeitslosenzahlen kleiner haben wollte, dazu war denen jedes Mittel recht). Unter diesen anderen war auch der jetzige Herzliebste.
Angesichts der eindrucksreichen Angelegenheit erinnern wir uns sehr genau, dass wir am Mittwoch den 04.08.04 nach Norwegen aufgebrochen sind, dass wir am 08.08.04 zusammengekommen sind entfällt uns dagegen jedes Jahr wieder. Aber nun hat an dem Tag auch die beste Freundin geheiratet und da krieg ich das vielleicht endlich mal hin mir das zu merken.

Ich bin frische 43 und lebe mit dem Herzliebsten, sowie drei Katzen in den Altersgruppen 2,5,11 im eigenen Haus – Holzhaus der beginnenden 70er . Das war nie geplant, aber hier ist Hauskaufen ein Teil der Kultur könnte man so sagen, alternativ kann man auch sagen, es gibt wenig Mietwohnungen und das Mietwohnungsrecht ist auf Besitzerseite und man darf nicht mal die Wände malen ohne zu fragen.
Hausbesitzerin ist für mich eher eine Belastung, mir persönlich wäre ja eine Mietwohnung lieber, aber gut. Ist eben wie’s ist. Und wenn sie mal 5 Jahre am Stück ein älteres Haus renovieren, dann wissen sie ja wie es uns ging….deutsche Perfektionsansprüche kann man gleich mal einbuddeln gehen.

Das Arbeitsleben in einer Stoffkaufhauskette kam zu einem recht abruptem Ende als die Chefetage in der Ferne eine anspruchsvolle Mitarbeiterin und gleichzeitig frische Betriebsrätin loswerden wollte. Juni letzten Jahres habe ich dann eben meinen eigenen Stoffladen aufgemacht (nach Monaten mit Businessplan, Tabellen, Berechnungen, Besprechungen, Gründercenterbesuchen usw. wohlbemerkt).
Seitdem dient das Blog vorwiegend als Ventil, um über die Selbstständigkeit zu jaulen. Aber dass muss sich jetzt dann ja ändern, hier weht jetzt ein frischer Wind, jaha und bläst den Staub weg. (Da er gerade bei 350 Wörtern bläst und ich mich eh sputen muss um den Laden rechtzeitig aufzuschliessen, ich fahr dann mal).

 

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