früh am Tag

Für meine Verhältnisse ist es verdammt früh (08.21 h) und ich habe weder ausreichend noch gut geschlafen. Samstagabend konnte ich nicht schlafen, weswegen ich mir erst einen und dann noch einen Film
angeguckt habe. Dann noch ne Runde Carcassonne gespielt.

Festgestellt, dass es draußen plötzlich hell wurde und beim Blick auf die Uhr gesehen, dass schon 5 Uhr morgens. Unglaublich. Bis 13 Uhr Sonntag geschlafen. Gestern Abend dann auch nicht wirklich schlafen
können. Bei T. übernachtet, weil seit Freitag die Katzen ausgesiedelt sind. Es macht keinen Sinn, sie mit nach Flensburg zu nehmen, wenn ich dann nach 7 Wochen erstmal für das Praktikum nach Norwegen verschwinde. Und die dann doch wieder woanders wohnen müssen. Also haben wir beschlossen, dass ich die bereits jetzt übersiedel, wo wir beide noch da sind. Ab Donnerstag kommen sie dann wieder zu mir, weil T. 10 Tage im Urlaub ist. Er kommt dann vor dem 10.6. noch wieder, damit wir die wieder zu ihm bringen. Aber dann kennen sie wenigstens die Wohnung schon. Einer der drei Kratzbäume ist drüben, eine der Schlafboxen und ein bisschen Spielzeug. Nix neues. Nandi hat heute Nacht sogar im Transportkorb gelegen. *g*. Freitag hab ich nicht dort übernachtet, was Lily aber so irritiert hat, dass sie mich die halbe Nach gesucht hat und Thorsten vom Schlafen abgehalten. Maunz. Das Problem mit dem Übernachten bei T. ist, dass er selber nur eine ziemlich tote 90er Matratze hat, wo man zu zweit echt nicht drauf
liegen kann. Wir übernachten sonst immer im Wohnzimmer auf dem Schlafsofa. Ist zwar auch nicht so der Knüller, aber was willst machen.

Also hab ich mich neben ihn auf die Iso-Ma gelegt. (seine Matratze liegt nämmich auf dem Fußboden) Was aber echt nicht zum Aushalten war, weil er ziemlich laut geatmet hat und es außerdem stockdunkel im Zimmer war. Ich kann mich nicht dran erinnern, wann ich das letzte Mal im Dunkeln geschlafen habe. Hat sich halt nie ergeben. Ich hatte immer Wohnungen ohne Rollladen und hab mich einfach daran gewöhnt, morgens vom Licht wach zu werden. Oder eben auch nicht *lol*.

Dann hab ich mich also mit dem Bettzeug aufs Sofa verzogen. Und hab doch noch ein paar Stunden geschlafen. Aber trotzdem komisch. Unter der Woche ist das echt laut da. Am Schlimmsten sind die Nebenmieter. Ich mein, muss das Kind da um viertel vor sieben schon rumtönen. Das ist noch nicht mal schulpflichtig, kann das nich n bisschen länger schlafen. Und die Mutter streitet sich häufiger am Telefon. Die oben drüber, ein junges Pärchen, haben sich alle paar Wochen, bevorzugt Samstagabend oder Sonntag so seifenopermäßig in den Haaren. Mit allem Drum und Dran. Sie brüllt rum, er zurück, Türen knallen, dann brüllen sie sich im Hausflur an und dann geht einer von beiden aus dem Haus, der andere brüllt aus dem Fenster hinterher. Dann geht der zweite raus.
*lol*. Ist aber schwer nervig. Ich hab ja meist auch in einem hellerhörigen Haus gewohnt, dass haben die alten Häuser eben so an sich. Aber irgendwie hatte ich nie so lästig laute Nachbarn.

Hier in dieser Wohnung hab ich ja drei Außenwände plus Flur und unter mir Keller. Da hör ich nur das Mädel über mir manchmal hin und her gehen, aber das is so schlimm nicht. Und die ist auch nicht sooo
gesellig, als dass sie ständig Besuch hätte. Also alles halb so wild.

In Bremen war eine der Zimmerwände zum Nachbarn und hin und wieder hab ich deren Fernseher gehört. Und Dennis über mir hatte manchmal seinen piepsenden Wecker. Toll. Der war lustig. Hat volles Rohr den Wecker piepsen, diese digitalen machen ja, wenn man sie lang genug laufen lässt, diesen 4fach Pieps, und wird davon nicht wach, derweil ich schon nach drei Piepsern von seinem Wecker in der Wohnung
drunter wach werde. *ggg* Bremen war schon nett, abgesehen von der verschwindenden Post. Aber mittlerweile sind da ja neue Haustüren reingekommen und große Postkästen vor der Tür, wo man nicht mehr
reinlagen kann ohne gesehen zu werden.

Achja, ich vermisse Bremen. Ist doch mein Zuhause gewesen. Und mir fehlen die Bremer. ier fühle ich mich nicht so ganz zuhause. Nicht, dass ich jetzt in HB den riesen Freundeskreis hatte, außer den Minileuten. Dafür hab ich auch nicht lang genug da gewohnt. Fing ja gerade erst an, richtig nett zu werden. Aber trotzdem. Hab zwischendurch immer mal Heimweh.

Und jetzt bin ich ernsthaft am Überlegen, ob ich nicht doch noch zwei Stunden ins Bett gehe. Ich müsste zwar auch zum Arbeitsamt, aber da kann ich so müde und nörgelig eh nix werden. *g*. Muss bloß den Antrag mit den Fahrtkosten abgeben. Für Flensburg.

Gestern war ja die Bundestagspräsidentenwahl. War wie immer klar, dass es nicht die Frau wird. Was die gesamtpolitische Lage angeht, hoffe ich einfach nur, dass ich zur nächsten Wahl die Gelegenheit habe, einen Auslandsaufenthalt einzuschieben, damit ich nicht wählen muss. *g*. Bleibt ja nix mehr. Durch die Bank finde ich alle ziemlich unglaubwürdig, habe aber auch keine Ambitionen, selber politisch aktiv zu werden, jedenfalls nicht bundesweit. Ich kann mir schon vorstellen, irgendwann wieder was zu machen. Aber wenn, dann eben auf Stadtratsebene, im Gleichtstellungswesen auch gerne überregional oder halt irgendwo anders. Aber nicht allgemeinpolitisch überregional. Ist mir zu langweilig. So schwammig. Aber wenn schon. allein mit der Tatsache, dass ich überhaupt jemals politisch aktiv war, schlage ich
die meisten meiner Altersgenossen. *lol*.

Hm, weils mir gerade so in den Sinn kommt: 5 Dinge, die ich in der Politik ändern würde, wenn ich denn könnte:

1. Erziehungsurlaub müssen Mutter und Vater nehmen, jeweils halbe halbe, sonst verfällt er.
2. Es gibt ab sofort keinen Beamtenstatus mehr, die die es noch als ‚Altlasten‘ gibt, müssen ebenfalls eine Teil des Gehaltes abgeben für Alterssicherung.
3. Es werden keine neuen Staatsschulden gemacht und fertig. Müssen wir eben alle sparen.
4. Die allgemeine Wehrpflicht wird abgeschafft, stattdessen müssen Jungen und Mädchen nach der Schule ein Jahr lang Dienst tun. Egal, ob sie sich für Wehrdienst, ökologisches oder soziales Jahr oder
Zivildienst entscheiden. Es gibt keine Ausnahmen.
5. Arbeitsämter werden so organisiert, dass eine Vermittlung nach Berufsgruppen erfolgt. Vermittler müssen ein oder zwei Tage in der Woche raus in die unternehmen und Kontakte knüpfen und aktiv vermitteln.

So. Und jetzt frühstücke ich erstmal.

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