Gutes und nicht so Gutes

Nicht gut ist, wenn Katzen einfach so nicht wiederkommen, wie bei Bekannten geschehen. Aber richtig gut finden unsere drei dann geschenktes Futter, eine sehr große Tüte mit Trockenfutter und zwei Handvoll kleine Dosen mit Feuchtfutter. Ich räumte gerade die kleinen Dosen unter die Arbeitsplatte, da raschelte es, ich dreh mich um und Miss Rosali steckte in der Plastiktüte und war gerade dabei die darin befindlichen großen Plastikbeutel mit dem Trockenfutter aufzureißen und das erste Futter in sich zu werfen. Ja sicher, wie sollte es anders sein. Grr. Tüten erstmal im Keller verstaut und ein dickes Dankeschön an Familie Knaus auf der Insel. 🙂

Nicht gut ist auch der Brief vom Arbeitgeber-Advokaten an die Gewerkschaft in dem man befindet, wenn es außer dem kleinen Wortfehler in der Änderungskündigung nichts weiter zu bemängeln gibt, dann wäre doch alles in schönster Ordnung. Ja sicher, wie sollte es auch anders sein. Ansonsten ist der Tenor auf der Arbeit eher ‚Dieses, jenes und solches dürft ihr nicht, aber solches und welches müsst ihr zusätzlich machen.‘ Meine Arbeitskolleginnen sind ebenfalls ziemlich angepisst und die Hälfte fängt an sich mal umzugucken. Der einzige Lichtblick ist eine Chefin, die sich auf unsere Seite schlägt.

Nicht gut ist dann auch, wenn der Mann von der Gewerkschaft sagt, so lange ich nicht schriftlich habe, dass ab Dezember dann auch auf die Aushilfen und Vertretungen verzichtet wird, so lange ist die Änderungskündigung sachlich. Und ich müsste das irgendwie bekräftigt haben. Vor Anfang Dezember kann ich also quasi nichts machen.
UND die Sache mit dem verbotenem anderswo arbeiten, da würden sie sich nicht reinhängen, dass wäre quasi sowieso auch mein Problem, ich müsste da erst mal hinschreiben und dann sehen, was für eine Rückmeldung kommt.
Ist ja nicht so, als wäre es nicht genau das gewesen, was ich am Anfang von denen wollte, nämlich mir sagen, was ich da hinschreiben muss wenn ich Einspruch einlege. Seufz. Wie kann man nur soviel Zeit so sinnlos verplempern. Setz ich mich also nach dem Tierarztbesuch mal hin und formuliere zwei Briefe. Immerhin darf ich sie dem Gewerkschaftsmann zur Durchsicht rübermailen, damit ich mich sprachlich nicht total vertue. Frust. Mehr Frust. Megafrust. Und wieso eigentlich immer ich 🙁

Nicht gut ist, wenn man sich endlich zum Quilten an der Longarm aufrafft um ein Kundenmuster zu testen auf einem ein Meter mal eins-zwanzig großen Quilt – und dann nichts von der Hand läuft. Der Faden immer mal unterwegs reißt, aber eigentlich die Fadenspannung okay ist. Drei Mal riss er, weil ich nicht merkte, dass ich vergessen hatte oben durchzufädeln – also den Arm der sich oben an der Nähmaschine bewegt. Sehr pfiffig. Dann immer misstrauisch auf störende Geräusche lauschen, am Ende der ersten Reihe vergessen die Maschine neu auszurichten. Dann sitzt der neue Startpunkt in der nächsten Reihe falsch und dann muss man erst mal ewig rumfummeln, bis sich das wieder richtig eingestellt hat. Grr.

Nicht gut ist, wenn man zum Tierladen fährt um eine neue kleine Katzenklappe zu kaufen (die in die Schlafzimmertür soll) und es dann keine gibt. Gut ist dann nicht nur mit Katzenspielzeug da rauszugehen, sondern auch 4 Kartons gutem Feuchtfutter zum Preis von zweier UND einem geschenkten größeren Spielzeug, so ein Plastetunnel mit Ball und Löchern zum reingreifen.
Aber erstmal ne Tour zum Tierarzt zum Miss Rosali impfen lassen und OP-Wunde vom Sterilisieren begucken.

4 Kommentare

  1. ooohps! :-O
    das klingt ja alles vile komplizierter als angenommen…

  2. Die Sache ist ja, dass ich ursprünglich nur um Hilfe beim Formulieren des Einspruchs gegen die Änderungskündigung gebeten hatte, nicht mehr. Das mit dem Arbeitsverbot kam ja erst derweil später.
    Und genau genommen ist es mir auch lieber, sie sagen jetzt ehrlich, dass sie ungern in Arbeitskämpfe gehen, wo das Kampfziel nicht wirklich rechtlich abgesichert ist, als dass sie sich da reinstürzen und am Ende sind wir die Dummen.
    Dadurch dass ich eine 3-monatige Kündigungsfrist habe und alle anderen nur einen Monat, kann ich eben nicht absehen, ob zum Dezember noch andere gehen müssen. Wenn ich dann Anfang Dez. tatsächlich nur die Einzige mit gekürzten Stunden bin und die nach mir gekommenen noch da sind, DANN ist das eine unsachliche Kündigung, aber bis dahin habe ich eben wenig Chance.
    Soll heißen, ich schreibe jetzt dem Oberchef, dass ich bestätigt haben will, dass andere mit kürzerer Ansiennität bis Dezember auch weg sind, das gilt auch ‚falschen‘ Aushilfen, also die mit festen Schichten, ansonsten würde ich die Kündigung als unsachlich ansehen. Außerdem werde ich darauf hinweisen, dass ich ab Dezember ein Anrecht auf die 20% der nur mit 60% statt 80% aus dem Mutterschaftsurlaub Zurückgekommenen habe, sofern diese nicht ersatzlos wegfallen (was sie derzeit nicht sind).

  3. Man kann auch durchaus positive Erlebnisse mit der Gewerkschaft haben, besonders in Norwegen 🙂 Bei ging alles gut, jedenfalls so weit da rechtlich überhaupt etwas zu machen war. Kopf hoch, das wird schon.

    Übrigens: hätte ich heute morgen schon gewusst, wie der Tag weitergeht, wäre ich im Bett geblieben… du bist heute nicht allein mit einem Sch…tage bediengt worden 😉

  4. Gern geschehen mit der Futterspende, Hauptsache es schmeckt eurem kleinen Vielfraß.

    Die Sache mit der Gewerkschaft scheint sich immer wieder zu bestätigen. Mir und meinen Arbeitskollegen in Deutschland erging es nicht anders, die sind auf die Beiträge scharf und bringen so gut wie keine Gegenleistung. Der Anwalt, der uns vorm Arbeitsgericht von denen vertreten sollte, hat sich kurz vor dem Prozess die Akten angesehen und hatte von Tuten und Blasen keine Ahnung, sprich absolut keine Vorbereitung, dementsprechend hatten wir den Prozess verloren. Wir sind daraufhin geschlossen wieder ausgetreten, da hättest du mal sehen sollen, wie die sich die Beine ausgerissen haben, damit wir wieder beitreten. Wären die nur mal so fleißig bei der Prozessvorbereitung gewesen,

    Kopf hoch, das wird schon wieder. Hast ja genug Zeit, dich bis dahin nach was anderem um zu sehen 😉