Impressionen Mittwoch 21 Uhr

Ich schreibe jetzt aus dem Zug. Fahre gerade wieder von Oldenburg nach Hannover. Es ist 20.40 h und die Sonne steht tief und scheint in den Waggon. Strahleblauer Himmel mit ein paar Wolken in verschiedenen
Farben.
Dazu Windräder, Felder mit grünem Getreide und viele Bäume.

Ich liebe Zug fahren. Ich mag die Bewegung und das unterwegs sein. Das Sein. Ich liebe es, Häuser und Gegend zu gucken oder mit den Augen den Schienen zu folgen.

Zug fahren ist Ichsein. Es wird nie langweilig. Träume? Die transsibirische Eisenbahn. Mit dem Zug bis Afrika. Ich mag Reisen, die sich per Zug oder Schiff machen lassen. Ich fliege nicht gern, es sei
denn darf mit einem Segelflieger mitgleiten. Daran mag ich das Ursprüngliche, die Ruhe, das ‚von oben gucken‘. Auch Gegend sehen und die Veränderungen, die durch den Menschen entstanden sind. In Porta
Westfalica an der Weser bin ich mal in einem alten roten Segelflugzeug aus Holz mitgeflogen. Wir konnte zwar nicht so lange oben bleibn wie die leichteren Kunststoff-Flieger, aber es war so toll. Und der Pilot, ein älterer Herr, hat mir von seinem Gesehenen erzählt. Wie sich in den letzten 20 Jahren, die er schon die Gegend befliegt, alles verändert hat.

Zugfahren macht melancholisch. Oder lebendig. Je nachdem wie die Grundstimmung ist. Ich mag die Versprecher der Zugführer oder auch deren Dialekt. Ich mag die Menschen, die mit mir im Zug fahren. Nagut. Nicht immer. Aber ich mag sie beobachten.

Was ich nicht mag sind Abteile. Ich sitze immer im Großraum. Es ist nicht so eng, selbst wenn der Zug voll ist.

Ich entdecke gerne Städte von hinten. Die Seite, die man sonst nicht sieht. Die Rückseiten der Gewerbegebiete. Manchmal schmuddelig, manchmal pittoresk (komisches Wort, aber treffend). Ich mag das Grün, das zwischen den Steinen wächst.

Urlaub ist für mich das unterwegs sein. Ob mit dem Zug oder mit dem Mini. Die Bewegung entspannt mich. Das Fortkommen.

Stillstand ist nicht mein Ding. *g*.

Was mich daran erinnert, dass ich mal wieder Laufen könnte.

Najo. Jetzt werde ich noch eine Viertelstunde mit Schauen verbringen und dann sind wir auch schon da.

In meinem Gepäck: Computerkrempel und Klamotten. Außerdem eine Leinentasche mit Holz. Habe mir vorhin in der Firma noch aus ner Dachlatte Leisten geschnitten und vorgebohrt. Sind als Regalträger gedacht und die Tage fange ich mal wieder mit dem Umbauen an 🙂 Ich kann es nicht lassen und es ist völlig typisch, dass mich das zu einer Zeit überkommt, an dem ich eigentlich genug anderes zu tun habe oder wo was passiert. ich z.B. die nächsten Wochen eh nicht in meiner Wohnung bin. *ggg* Aber egal. Ich liebe Wohnung umbauen oder -räumen.

Cya.

Kommentare sind geschlossen.