In den Strassengraben – å kjøre seg i grøfta

Wenn sich 1,6 Tonnen Auto erstmal von selbst in Bewegung setzen, kann man ziemlich wenig machen.
Musste ich gestern morgen feststellen, als ich so mit 60 einfach nur geradeaus auf der Landstrasse unterwegs war und der Jeep pløtzlich Anstalten machte.
Ich wusste, dass es glatt ist, weil bei uns nur 2 Grad und es regnet ja seit 5 Wochen. Deswegen war ich ja auch ziemlich langsam unterwegs.
Die Strasse war dann hinter Vennesla einfach nur glatt wie Seife. Und da ich nur normale Winterreifen habe und keine Spikes…bin ich leider ins Schleudern gekommen und hab mich 270 Grad gedreht. In ein paar Meter freie Bøschung.

Ich hatte aber Megaglück. Links von mir war der Felsen, daneben der Strommast. Und 5 Meter weiter rechts der Bach. Die Bøschung hatte genug Steigung für einen Geländewagen. Mit einem normalen Auto hätte ich mir den Unterboden aufgerissen.
Ich kam leider nicht alleine wieder weg, weil ich mit den Vorderreifen auf Sand genau vor 10cm Asphaltkante stand und mit den Hinterreifen auf glattem Tannengrün. Ich konnte leider auch nicht die erforderlichen 15cm nach hinten fahren, um dann mit Schwung los, weil sich ein Stück abgeknickter Tannenstamm (ich wars nicht, der war schon so) an meine Heckklappe bohrte.

Von den angehaltenen Autos konnte keiner mal kurz den Jeep anschleppen, 10cm hätten ja gereicht, einfach um über die Kante zu kommen, aber a) war es wirklich selbst zum stehen schon zu glatt und b) hatte ich das grøsste und schwerste auto *grins*. Und der eine, der einen noch grøsseren fuhr, hatte nur Sommerreifen. Dafür hat sich dann 50m noch ein Gelændewagen auf den schrægen Seitenstreifen gefahren. Und da reichte die Bodenfreiheit nicht zum Wegkommen.
Ein Autofahrer hielt dann und erzæhlte, dass er sich letzten Monat an der gleichen Stelle weggeschossen hætte, er führe jetzt einen Leihwagen.

Falck, der Abschleppdienst, kam dann eher zufællig vorbei und hatte schon einen vøllig demolierten Golf hinten dran. Der Hansel hat dann aber lang genug auf meinen Vorderreifen geschielt, bis er sich entschloss, mich kurz anzuziehen. Und kaum hatte ich die Vorderräder auf der Strasse, gings auch weiter für mich.

Mir ist also ausser einem kleinen Schrecken und dem bleibenden Gefühl wie sich 1,6 Tonnen langsam zu drehen beginnen, nix passiert. Der Jeep hat nur ne mittlere Beule rechts auf der Heckklappe, dort wo der Turbodiesel-Aufkleber war. Da ist natürlich prompt der Lack ab.
Mal gucken, ob das Bruderherz das vielleicht richten kann. Die Beule. Den Lack mach ich dann selber. Mir schwebt da schon eine andere Farbe vor, quasi ein Klecks mit Turbodiesel drauf oder so. 🙂

Ärgerlich ist es trotzdem, weil ich gerade dabei bin, mich mit dem Gedanken anzufreunden, den Jeep wieder zu verkaufen. Eines der Autos muss weg und wenn ich den Jimny nicht loskriege, dann muss eben der Jeep dran glauben. Auch wenn ich den Gedanken nur schwer ertrage, mich vom Jeep zu trennen.

Ach ja, in der Firma ist das gar nicht weiter das Thema gewesen, dass ich mich abgeschossen hab. Scheint hier irgendwie recht normal zu sein im Winter. Auch wenn es ja quasi ein Überraschungsfrost war. Dafür werde ich jetzt wieder bei jedem Mal miesem Wetter rummaulen, dass ich mir einen Jobb in der Stadt suchen werde *gg*. Solange, bis wieder Frühjahr ist 😉

Schønes Wochenende. ich geh jez noch mal in die Werkstatt, Feuerholz schneiden.

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