Intelligentes Direktmarketing eines Küchenherstellers

Von einem Küchenproduzenten an seine Grosskunden (Bauunternehmen).

Vor einigen Wochen rief ein Küchenhersteller an, um zu fragen wer denn die Hauptverantwortung für Einkauf hat, wegen eines kleinen Geschenkes zum Herstellerjubiläum.
Ich habe dann an den Kollegen verwiesen, da ich ja noch nicht so lange dabei bin.

Vor der Spanientour kam dann ein junger Mann vorbei und rollte einen Küchenunterschrank mit 4 Schubkästen in weiss ins Büro. Mit einer riesigen roten Schleife dran und einer grossen Karte auf der ‚Bedienungsanleitung‘ stand.

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Auf der stand, dies wäre das Paket was sie versprochen hätten zu schicken. Und dass man in diesen Schubkästen sehen würde, welche Vorteile eine Zusammenarbeit bringt.

Im obersten Schub ein Inspirationsbuch, in dem Wünsche und Bedürfnisse von Kunden zu Traumküchen verarbeitet wurden.

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Im zweiten Schub dann die Aufforderung sich zu entspannen, derweil der Produzent sich um Design, Planung und Installation kümmert. Dazu ein Paket kolumbianischer Kaffee und ein Päckchen Likörschokolade.

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Im dritten Schub dann eine Info zu Rentabilität/Wirtschaftlichkeit. Nämlich die, dass Käufer bereit sind, mehr Geld für eine Wohnung mit bereits installierter Küche auszugeben. Und dass grössere Bestellungen sowohl dem Produzenten als auch uns wirtschaftliche Vorteile in Form von besseren Preisen gibt.

Dazu dann einen grossen Haufen Schoko-Euromünzen.

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Im untersten Schub der Knüller. Die Aufforderung anzurufen, um sich die Vorteile demonstrieren zu lassen. Dazu ein in der Ausstanzung eingelegtes einfaches NOKIA 3110 mit einer 150 NOK Guthabenkarte und SIMkarte, die Nummer der Küchenplanerin schon eingegeben, dass man nur noch auf ‚anrufen‘ drücken muss. (Auf dem Foto hatte der Kollege das Telefon schon an sich gerissen für den Dankesanruf, weswegen ich die Schachtel unter der Pappe hervorgezogen hatte.)

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Die ganze Aktion hat für Neugierde und Überraschung gesorgt und wir standen im Pulk um den Kasten umzu, derweil der Kollege ‚ausgepackt‘ hat.

Ich finde das eine richtig tolle Aktion mit Witz und Verstand. Von den Kosten her dürfte die Idee das Teuerste gewesen sein, denn die Schränke können sie schliesslich selber produzieren.

Und wer Lust hat, kann sich die Küchen dänischen Ursprungs in wirklich guter Qualität auch gleich angucken: HTH kjøkken oder auch HTH-Küchen

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