Jahresrückblick 2020

Jaja, etwas früh, aber mir ist gerade langweilig. Und es ist zu früh um ins Bett zu gehen.
Januar bis ca 10. März – Ja, da war was, aber irgendwie ist mir das total aus der Erinnerung verschwunden. Dann kam nämlich Covid19 und alles was vorher war ist ausgelöscht.
Norwegen machte zu, ich schickte 3,8 von 5 Angestellten in Kurzarbeit. Kurz entschlossen, weil wer wusste schon was kommt.
Der Laden hat mich komplett in Anspruch genommen, ich dachte ja, jederzeit kommt der Knicks, aber nein. Hobby und Handarbeit ist halt immer ein Zugpferd in Krisenzeiten, wir sind als extrem gut rausgekommen, und das Jahresbudget nicht nur erreicht, sondern auch gut überschritten.
Haben außerdem hunderte Routinen geändert und jemanden gekündigt.
Jemand anderes hatte ja im Oktober spontan gekündigt, aber ich habe mehr als guten Ersatz gefunden, habe ich doch endlich eine Abteilungsleiterin für den physischen Laden eingestellt – und die Frau ist der totale Knüller. Hat 13 Jahre Erfahrung als Abteilungsleiterin und Nähen als Hobby. Übernimmt sofort Verantwortung und meine Schultern senken sich. Und Studium wird auch gehen.

Was ist also passiert, was nichts mit dem Laden zu tun hat:
– im Juni sind der Herzliebste und ich wieder in die Hauptwohnung gezogen, nach fast einem Jahr in der Einliegerwohnung.
– Juli und August wohnte ein schwedischer Krankenpfleger in der Einliegerwohnung, einer der sonnigsten und entspanntesten Menschen die ich je kennengelernt habe.
– im September waren meine Eltern zu Besuch, zwar mit ziemlich genau gleichlanger Einreisequarantäne wie Aufenthalt, aber trotzdem gut. Zu dem Zeitpunkt war das noch wesentlich viel entspannter als es jetzt ist. Beide konnten in der Einliegerwohnung wohnen.
– Nach der Abreise der Eltern kam der Zimmerer und hat uns neue Holzterrassen ums ganze Haus, sowie einen neuen und größeren Balkon gebaut. Mit einer Treppe nach unten auf die Terrassen. Fehlt nur noch Geländer, das kommt im Frühjahr.
– im Oktober ist mein Lehrling in die Wohnung gezogen und es funktioniert gut. Wir kommen gut miteinander aus und lassen uns in Ruhe.
– Mein lang geplanter und seit langem gewünschter Fastenurlaub an der Ostsee Ende Oktober/Anfang November wurde 2 Tage vor Anreise abgesagt. Deutschland hatte wieder dicht gemacht und Hotelübernachtungen verboten.
– Mitte November ist meine Oma gestorben, 96 Jahre alt. Das ging extrem schnell und das war auch gut so. Ich konnte wegen der Quarantäneregeln und wegen eingestellter Fähren (Dänemark hatte Einreise- und Durchreiseverbot) nicht zur Beerdigung.

Und das war es dann auch schon. Naja, im Dezember hat es mehrere Wochen am Stück geregnet. Blärgh.
Kläglich.

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