Kater und Katzen

Dieses Wochenende fütter ich Filippo. Das ist der Rabauken-Kater meiner schräg-über-mir-Mitwohnerin. Der ist schwarz, hatte schon mal Kieferbruch, der Schwanz ist kürzer und er hinkt leicht wegen eines Hüftschadens. Alles hat er sich irgendwo da draußen im Kampfe
zugezogen. Jedenfalls stehen wir eigentlich leicht auf Kriegsfuß, weil ich nicht daran denke mich von diesem Kater terrorrisieren zu lassen.
Als er mich irgendwann im Vorübergehen mit den Krallen gehauen hat, hab ich ihm einen guten Stups verpasst und als er mich angefaucht hat, hab ich mal zurückgefaucht.

Nun gut, diesen Frechdachs fütter ich gerade. Heute Morgen, ich mache noch einen kurzen Gang durch die Wohnung wegen Fenster zu, da springt er auf Susannes Bett und wirft sich mir entgegen. Benutzt mich als Kletterbaum und verbringt die nächsten zwei Minuten damit, auf meinen Schultern gehend mit Kopf und Körpereinsatz um mein Gesicht herumzuschmiegen und mich dabei schwerst anzusabbern.

Häh? Ich bring Futter und bin plötzlich gut genug oder wie?

Sowas bin ich von meinen Monstern gar nicht gewohnt. Die lassen sich zwar sehr gerne knuddeln und kraulen, aber kommen nie auf den Gedanken mich zu beschmusen.

War ja schon schön mal so die ganz andere Variante 🙂

Aprospos Monster. Melody hat die Tage festgestellt, dass unsere ähnlich aussehenden Plüschmonster gleich heißen.
Das war nämlich so: Als ich die beiden Katzen das erste Mal im Tierheim gesehen habe, kam mir eine davon entgegengestrichen und das erste was ich sagte war ‚Hallo Lily‘. Bevor ich überhaupt bewusst beschlossen habe, dass ich die zwei mitnehme, hatte ich mich verliebt. Nandi dagegen hatte wochenlang keinen Namen. Ich hatte mich schon daran gewöhnt, sie mit ‚Nummer Zwei‘ zu rufen. Es kam mir einfach kein zum Charakter passender Name in den Sinn. Melodys Webtagebuch/Weblog lese ich ja nun seit den Anfängen meines Modembesitzes (das ist aber eine andere Baustelle). Eigentlich wollte ich auf keinen Fall Nandi Nandi nennen, weil 1. handelt es sich bei Melodys Nandi eben um einen Kater und 2. fänd ich das nachmachenderweise schwer einfallslos.

Nachdem ich dann bei Netzkatzen und so weiter nach Katzennamen guckte, fiel mir als erstes wieder ‚Nandi‘ ins Auge. Und so beschloss ich dann gegen mein schlechtes Gewissen und in Ärger über meine Einfallslosigkeit, Melodys ‚Nandi‘ zur Ehre mein Monster auch Nandi zu nennen. Und der Name ist sooo schön 🙂 Und passt total.

Das Ganze hat auch noch ein Nachspiel.

Gestern krieg ich eine Mail von Erdbeermund. Die liest ebenfalls seit Jahren bei Melody mit und ist eben durch deren Überlegungen wieder auf mich gestoßen und den Namen ‚the_sun‘ kennt sie noch aus Amica-Chatzeiten.
Wir haben uns 2000 auf einigen Chattreffen in Lampertheim und Köln getroffen, dann aber den Kontakt total verloren.
Tjo, die Welt ist klein und ich, ich freu mich einfach darüber. Und verfalle zwischendruch in Erinnerungen an ‚damals‘. Wo ‚Out of Rosenheim‘ mir, die ich per Praktikum in München weilte, unbekannterweise umsonst ein Zugticket besorgt hat und wir zusammen zum Chat-Treffen nach Lampertheim bei Mannheim gefahren sind.

Wo ich von Detmold aus Lina in Oberhausen abgeholt habe und wir ohne Probleme nach Köln gefunden haben, dann aber fast eine Stunde um die Chat-Treffenskneipe gekreist sind, bevor wir die gefunden hatten. Hach ja *schwelg*. War’n schon schöne Dinge. Oder das eine Treffen, wo Free Willy mich in Bonn am Bahnhof abgeholt hat und wir dann per Monster-BMW-Mopped (a la Honda Goldwing) zu ihm sind, ich da neben ihm übernachtet habe und wir zu nem Treffen gefahren sind. Und der gar nicht der Schwerenöter war, wie so gemunkelt wurde *g*. Sondern ein ganz Netter.

Was mich in der Zeit so beeindruckt hat: Es waren ganz normale Menschen und die hatten dieses Urvertrauen, dass schon alles okay ist. Also, im Prinzip Fremde mitnehmen oder bei jemanden übernachten.

Mittlerweile hab ich mit dem Chatten ja nix mehr am Hut. ICQ mal ausgenommen. Aber dieses intensive in eine Community eintauchen. Kann keiner verstehen, der das nicht mal ein halbes Jahr excessiv betrieben hat 🙂

Themawechsel: Ich beobachte Lily gerade beim Putzen und ich find das zu knuffig, wenn sie zum Putzen ihre Vorderpfote einklappt oder die Haare noch in den Mundwinkeln hängenbleiben. Ist halt nicht so einfach, sich als Flokatiteppich selbst zu putzen. Immer dieses viele Fell im Wege.

Im Übrigen hab ich es während der Hinfahrt zur Messe geschafft, mal die Katzenfotos zu bearbeiten und auf die HP zur werfen. Muss ja mal aufräumen. Wo ich doch bald auf den Compi verzichten muss *heul*.

Es ist 20 vor 7, draußen ist noch hell und mein Tag hat eben erst begonnen. Hab versucht Torres auf dem Computer zu spielen, ist aber nicht so nett wie Carcassonnne. Klar, ist halt schon ein paar Jahre älter. Die Umsetzung ist auch nicht soo schlecht. Aber die Bedienungsanleitung ist nicht so der Bringer. Muss ich mir noch mal vom echten Spiel angucken.
Und es hat ziemlich gedauert, bis ich gemerkt habe, dass ich mit den Pfeiltasten zoomen kann und das Brett drehen. Ist nämlich nirgendwo angegeben.

Ich glaub, ich hätte gerne eine ‚Scrabble‘-Version für den Rechner.

Für die LAN wurde mir von Thorsten ja schon angedroht, ich könnte ja ‚Counter Strike‘ lernen. So für den Anfang. Dabei hab ich doch gar kein Faible für Ego-Shooter. Und die die’s spielen spielen vermutlich seit Jahren aus Leidenschaft. Und warten nicht auf nen neuen DAU.
Die LAN lockt mich ja in erster Linie, weil ich dann mal ganz in Ruhe und ohne Ablenkung meine Kursunterlagen für den VHS-Kurs erstellen kann. Ist zwar erst im Herbst, der nächste Termin und ich weiß auch nicht, ob der stattfindet, aber dann bin ich wenigstens vorbereitet.
*g*. Schaun mer mal, is ja auch noch ein paar Tage hin. Wobei die Zeit zur Zeit ein Höllentempo drauf hat.

Ich beginne damit, meine Texte wieder offline zu schreiben und dann nur rüber zu kopieren. Ist ein Versuch.

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