Katzengeschichten

Manchmal habe ich stark das Empfinden, dass Lily wirklich ziemlich wenig Hirn hat. Keine Wunder, dass Kitty ihr eine mit der Pfote langt, wenn Lily zu nah an ihr vorbeigeht. Der Name Lily ist genau richtig gewählt. Ein kleines dummes blondes Mädchen, was zwar nicht versteht wie die Welt funktioniert, aber man kann sich ja mal so verhalten wie alle andern auch, man weiss ja nie wozu es gut ist. Nachahmung sozusagen.
Zu erkennen daran, dass sie sich seit geraumer Zeit uns zu Füssen wirft, dann aber wieder wegspringt, wenn man kraulen will. Die anderen machen das ja auch, mit zu Füssen werfen, wieso also sie nicht.
Oder wir müssen die Nacht alleine auf dem Hochbett verbringen, weil sie immer noch nicht kapiert hat, wie sie da alleine wieder runter kommt. Obwohl sie natürlich Nandi dabei schon häufiger zugeguckt hat.

Vorgestern dachte ich, bevor es da oben irgendwann noch eine bøse Bescherung gibt, ich zeig ihr noch mal geduldig, wo sie lang muss. Es ist dann so geendet, dass ich sie mehr oder weniger den Weg runter immer am Po geschoben habe. Ist ja nicht so, dass die Anordnung der leeren Regalbretter extra katzenfreundlich geplant wurde. Selbst die dicke alte phlegmatische Nandi findet von selbst runter (wenn auch nicht rauf, weil man kommt ja so schlecht auf den Schreibtisch. 75 cm sind zum Hochspringen einfach zuviel zugemutet.
Kitty nimm eh die Abkürzung, springt über Schreibttisch noch den Meter høher aufs Hochbett und von da aus dann direkt wieder runter.

Kitty ist auch sehr speziell im Moment. Vor vier Wochen hat sie beschlossen, dass jetzt Winter ist. Was bedeutet, dass sie 22 Stunden des Tages vor sich hindøst, gerne auch unter unseren Bettdecken. Man muss abends schon etwas aufpassen, wo man die Füsse hintut. Oder sie liegt auf dem Kratzbaum und macht Yoga. Auf dem Rücken liegend. Füsse neben dem Kopf.

Sonst murrt es plötzlich angenervt und sucht sich nen anderen Platz. Die restlichen 2 Stunden verbringt Kitty damit uns zu nerven. Maunzend ins Bad zu rennen und am Wasserhahn zu sitzen, bis wir ihr, der Verdurstenden, endlich den Hahn aufdrehen. Erwartungsfroh aufs Bespielt werden warten, um dann doch nur auf den weissen Teppich zu rasen, Ecke greifen und einrollen oder auf der Seite liegend wie ein Karnickel den Teppich zu treten. Das Støckchen mit dem Band dran ist nur Alibi, der Teppich ist viel lustiger. Total durchgeknallt. Und rausgehen ist ja gar nicht angesagt derzeit. Weil ist ja quasi Winter. Sie geht nicht mal mehr zum Pullern raus, sondern benutzt jetzt auch das Katzenklo.
Ich hab keine Ahnung, was das soll, ob sie fürchtet sich den Hintern abzufrieren, oder es am gewohnten Klo draussen zu matschig ist…normal ist das jedenfalls nicht. (Im Übrigen sind die Temperaturen konstant bei +8 Grad und es regnet meistens).

Nandi dagegen wird zunehmens älter. Das Fell wird struppiger und ich würde sie wirklich gerne jeden Tag bürsten, aber sie hasst es. Es ist ihr furchtbar unangenehm, am Hals geht gerade noch so, aber auch nur, wenn ich am Kinn gegen den Strich Bürste. Was dann so nach ‚explodiert‘ aussieht.

Ralf sagt nur, die Katzen würden zu uns passen .:-)

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