Leidend – und einhändig tippend

Da ist es vollbracht, das Band in der Hand vom Arzt durchgeschnitten. Er murmelt noch was von ‚ganz enger Kanal‘ und ob man das damals auf der anderen Seite auch gesagt hätte.
Weiß ich nicht mehr, bestätigt mir aber, dass ich mir das nicht nur eingebildet habe, auch wenn die ENG-Ergebnisse eher moderat waren.

Jedenfalls bin ich jetzt leidend, es tut nämlich weh, allerdings helfen die Paralgin forte-Schmerztabletten sehr gut. Schade nur, dass ich da bloß 10 Stk von habe, weil ich vorher die 50 Stk-Packung zuviel und zu teuer fand. Dumm gelaufen. Aber der Mann hat im Notfall noch 1gr Paracet, das geht ja auch.

Noch tippe ich einhändig, die rechte Hand ist wesentlich besser und schmerzfreier auf Schulterhöhe aufgehoben.
Im Gegensatz zur letzten OP habe ich nur ein überschaubar großes Pflaster auf der Hand, nach 5 Tagen soll ich es abmachen und auf die nackten Stiche gucken.
Derweil ich mich aber gut genug kenne, um zu wissen, dass ich allein wegen des psychologischen Effektes eigentlich einen richtigen Verband brauche, sonst nehme ich das wieder alles nicht ernst genug und denke, ich bin ja gar nicht operiert.
Wie damals nach der Blinddarm-OP, als ich am ersten Taf zuhause gleich mal das Hochbett aufbauen musste – und es mir dann echt schlecht ging hinterher. *gg*.
Jedenfalls gedenke ich nicht das Pflaster ganz abzumachen, ich will das Elend nicht sehen.

Immer wieder auch erstaunlich, wie oft ich auch als Linkshänderin die rechte Hand brauche. Mir war nie so bewusst, dass das nicht nur bei der Arbeit meine Tragehand ist. Ziemlich ratlos saß ich auch nach der OP im Munterwerden-Sessel und guckte auf meine offenen Schnürsenkel, als sich auch schon eine Helferin freundlich vor mich kniete und mir die Schuhe zuband. Sehr nett 🙂

Gut jedenfalls, dass es gemacht ist und ich dann auch wieder gut schlafen kann. Zumindest, wenn das verheilt ist. Und ein paar Wochen Auszeit vom Job ist ja auch nicht schlecht. Auch wenn er mir heute schon fehlt. Ein gutes Zeichen 🙂

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