Maschine an Land

So, da haben der Mann und ich also am gestrigen Sonntag die Schlecht-Wetter-schlechthin-Hammertour nach Frogner nordöstlich von  Oslo unternommen, um meine Longarm abzuholen.

Mein Tag begann um 7 Uhr mit einer Stunde Schneeschaufeln bis kurz nach 8 Uhr. Duschen, anziehen, Reiseproviant und los um kurz vor 9 Uhr.
Erstaunlicherweise war unsere Straße schon geschoben, es lagen nur 5cm neuer Schnee wieder drauf. Statt der 30 die so auf und um das Auto herumlagen.

Wenig Leute unterwegs= gut. Ab Arendal um 10 Uhr morgens im schneegestöber mmer noch nicht die E18 = Verbindung von Kristiansand nach Oslo = Europastraße = ich-tu-so-als-wäre-ich-eine-Autobahn = bessere Landstraße geräumt.
Bis Risör nur Chaos. Langsam fahren.
Ab dem Abzweig nach Risör dann kurzfristig Räumfahrzeuge vor uns, diese jedoch angesichts der etwas schneller als Fußgängergeschwindigkeit überholt. Ab Drammen wurde es dann besser und mir fielen die Augen zu bis kurz vor Oslo, wo ich dann den Mann bis Frogner hinter Oslo leiten musste.

14 Uhr angekommen, Maschine und 1000 Teile eingepackt, 15 Uhr wieder zurück Richtung Heimat.
An einer Raststätte eine Pause, dabei zwischen zwei Autos einen Ipod mit Kopfhörer gefunden.
In der Raststätte geguckt und dann – nach gedanklichem Aussortieren von erwachsenen Paaren – ungefähr drei in Frage kommende Familien mit Kindern im beinahe-Teenageralter ausgemacht. Die hinterste zuerst gefragt, ob sie einen Ipod vermissen. Verständnislosigkeit. Der kleine Sohn so: nö. Die Mutter: sicher? Sohn: öhm? Ich so: Ist der weiß? Sohn: ja? Ich so: Ist es dieser? Sohn so: Oh! *erstauntguck*. Ich überreich. Die Mutter: Wo hast du denn den gefunden? Ich so: Im Schnee. *drehumundgeh*.
Eltern so: Hey! Tausenddankundblararbara.
Ich *klosuch*. Volltreffer. Gute Tat. Stolz aufs eigene Urteilsvermögen.

Finde älter werden voll klasse, diese Lebenserfahrung ist einfach fantastisch *breitgrins*

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