Mein neuer Sommerjobb

Huff, ist mir gar nicht aufgefallen, dass hier schon wieder Ruhe war.
Also alles auf einen Schlag.
Meine Norwegen-Reisepläne hab ich erstmal ad acta gelegt. Nächstes Jahr. Hmpf. Wäre zwar wirklich gerne auf Tour gegangen um ein paar Leute zu besuchen, aber der Jeep braucht unbedingt alle Ölwechsel (inkl. Achse) und derzeit hab ich einfach das Geld nicht.

Außerdem habe ich dem NAV und der Kommne zugesagt, dass ich zwei Monate Arbeitsleitung für dieses neue Projekt mache. Ist zwar ohne Weiterbeschäftigungschance, aber ich bin wenigstens etwas mehr draußen. Und richtig Arbeit ist es auch nicht, nachdem was ich so verstanden habe. Heute ist das Treffen mit den Leitern der Abteilung Park und Sport (quasi Grünamt) und Abteilung für Aktivität, Arbeit und Freizeit (organisieren Wohnangebot, Arbeit und Freizeit für Junge, Alte und Behinderte), sowie dem NAV (Arbeitamt und Sozialamt). Da erfahre ich dann genaueres.
Arbeitstechnisch läuft es auf typische Kommunetätigkeit für Sommerjobber raus: Malen, leichte Reparaturarbeiten wie mal ein Brett austauschen, Aufräumen und Gartenpflege.
Ich soll vorwiegend darauf achten, dass die jungen Leute (16-22 J.) pünktlich kommen, nicht einfach abhauen vor Feierabend und ein bißchen Anleiten.

Das Projekt ist noch nicht in Gang, ich bin quasi mit in der Anfangsgruppe und nach den Ferien übernimmt dann jemand von der Abteilung für Arbeid/Aktivität.
Bezahlt werde ich nicht, weil ist ja quasi für mich als ‚Arbeitspraxis‘ angelegt, dafür wird mein Krankengeld normal weiterlaufen. Ist jedenfalls meine Bedingung gewesen. Wenn ich mir nämlich schon den Sommer in so einem ABM-Projekt vertreibe und auf die Stunden bei TT verzichte (was allerdings nicht weiter schlimm ist, ich hab schon wieder genug und bin wirklich ECHT FROH, dass ich da NICHT mehr fest angestellt bin), und wenn ich statt Ferien zu machen neben der Arbeitssuche mich mit Jugendlichen rumplage (okay, gut um herauszufinden, ob ich mit der Altersgruppe klar komme und evtl. in dem Bereich weiter arbeiten will), dann will ich wenigstens nicht finanziell schlechter dabei rauskommen, als wenn ich nix mache.
Ich hätte zwar auch ablehnen können, aber wieso. Ist doch mal was nett Neues und außerdem geht’s von 8-15 Uhr, auch ne entspannte Zeit. Und ich komme unter Leute.

Bin also mal gespannt, was bei dem Treffen heute Mittag rauskommt. Danach fahr ich dann zu TT und um 17 Uhr treffe ich mich mit einigen Soroptimisten. Wir kriegen Besuch von einer Niederländerin, die in Ruanda war und dort persönlich das Geld für die Regenwassersammeltanks übergeben hat. Das Geld von unserem Kochbuch-Projekt. Und bringt ein paar Bilder mit und erzählt. Freu ich mich. Das ist so viel cooler Geld für etwas zu geben, was direkt ankommt und nicht erst durch irgendeine Verwaltung geht.
Bin jedenfalls froh, ein Soroptimist zu sein.

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