Mittwoch, 05.03.2003 23:51

*krümel*
ich sitz jez gemütlich vorm Rechner, mit getoastetem Mohnbrötchen in der einen Hand, Traubenschorle in der anderen und mit den übrigen freien Händen tippe ich 🙂

Ein erster Tag. Da ich ja bereits da probegearbeitet habe, kenne ich mich so einigermaßen im Computersystem aus.
Die erste Hälfte des Tages war so lala. Wie das halt so ist, wenn die eh voll gestressten Mitarbeiter eigentlich keine Zeit zum Einarbeiten haben und auch keine Arbeit zum Abgeben.
Also habe ich mich ins Handbuch über Naturstein vertieft.
Ein guter Freund meinte zu mir, ich sollte nicht gleich am ersten Tag unangenehm auffallen. Tja, Pech gehabt *g*.
Zuerst habe ich in diesem Handbuch ein Fachwörterbuch entdeckt für alle nötigen und nicht nötigen Sprachen (wir machen ja viel mit China, Italien, Frankreich, Portugal und so weiter). Was natürlich noch niemand gesehen hatte und dementsprechend niemand kannte.
Als nächstes habe ich für die Duplizierung einer Angebotsanfragenzeile eine Kurztaste benutzt, deren Funktion der langjährige Mitarbeiter noch nicht kannte (und die mir beim ersten Probearbeiten die Jahrespraktikantin gezeigt hatte).
Schon wieder aufgefallen *ggg*.

Eine Stunde Mittag ist für mich verdammt viel. Im Handwerk, sowie in der Produktion gabs immer nur ne halbe Stunde. Najo, gewöhnt man sich dran. Die anderen Mitarbeiter gehen in der Zeit nach Hause und essen dort. Ist halt ein Dorf *g*.

Nachmittags war’s dann noch in soweit okay, als dass ich meine ersten zwei eigenen Kundenberatungen draußen ‚auf dem Feld‘ bzw. dem Lagerplatz hatte. Höi!
Dafür, dass ich eigentlich weder Plan hatte, wo was genau liegt, geschweige denn welcher Stein wie heißt und was er kostet, habe ich mich ziemlich gut durchgemogelt.

Im Großen und Ganzen ein ganz guter Anfang.
Internet geht nicht, aber ich habe einen eigenen Computer und Arbeitsplatz. Soweit ich gehört habe, geht das nicht allen so 🙂

Während der Probezeit (von der ich noch nicht weiß, wie lange sie ist, weil Vertrag zwar schon fertig, aber noch nicht vom Chef gelesen) wohne ich erstmal in der Wohnung vom Herzliebsten, der ja noch in China weilt.
Die Katzen nehme ich erst nächste Woche mit, muss erstmal die Wohnung katzentauglich machen. So mit Klo, Napf, Kratzbaum. Und für den Kratzbaum etwas umbauen *g*.

Das Beste an dieser Wohnung ist der vollautomatische Internet-ISDN-DSL-Anschluss, den ich per Netzwerkkabel über den Router auch mit meiner Analog-Möhre nutzen kann.
Internet for free!!!! Unglaublich, dass ich das noch erlebe…

Der Aufenthalt hier wird meine Telefonrechnung dramatisch minimieren. Und die Onlinekosten erst 🙂

Dafür werden dann die Fahrtkosten explodieren, aber egal. Das wird dann verrechnet.

Eine Arbeitszeiten sind so einigermaßen. Entweder von 8-17 Uhr oder von 9-18 Uhr. Wird abwechselnd die Woche durch irgendwie organisiert.
Leider auch Freitags 🙁 Wo ich doch Freitags erstmal immer nach Bremen pendel. Nix mit flexiblen Arbeitszeiten…
Evtl. kommt von März bis Oktober wo gartensaison ist auch noch die 10-19 Uhr Schicht dazu.
Samstags geht ebenfalls im Wechsel, da dann 9-13 Uhr und zwei Samstage ergeben einen freien Tag.

Was soll’s. Bewerben geht ja weiter, vielleicht passiert noch was. IKEA-Gespräch ist ja auch noch. Und wenn nicht, dann ist es halt so.
Ich gebe mir ja Mühe es nett zu finden. Dann soll es wohl auch nett werden. Und was ich schon bei zwei Beratungsgesprächen der KollegInnen festgestellt habe ist, dass Verkaufen definitiv ein zu erlernende Kunst ist, die nicht jeder beherrscht. Zumindest weiß ich schon, wie ich es nicht machen möchte. Dem Kunden immer noch gelbe und graue Steine zeigen, wenn er schon drei mal gesagt hat, dass er die roten doch schön findet, ist irgendwie nicht so der Bringer. *gg*. Aber erstmal besser machen. Vielleicht nehmen die von mir Beratenen ja einen der Steine für ihre Gartenumrandung, dann hätte ich gleich am ersten Tag was verkauft 🙂
………
So. Erstmal die Massenmail verfasst um alle in Kenntnis zu setzen, denen ich es noch nicht erzählt hatte. Und gesmst.
Was mach ich bloß mit denen, die weder email noch mobil sind? Bleibt die Variante Karte schreiben am Wochenende oder mal wieder anrufen *g*. Mal schauen, was der Plan so hergibt.

So. Inne Heia steht jetzt auf’m Plan. Und vielleicht vorher noch etwas die Wohnung umsortieren? So ein bisschen wenigstens Bücher verrücken?
Mal sehen.

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