Montag, 05.01.2004 3:11

Ich kann nicht schlafen.
Stattdessen sitze ich hier mit dem Laptop auf den Knien im Bett. Die Fahrt durch den Schnee nach Oldenburg hat mich noch einige Nerven gekostet. Ziemlich viele Deppen unterwegs.
Der Akku ist fast leer, ich hab mir soeben noch mangels Schlafen können ‚Email für dich‘ angeguckt. *schnief*. Ich mag den Film. Auch wenn ich Meg Ryan’s immer schwer träumerischen Gesichtsausdruck und dieses Weltentrücktsein nicht immer sehen kann. Egal in welchem Film, sie hat immer nur diese Kleinmädchen-Rollen. Armes Hasi.
Der Lüfter ist gerade das allererste Mal angesprungen, aber nur kurz. Sehr leise für einen Computer. Kann man Maschinen lieben? Falls ja, ich will nicht mehr ohne Lara sein. Wobei eine kleine USB-Leuchte sehr nett wäre. Die Tastatur liegt ziemlich im Dunkeln.
Und ich wünschte, ich hätte nach dem 10-Finger-Schreibkurs durchgehalten und würde jetzt mit allen Fingern schreiben. Dann wäre mir egal, wie dunkel es ist. Naja, kommt Zeit. Irgendwann lern ich es bestimmt noch mal. Ist ja nicht so, dass ich es nicht kann, es dauert einfach nur so endlos. Und meine Finger sind wieder so unbeweglich. Ich werde alt. Weswegen ich auch mehr und mehr weiße Haare zwischen den blonden entdecke. Wobei, eigentlich finde ich es völlig faszinierend zu sehen, wie der eigene Körper altert. Jetzt schon. Ich hätte nie erwartet, dass man schon in so relativ jungen Jahren merkt, wie manche Dinge beschwerlicher werden.
Naja, ist ja eigentlich auch egal. Ist eh nix dran zu ändern.
Einer der Gründe wieso ich nicht schlafen kann ist, dass mein Kopf denkt. Nicht abschalten kann. Zukunftspläne schmiedet. Abwägt zwischen dem was ich tun könnte. Und tun möchte. Und nicht zu tun wage. Oder was ich vielleicht noch gar nicht entdeckt habe tun zu wollen. Jede Entscheidung schafft neue Möglichkeiten. Woher weiß ich, welche die Richtige ist? Welche mich glücklich macht? Was, wenn ich mich falsch entscheide und mein eigentlicher Weg zum glücklich Sein ein komplett anderer ist? Filme sind wie Bücher. Sie bringen mich zum Nachdenken. Durch diesen oder jenen Satz der gesagt wird. Surch irgendetwas was eine Figur tut. Oder nicht tut. Es sei denn, der Film ist schlecht. Das ist er dann, wenn sowas nicht passiert. Manche Filme sind vielleicht komisch, so wie der vorgestern. Aber trotzdem schlecht, weil nichts mich zum Überlegen bringt.
Den Wecker erst mal eine Stunde weiter gestellt. Hatte zwar nachher viel vor, aber naja. Wird schon gehen.
Wenn ich doch nur wüsste, was ich mit meinem Leben eigentlich anstellen will, wären viele Dinge irgendwie leichter. Bilde ich mir zumindest ein. Ich glaube, Leute die Kinder wollen oder haben, die haben es leicht, weil sie einen Lebensinhalt haben für den sie leben müssen oder wollen. Was weitergeben. Weil ich aber eben keine Kinder will, muss ich was anders finden. Was es wert ist. Ich mein, ist ja nicht so, dass ich nicht mit meiner bisherigen Arbeit oder Dingen die ich getan habe, dass ich da nichts hinterlassen habe. Ich denke nur an die Professorinnen, die es jetzt in der Innenarchitektur in Detmold gibt, da habe ich schon reichlich Anteil dran. Oder an der Kinderbetreuung oder was auch immer.
Aber es gibt nicht das ‚große Ziel‘ für das ich lebe. Wobei ich eigentlich immer sage, dass es das dann eben nicht gibt. Dass der Weg das Ziel ist.
Beobachten.
Verändern.
Menschen glücklich machen.
Auch wenn das was ich verändere nicht immer alle glücklich macht *denkanalteProfs* *gg*.
Neuer Versuch zu schlafen. Sonst komm ich gar nicht in den Quark. Und ob dies online geht oder nicht….naja, das weiß auch noch niemand.

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