Montag, 09.06.2003 17:06

Mir fehlen irgendwie die Worte. Sind beim Denken abhanden gekommen. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu müde. Ostsonne ist klasse für Balkonfrühstück, aber die Katzen sind schon immer um halb 6 munter und randalieren rum oder maunzen mich an. Und ich bin auch um 8 Uhr wach, egal wann ich ins Bett gegangen bin.

Ein schönes, wenn auch stressiges Wochenende. Samstagnachmittag nach dem Arbeiten nach Bremen gefahren. Den Abend mit einem guten Freund verbracht, mit Ex-Familie besuchen und schnacken und einer Stunde skaten. Dafür dass ich die Dinger seit mindestens einem Jahr nicht mehr unter den Füßen hatte gings ganz gut. Außerdem ist ja etwas Lauf- und Treppensteigkondition vorhanden.
Danach lecker selbstgemachte Pizza essen, etwas entspannt fernsehen und noch ne Runde spielen. Und bis ich dann zuhause und im Bett war, war es drei Uhr.

Den Sonntag hab ich dann bis Mittag geschlafen und den Rest des Tages mit stückchenweise Wohnung aufräumen und vor allen Dingen mal wieder putzen verbracht. Traurig aber musste. Dringend.
Hat dementsprechend lange gedauert und mit Sachen zusammensuchen und Mini wieder vollpacken ist es dann auch halb 10 Uhr gewesen, bis ich wieder Richtung Hannover aufgebrochen bin. Ach ja, das Fahrrad hab ich mitgenommen auf dem Dach. Schon ein seltsames Gefühl, so‘ n wackliges Teil mit sich rumzutragen. Jetzt steht es also hier. Selbst wenn ich da nicht mit fahre in den nächsten drei Monaten, hat sich allein schon gelohnt wegen der Blicke der Leute. *gg*

Nebenbei bemerkt zerfällt mein Auto gerade. Es begann ganz harmlos damit, dass ich zum Tanken den Tankdeckel abschraubte. Schon komisch, wenn man plötzlich die Einzelteile in der Hand hält. Irgend so ein Sprengring hat sich aufgelöst, weshalb dann der obere Ring abgefallen ist, inklusive des darunterliegenden Dichtungrings Der Deckel lässt sich zwar noch aufschrauben, sieht aber sehr komisch aus. Zerfallen halt. Immerhin ist es noch der erste. Bei Emma hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon den dritten Deckel.
Als nächstes ist dann rechts die Zierleiste halb abgefallen. Glücklicherweise hat mich jemand an der Tankstelle drauf hingewiesen.
Außerdem hab ich Temperaturprobs. Ich vermute der E-lüfter geht nicht mehr, müsste aber endlich mal gucken, ob überhaupt noch genug Wasser im Kühler ist. *g* Die 130.000er Inspektion fällt erstmal aus. Kein Geld. Bzw. eher keine Zeit um nach Oldenburg zu fahren unter der Woche.

Bin gerade in einer seltsam melancholischen Stimmung. Vielleicht sollte ich die CD wechseln. Es gibt Musik, die macht mich ungehindert vielleicht schwachsinniger englischer Texte einfach nachdenklich.
Es gibt Situationen im Leben, da müsste ich was klären, will aber nicht. Da bin ich mit der vorhandenen Situation zwar nicht glücklich, habe aber noch nicht den Überblick über das was ich will oder fühle.
Aber was ist überhaupt Glück? Gibt es nicht eh nur glückliche Momente? Wenn Glück lange anhalten würde, wäre es dann nicht ein Alltagszustand und kein Glück mehr?

Glück:
Der Meister sucht das Glück nicht einmal. Ihm genügt der Zustand der Seele, so wie er ist. Und die Endlosigkeit.
(Janosch, Wörterbuch der Lebenskunst)

Die grundlegende Frage ist die ‚Was will ich?‘ Die kann ich im Moment nicht so beantworten. Ich weiß nich so genau was ich will. Weiß nicht, was ich noch so vom Leben an sich und von mir selbst erwarte. Irgendwie steck ich so ein bisschen in der Klemme. Vielleicht deswegen, weil das was ich wollte, nämlich in einer großen internationalen Firma arbeiten, egal welcher, nicht so hingehauen hat bisher. Es ist zwar schon hilfreich, wenn man bei Initiativbewerbungen meine Unterlagen behalten möchte für bessere wirtschaftliche Zeiten, sagt aber ja schon alles über die nicht vorhandenen Stellen aus.

Andererseits merke ich jetzt bei cantera ganz klar, was ich nicht will, bzw. womit ich arbeitsmäßig überhaupt nichts am Hut habe. Einkauf zum Beispiel. Schon im kleinen Rahmen für meine eigenen Aufträge aber grundsätzlich ne echte Pest. Bleibt mir bloß weg damit. Ich verkaufe lieber.

Im Übrigen gibt es Sachen auf der privaten Seite, die ich zwar mal niederschreiben müsste, damit mir einiges klarer wird, was aber definitiv nicht für andere Augen bestimmt ist. Oder nur für die Ohren guter Freundinnen 🙂
Greife ich also doch irgendwann auf das alte offline-diary zurück. Für manche Sachen doch ganz praktisch. Wenn auch mühsam. Der Stift kann nicht so schnell wie die Gedanken.

Cya.

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