Montagmorgen

Widerlich, ich hätte ja gut noch ein paar Stunden weiter schlafen können. Oder auch nur eine halbe Stunde, wenn Ralf nicht so rumrandaliert hätte, die Katze nicht auf mir rumgetrampelt wäre und überhaupt.
Draußen ist stockdunkel und – wie außergewöhnlich – es regnet schon wieder. Wie gestern den ganzen Tag. Und vorgestern.
Seitdem ich in Norwegen bin, haben sich meine Kenntnisse über Marktwirtschaft und Weltwirtschaft übrigens sehr erweitert.

Unter anderem erschließt sich mir plötzlich der Zusammenhang zwischen ständigem Regen und Arbeitslosigkeit. Dadurch, dass es jetzt seit Wochen regnet und der Boden mehr als nur ein bisschen aufgeweicht ist, kriegen die Waldarbeiter hier ihr Holz nicht mehr aus dem Wald. Und zwar nicht nur hier, sondern auch in Osteuropa. Was bedeutet, dass die Lieferengpässe bezüglich Bau- und Möbelholz immer gravierender werden. Was in Norwegen problematischer ist als in D, weil hier die Häuser nun mal mehr oder weniger komplett aus Holz bestehen.
Es kann also passieren, wenn es noch einige Wochen weiter regnet statt zu frieren, dass wir beurlaubt werden, weil wir zu wenig Aufträge kriegen, da die Zimmerer nicht weit genug mit den Häusern kommen mangels Material. Alles klar?

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