Nicht unerwartet – mehr Personalabbau

Sie kommt für mich nicht unerwartet: die nächste „Wir müssen Personal reduzieren weil zu hohe Kosten“-Welle rollt an. Zwar nicht erst wie von mir erwartet in einem halben Jahr sondern schon mehr oder weniger gleich, aber das ist eben so. Der Sommerarbeitsplan läuft noch wie geplant, ab nach den Ferien im August wird weiter Personal reduziert, diesmal vorwiegend in den Tagesschichten, was aber mehr oder weniger auf eine Komplettüberarbeitung des Arbeitsplanes hinausläuft.
Wir haben seit Montag eine neue Abteilungsleiterin, die alte ist noch bis Ende der Woche da, der norwegische Geschäftsführer ist heute und morgen zum Einarbeiten da und auch um mal wieder verbale Tiefschläge auf seine freundliche einfühlsame BWLer-Art zu verteilen. Ich kann den Mann und seine herablassende Art einfach nicht leiden, aber das erwähnte ich vielleicht schon früher mal.
Jedenfalls wurde mir von ihm nach diversen anderen Kritikpunkten (ich anstrengende anspruchsvolle Arbeitskraft aber auch) nahegelegt, ich sollte meine Stelle doch mal überdenken, denn es würde in jedem Fall an ihr gekürzt werden. Logisch, weil ich ja als einzige jetzt noch mehr Stunden habe als mir laut Vertrag zustehen. 40-45 Wochenstunden will er insgesamt kürzen, was ja nicht gerade wenig ist. Ich weiss nur noch nicht ob ich mir gleich was Neues suche nun so unmittelbar, oder ob ich den Kampf nach den Ferien mit Hilfe der Gewerkschaft aufnehme. Hmmm….wobei das eine schliesst das andere nicht aus. 😉
So kampflos aufgeben liegt mir ja eigentlich nicht, aber andererseits ist da eh nicht viel zu holen stundentechnisch, das ist mir schon klar. Höchstens das ârgste abzuwenden so wie z.B. Änderungsverträge mit noch weniger Studnen. Wobei er mich halt gerne ganz loswerden würde und den Triumpf gönne ich ihm einfach nicht. Abwarten und nachdenken.

Ach ja, es ist übrigens auch sehr nett von der neuen Abteilungsleitungstrulla mit den Worten „Ah, du bist die, die 60% arbeitet?“ begrüsst zu werden. (Bei uns arbeitet niemand 60%, ich habe nur einen 60% Vertrag, habe aber schon immer wesentlich mehr gearbeitet, wie das halt so im Handel hier Usus ist…). Steckt quasi gleich mal das Feld ab, aber sie weiss ja noch nicht, was sie eigentlich für ein armes Hasi ist und was noch an Druck auf sie zukommt von der Leitung. 32 und war schätzungsweise billig. Allerdings sah sie auf ihrem Bewerbungsfoto definitiv frischer aus, der Mammaurlaub scheint ihr nicht gut bekommen zu sein, sieht aus als bräuchte sie mal länger Urlaub. Aber sie soll ihre Chance haben, denke eh nicht wir werden bis zum Jahresende zusammen arbeiten…bei den negativen Vorzeichen.

Soviel also aus dem Stoffkaufhaus, ich glaub ich muss doch noch mal ein bisschen Stoff horten, krieg ich ja nie wieder so billig quasi *lol*…

3 Kommentare

  1. Danke Mama, Wetter war gut bis heute, jetzt regnets und ich friere. 😉 Ofen ist angefeuert. Typisch, ich hab frei und es regnet…

    @cejott: Hatte ich glatt übersehen den Kommentar.
    Ja, ich fange das horten an, versuche aber Mass zu halten, nicht dass sich das hier wieder in Kisten stapelt, wo ich mich doch letztes Jahr so gut reduziert habe. Und ich bezweifle eh, dass ich noch soviele Klamotten nähe, wenn ich nicht mehr im entsprechenden Miljø bin. Aber klar, so lange ich noch kann, nutze ich 🙂 Weswegen ich heute erstmal die monatliche Gratisration verarbeiten muss zu Hose und Bluse.

  2. Dem Stoff horten schliesse ich mich gern an… nutz die Möglichkeiten so lange sie da sind.

    Diese Art der Behandlung grenzt ja schon an mobbing! Von beiden. Frech. Als wärst du nur eine Kostenstelle und keine Person. Unglaublich. Es ähnelt stark meinen Erlebnissen damals.

    Halt die Ohren steif und biete die Stirn!

    Gibt es nicht hin und wieder diese stark ansteckenden Sommergrippen, die ganze Belegschaften in die Waagerechte bringen können? Ein kurzer Besuch bei einem Erkrankten, danach ein gemeinsames Kaffetrinken mit den netten Kollegen und vipps… 😉

  3. hallo britta, laß dich nicht unterkriegen, bis jetzt hast du alles geschafft.
    hier scheint heute die sonne.
    gruß mama