Nicht wichtig genug krank

Da erreichte mich also der freundliche Brief der orthopädischen Abteilung des Sørlandschen Krankenhauses, dass mein Karpaltunnel nach Beurteilung der Fakten erstmal nicht schlimm genug ist. Ergo gehöre ich nicht zur Patientengruppe mit höchster Priorität. Was wiederum bedeutet, dass ich wegen der langen Warteliste auf OPs im orthopädischen Bereich derzeit kein Angebot zur OP kriege, sondern sie sich melden, wenn die Situation der Warteliste besser geworden ist.

Hmpf. Also ich hab ja damit gerechnet, dass ich diverse Monate – also sicher bis Mitte Ende November – warten muss, aber dass ich jetzt nicht mal mehr einen Termin kriege ist ja wohl total frustig.

Ob ich mal anrufe und frage, ob es wie beim Röntgensenter eine Anrufliste gibt? Obwohl ist doof, wenn ich dann von heute auf morgen auf der Arbeit für mehrere Wochen ausfalle, gerade wo das doch was ist, was sich gut in zukünftige Arbeitspläne einbauen lässt.

Werde ich also diesmal tatsächlich die freie Krankenhauswahl nutzen und mir ein anderes Krankenhaus suchen, welche diese kleine aber wichtige OP macht. Montag erstmal das von plastischer Chirugie zu Spezialistenpraxis umbenannte Senter im Sørlandsparken anrufen, bzw. rechercheiren. Die haben nur 8 Wochen Wartezeit, aber leider steht da nichts wieviele solche OPs die schon gemacht haben.
Zum ersten Mal ist mir nämlich bewusst, was ein Fehler bei dem kleinen Schnitt in der Hand eigentlich nach sich ziehen kann, bei der letzten OP habe ich mir vorher darüber keine Gedanken gemacht, sondern gedacht, die werden schon wissen was sie tun. Aber da ich mit rechts nunmal die Schere bewege, würde mich ein Fehler dort zumindest für den Stoffladen berufsunfähig machen. Und Nähen würde auch nicht mehr gehen.
Dann lieber ohne rechtes Bein, da kann ich dann die Nähma mit den Händen bedienen am Start-Stoppknopf und Autofahren geht auch noch mit umgebauter Automatikk. Huff, was für Gedanken an einem Sonntagmorgen.

Jetzt werde ich mal die letzten 10cm an Binding am 95-Oma-Wandteppich nähen. Und dann die neu gekommene Ware – zwei Batik-Fatquarterpäckchen von Moda – fotografieren. Und die Leggings und die Folklorebluse nähen. Und und und….

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