noch am Leben

Ich wurde gerade etwas besorgt gefragt, ob ich krank bin oder noch im Leben weile. Sorry, stressige und aufregende Woche gehabt.
Dazu sitze ich auf der Arbeit sehr intensiv die meiste Zeit am Rechner und am Telefon.
Weswegen ich abends wirklich ganz überraschend für mich keine Lust mehr auf meinen eigenen Computer habe.
Dafür sind die Schiebetüren endlich vor’m Kleiderschrank (äh, wie viele Jahre hab ich dazu gebraucht? Eines von den 1,5 die wir hier wohnen?).
Bett für Ralfs Mama aufgebaut.
Leisten gemalt und aufgeräumt. Wäsche gewaschen. Usw.
Mittwochabend der Kumpel aus Gö gekommen, für den ich hier gerade den Hausbau organisiere (der mehr oder minder doch den ein oder anderen Aufwand erfordert, wie z.B. die Klärung, wo jez genau die kommunalen Wasserleitungen liegen auf dem Grundstück). noch schnell den Abend beim Baumeister vorbei, endlich mal den ‚ominösen‘ Hausbauauftraggeber kennen lernen 🙂
Donnerstagmittag schnell mit dem Herzliebsten zur Bank, die Unterschriften setzen auf unserer Refinanzierung. Wird nun Anfang November ausgezahlt. Ich bin immer noch von der Leistung unseres Bankmenschen fasziniert, der es geschafft hat, aus drei Krediten zwei mit gleichen Zinsbedingungen zu machen, pluss ein bisschen extra und 10 Jahren weniger Laufzeit. Dazu zahlen wir jeden Monat 1500 Kronen weniger, was echt ein ganzer Haufen Kohle ist. (okay, ich konnte das Geldthema einfach nicht auslassen :-))

Am Freitag hätte ich gerne noch etwas länger gearbeitet, hatte aber keine Zeit dazu. 🙁 Hätte mir ja nicht mal was ausgemacht, dass die Zeit nicht bezahlt wird *lol*.
Mitte Oktober kommen zwei Tischler hoch aus D. Ich hoffe nur, dass das alles gut geht. Mit den Einschalern klappt es ja bis jetzt ganz gut, der Kunde ist zufrieden, die Jungz sind zufrieden, sehr fein.
Dass ich mich größtenteils auf mein Bauchgefühl verlasse und nicht unbedingt immer begründen kann, wieso ich manche auswähle und manche für ungeeignet befinde, finde ich schon manchmal schwierig.
Aber ich lese jeden Tag rund 7-10 Lebensläufe, da kriegt man schon ein Gefühl dafür. Und wenn ich dann schon so nett bin und jemanden per mail darauf aufmerksam mache, dass in seinem CV was fehlt (z.B. ein Zeitraum von mehreren Jahren) und dann nur eine pampige Antwort bekomme…ja danke, erledigt.
Was mir an der Arbeit Spaß macht ist, dass sich manche so freuen, eine Chance zu kriegen. Erschreckend ist wie viele fürchten, dass sie mit über 40 schon zu alt sind. Also, bei mir kann fast jeder eine Chance haben. Wichtig ist doch, dass jemand inhaltlich passt, also von der Arbeitserfahrung her. Und dann eben Sprachkenntnisse. Also ein Fliesenleger ohne englisch oder norwegisch, ja sorry. Da Fliesen legen hier nur ein Teil des Maurerberufes ist, ist das dann einfach zu wenig Qualifikation. Aber ein Maurer, der englisch kann, das ist okay.

Wenn man also weder was gelernt hat, was hier dringend gebraucht wird, noch dazu kein norwegisch kann…ja dann sind die Chancen auch bei uns schlecht. Ungelernte Lagerarbeiter gibt es in Norwegen genug, da ist nicht gerade der Anreiz da, jemand ausländisches einzustellen der noch nich mal die Sprache kann.
Und es ist im Übrigen nicht leichter, wenn jemand einfach nur ‚irgendeinen‘ Job will. Besser ist etwas genauer festzulegen, was man machen will und dann gezielter zu suchen. Bevor ich ins Schwafeln komme…gute NAcht und bis die Tage.

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