Pflegewohnungsbau und die Tücken

Ja sorry, irgendwie gings dann doch nicht mehr weiter.
Aus den stundenlang gepflückten Johannisbeeren sind dann 5 Flaschen Saft geworden. Hoffe er ist nicht so süss wie er sich anliess. Richtig probiert hab ich nicht.
Viel mehr wird es nicht werden, die restlichen Beeren sind nämlich schon überreif und dieses Jahr haben wir einfach keine Zeit zum Pflücken. Dafür hat der Herzliebste den Vorrat an getrockneten Pilzen aufgestockt, ist doch auch was.

Heute gehts mir wieder gut, gestern war nicht so der Tag.

Dass ich jetzt bereits eine Stunde hinter Grössen von eingebauten Papierspendern (also diese Handtuchdinger für den öffentlichen Gebrauch) hinterhertelefonieren finde ich allerdings weniger erheiternd.
Die Sache ist nämlich die:
Wir bauen gerade ein öffentliches Gebäude mit Pflegewohnungen für psychisch Kranke. Da also alles Inventar ‚rausreisssicher‘ sein muss, sind überall an den Handwaschbecken in den Gemeinschaftsküchen sowie Personalräumen in die Wand eingelassene Spender für Papierhandtücher inkl. Mülleimer vorgesehen.
Die hat der Architekt auch fein eingezeichnet.
Aber: Diese Dinger liefern nicht wir, sondern die Kommune selber wg Absprache mit einem Lieferanten. Wir fangen jedoch jetzt bald mit den Zimmererarbeiten/Wände setzen an und da wäer es ja pfiffig, gleich mal Platz für die Dinger zu lassen. Dazu wiederum muss ich aber wissen, wer der Produzent ist, welche da reinsollen und wie gross die sind.
Mittlerweile hab ich mich durch 4 verschiedene Stellen in der Kommune gefragt und bin bis zum Lieferanten vorgedrungen, der mich aber wieder zurückruft, weil nämlich nicht er sondern jemand anderes zuständig ist.
Da geht sie halt hin die Zeit.
Aber witzig ist es trotzdem irgendwie.

Gestern war mein erstes richtiges Baustellentreffen und ich fand, für norwegische Verhältnisse – bzw. dass was ich bisher so gehört habe – war es erstaunlich gut organisiert und durchgeführt. Ich habe schon mal einen Teil der dort beteiligten Handwerker kennengelernt, sowohl unsere Betonleute, als auch die Unterentrepreneure Subunternehmer. Auch wenn ich mir vielleicht von zweien den Namen merken konnte. Huff.

Jedenfalls hab ich jetzt endlich das Gefühl an der richtigen Stelle zu sein, bzw. ich bin froh, dass ich mich für diese Stelle entschieden habe und in der Baubranche bin. Zumindestens heute, kicher.

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