sinnfreie Beschäftigungen

Es gibt mit Sicherheit Leute, die das Inventarisieren von Büchern für eine sinnfreie Beschäftigung halten. Ist es aber nicht. Genau das tu ich nämlich gerade. Vor der Bücherwand sitzen und Titel, Autor, ISBN und Genre in den Rechner hacken. Geht glücklicherweise recht fix. Wobei ich mich bei Nummer 145 befinde und somit ungefähr noch zwei Drittel vor mir habe. Immerhin ist mein Bestand sowohl beim Umzug von Detmold nach Bremen schon mal um 100 Bücher geschrumpft, genauso wie beim Umzug von Bremen nach Hannover und dann noch mal bei der Übersiedelung nach Norwegen. Ich komme also mit Sicherheit nicht mehr an die 1000 Bücher ran, die ich mal hatte. Wobei hier in Norge es dann eher wieder steigend sein wird, denn was soll die Dorfbibliothek schon mit deutschen Büchern anfangen. Hat wohl auch noch nie jemand nach gefragt.

Draußen scheint die Sonne, es ist herbstlich. Die Terrassentür steht weit offen, weil der Ofen volle Pulle heizt, damit die Wäsche trocknet. Gut, dass wir gerade reichlich Abfallholz aus der Firma rumliegen
haben. Kost‘ also nix. 🙂

Ralf sägt draußen die mitgebrachten Rest-Pannele in handliche 30cm-Stückchen, es ist also ein richtig netter entspannter Herbst-Sonntag. Manchmal brauch man sowas. Besser als Rumhängen, aber nicht zu stressig. 🙂 Ich werd mich also weiter um meine Bücher kümmern.

Der Hintergrund ist übrigens der, dass ich leicht panisch bin, was der Gedanke ans Abbrennen meiner Behausungen angeht. Also, in D hab ich eher Sorgen um den Diebstahl meiner Brieftasche gemacht (somit also Kopien aller Papiere gezogen und gut verstaut aufbewahrt, damit die Wiederbeschaffung schneller geht) oder um Einbruch und Verwüstung (also immer fein alles abgeschlossen beim Weggehen). Hier ist das alles unwichtig, ich hab nur Schiss vor Brand. Bei Baustoff Holz mit Heizen über Kaminofen ist das hoffentlich nachvollziehbar. Dazu kommt im neuen Haus dann ja auch noch, dass die Elektrik von anno Tuck ist. Und wenn das hier mal brennt, dann ist das Haus mit allem was drin ist hinüber.
Somit werde ich also von allen Besitztümern Listen anfertigen, bzw Kopien von allen Papieren, sowie regelmäßigere Sicherheitskopien vom PC als ich es jetzt tue. Und diese irgendwo außerhalb des Hauses
aufbewahren. Nein, ich werde sie nicht in Öltuch einschlagen und verbuddeln, wie jemand vorschlug. Ich dachte eher an Eltern oder Bankschließfach. Irgendwie so.

Sicher ist sicher. Man weiß ja nie. Ich weiß nur, dass es mit Sicherheit nach so einem totalverlust Probleme mit der Versicherung gibt, wenn man nicht nachweisen kann, was man mal hatte. Und meine
Bücher will ich in jedem Fall hinterher wieder haben. 🙂

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