Sonntag, 11.05.2003 18:13

So voll mit Erlebnissen, dass ich gar nicht weiß wo anfangen. Endlich mal wieder ein MINI-Wochenende.
Freitag nach der Arbeit schnell Sachen zusammengesucht und so unvorbereitet wie noch nie zum Ancampen an den Seddiner See gefahren. Was irgendwo im Niemandsland unter Berlin ist.
An einem Freitagabend alleine im Dunkeln auf der A2 nach Berlin zu fahren, ist so ziemlich das Langweiligste und Blödeste was man sich so einfallen lassen kann.
Glücklicherweise wurde ich per Tel schon vorgewarnt, was die 10 km Stau ab Braunschweig anging. Was mich allerdings nicht daran gehindert hat, voll reinzufahren, weil ich sicher war, dass ich keine Staumeldung mehr gehört hatte. Wo ich doch auf größtmöglich zu ertragener Lautstärke den Nachrichten aufmerksam gelauscht hatte. Aber irgendwie hab ich dann wohl doch den Hinweis auf den Stau verpasst.
Immerhin war ich dann so pfiffig, an der nächsten Abfahrt rauszufahren, so wie hundert andere auch. In dieser Situation ist dann auch sofort erkennbar, wer wie ausgerüstet ist. Die, die nach kurzem Zögern immer der Masse anderer Autos folgen, haben keine Karte und überhaupt keinen Plan wo‘ langgeht. Die fremden Kennzeichen, die quer durch die Pampa fahren und in deren Autos ein Licht brennt, haben eine gute Karte. Wenn das Auto manchmal seltsam fährt, dann fehlt der Beifahrer, der diese liest. Die mit fremden Kennzeichen und ohne Licht haben ein Navigationssystem. 🙂
Schon schön, wenn frau so hundert Meter neben der Autobahn zügig unterwegs ist und den freien Blick auf die rot leuchtende stehende Autoschlange hat.

Schöne Grüße vom Herzliebsten so nebenbei. 🙂

Weniger toll ist es, zum Tanken auf einen Autohof zu fahren, die letzte freie Tanksäule zu nehmen, die allerdings nicht tankt. Sich wundern, den endlosen Weg zur Kasse auf sich nehmen, um höflich anzufragen, ob man noch tanken kann. Die leicht zerstreute Antwort: ‚Wo stehen sie denn? Ach da hinten ganz? Jaaaa, die Säule ist defekt, die hat sich heute morgen verabschiedet.‘
Na schönen Dank. Ein Schild hätte es auch getan. Also andere Tanksäule und endlich Benzin.
Leider befindet sich die Abfahrt zu diesem Autohof in einer Baustelle. Und es gibt leider keine Auffahrt mehr!!?? Die Umleitung ist klasse: Man fahre wieder auf die Autobahn, allerdings in die verkehrte Richtung zurück nach Hannover und nach diversen Kilometern fahre man an der nächsten Abfahrt ab und wieder in die richtige Richtung drauf!!
Echt wahr! Ich hab das auf dem Rückweg noch mal überprüft, die haben tatsächlich an dieser Stelle die Auffahrt Richtung Berlin komplett gesperrt. *grrr*.

Um kurz vor Mitternacht auf dem Zeltplatz aufgeschlagen. Ziemlich schlecht gelaunt, wegen der doofen eeeenndddlooooosen Fahrt und weil Hunger und so.
Dafür brauchte ich im Regen dann kein Zelt mehr aufbauen, weil ich wo ‚mitschlafen‘ durfte. Danke an dieser Stelle.

Dafür einen supernetten Samstag gehabt.
War ja Mini- ach nee, Kleinwagen-Slalom in der Avus-Nordkurve und das der Grund warum ich überhaupt gefahren bin. Knackig sag ich mal. Super eng und trickreich. Als Streckenposten hatte ich das Vergnügen, auf der vorderen Hälfte alle umgefallenen Pylonen zu zählen und wieder aufzustellen und die ausgelassenen Tore zu zählen. Und bei diesem Slalom fielen viele Pylonen! Der Vorteil war, ich wusste genau welches Tor immer ausgelassen wird und welche Pylone diejenige welche ist, welche -wenn nicht im richtigen Winkel angefahren- umfällt.

Die Fakten:
– 22 Startende, darunter ein NSU-Fahrer und einer mit so nem 25 km/h-Chopper. Der Rest Minis. Viele Berliner und viele, die wohl noch nie Slalom gefahren sind.
– Ein Probelauf, dann ein Wertungslauf, nach einem kompletten Durchgang noch zwei Wertungsläufe, die schlechteste Zeit wurde gestrichen.
– Eine sich bewegende/umgeworfene Pylone macht 2 Strafsekunden, ein ausgelassenes Tor macht 8 ! Strafsekunden. In der Zielzone nicht gehalten auch Strafpunkte.

Das Ergebnis:
Alle Ziele, die ich für die nächsten Slaloms hatte, sind schon weg *argh*. Was bedeutet: Ich habe nicht nur einen Platz unter den ersten 10 und den Frauenpokal, sondern auch den 3. Platz der Gesamtwertung und den dazugehörenden Pokal. Ich war besser als jemand, den ich wenigstens ein Mal übertrumpfen wollte *g*.
Der zweite Platz ging an jemanden aus meinem Club (herzlichen Glückwunsch Hannes) und der erste ging an Lübeck-Gunnar, der wiederum mit meinem Mini gefahren ist.

Hab Sonnenbrand. Pfiffig, wenn man zwar an Sonnenmilch denkt, diese aber dann im Zelt liegen hat, derweil ich so auf der Slalomstrecke stehe.
Den restlichen Samstag nett mit Schnacken mit FreundInnen und Bekannten verbracht.Und mit lecker Essen. Und mit Erholen und Faulenzen und Spazierengehen. War schön. Kann ich gern noch öfter haben. Die Rückfahrt war dann wenig spektakulär, dafür aber recht zügig. Rückfahrt sind ja irgendwie immer doof.

Najo und nun hab ich mich nebenbei durch alle blogs gelesen und auf sonstigen Sites rumgesurft. Mal guckn was als nächstes dran ist.

Hab ich schon erwähnt, dass ich sowohl am 17. als auch am 18. arbeiten muss? Bäh. Will nen anderen Job.

11.05.2003 19:51

Kommentare sind geschlossen.